40 Prozent aller Todesfälle haben diese Ursache... 10 wichtige Empfehlungen für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören weltweit zu den Gesundheitsproblemen mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im Jahr 2008 17,3 Millionen Menschen an diesen Krankheiten; es wird prognostiziert, dass diese Zahl bis 2030 auf 23,4 Millionen ansteigen könnte. In der Türkei verlieren jedes Jahr mehr als 160.000 Menschen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ihr Leben. Hier sind 10 wichtige Empfehlungen für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit...
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die weltweit häufigste Todesursache. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im Jahr 2008 17 Millionen 300 Tausend Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wird prognostiziert, dass diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf 23 Millionen 400 Tausend ansteigen wird.
Daten des Gesundheitsministeriums zeigen zudem, dass in unserem Land jedes Jahr mehr als 160 Tausend Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Faktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, metabolisches Syndrom, hoher Cholesterinspiegel, Störungen des Lipidstoffwechsels, Rauchen, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel, schlechte Ernährung und übermäßiger Stress stellen bedeutende Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.
Prof. Dr. Sinan Dağdelen, Kardiologe am Acıbadem Altunizade Krankenhaus, weist darauf hin, dass durch präventive Maßnahmen im Lebensstil über 30 Prozent der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindert werden könnten. Er betont: „Die drei wichtigsten Regeln, die Herzpatienten beachten müssen, sind eine gesunde Ernährung, Gewichtsabnahme und regelmäßige leichte körperliche Betätigung.
Darüber hinaus sind medizinische Untersuchungen zur Herz-Kreislauf-Gesundheit von lebenswichtiger Bedeutung“, so der Experte. Kardiologe Prof. Dr. Sinan Dağdelen erläuterte die Regeln, die Herz-Kreislauf-Patienten beachten sollten, und gab wichtige Empfehlungen sowie Warnhinweise.
Halten Sie Ihr Idealgewicht
Für Ihre Herzgesundheit ist es sehr wichtig, dass Sie Ihr Idealgewicht halten. Denn Fettleibigkeit stellt aufgrund der von ihr verursachten Probleme einen eigenständigen, bedeutenden Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Der Grund hierfür ist, dass das sogenannte viszerale Fett, das sich um die inneren Organe oder unterhalb des Bauches ansammelt, sehr ernste Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben kann.
Insbesondere die Fettansammlung im Bauchbereich erhöht das Risiko für Insulinresistenz, Diabetes, Bluthochdruck, Cholesterin und Triglyzeride. Zudem verlangsamt sie die Durchblutung im Körper und steigert das Risiko für Blutgerinnsel. Dies kann in der Folge zu Arteriosklerose, Herzinfarkten und Gefäßverschlüssen im Gehirn führen.
Hören Sie mit dem Rauchen auf
Rauchen erhöht das Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das 2- bis 3-fache. Bei Männern steigt das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken, bei 1 bis 4 Zigaretten pro Tag um das 1,7-fache und bei 25 oder mehr Zigaretten pro Tag um das 2,6-fache. Bei Frauen erhöht sich das Risiko bei 1 bis 4 Zigaretten pro Tag um das 1,9-fache, bei 14 bis 24 Zigaretten um das 4,3-fache und bei 25 oder mehr Zigaretten um das 5,4-fache. Zudem ist Passivrauchen ein wesentlicher Faktor, der das Risiko ebenfalls erhöht. Daher sollten Sie für Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit sofort mit dem Rauchen aufhören und sich nicht in Umgebungen aufhalten, in denen geraucht wird.
Überlasten Sie Ihren Magen nicht
Übermäßiges und unnötiges Essen führt zu einer erhöhten Insulinausschüttung, Fettleber und einem Anstieg der Blutfettwerte, während es gleichzeitig die körperliche Betätigung erschwert. Dieses Szenario mündet in Fettleibigkeit, einem bedeutenden Problem unserer Zeit. Wenn der Magen überlastet wird, muss zudem der Blutfluss verstärkt in Richtung Magen und Darm gelenkt werden.
Da die zum Herzen fließende Blutmenge abnimmt, muss das Herz bei seiner Arbeit einen erheblichen Mehraufwand leisten. Dies kann zu schwerwiegenden Problemen wie Herzinfarkten, Bluthochdruckattacken und Schlaganfällen führen. Prof. Dr. Sinan Dağdelen betont, dass man sich nicht an den Tisch setzen sollte, ohne hungrig zu sein, sich angewöhnen sollte, häufig und in Intervallen zu essen, und den Tisch verlassen sollte, bevor man vollständig gesättigt ist.
Mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag sind ein Muss
Wasser, das für unseren Körper lebenswichtig ist, spielt auch eine entscheidende Rolle für unser Herz. Eine ausreichende Wasseraufnahme verhindert, dass das Blut eindickt, und sorgt dafür, dass es flüssiger bleibt. Dadurch wird die Blutzirkulation im Körper erleichtert und das Herz kann seine Pumpfunktion mit weniger Kraftaufwand erfüllen.
Da unser Herz weniger Energie verbraucht, wird es vor Überlastung geschützt. Ausreichendes Wassertrinken senkt zudem die Natriumkonzentration im Blut, schont die Nieren und verringert das Risiko einer Herzinsuffizienz. Machen Sie es sich daher zur Gewohnheit, für Ihre Herzgesundheit täglich mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken. Sollten Sie jedoch an einer Nierenerkrankung leiden, müssen Sie die von Ihrem Arzt empfohlene Wassermenge trinken, da eine Flüssigkeitsbeschränkung erforderlich sein kann.
Tägliches Gehen von 30 bis 40 Minuten ist sehr wichtig
Regelmäßige Bewegung wirkt sich nicht nur positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, sondern beeinflusst auch kardiale Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Blutdruck, Lipidprofil, Glukosetoleranz und Thrombose günstig. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßige und korrekt ausgeführte körperliche Betätigung das Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 23 Prozent senkt. Sofern Ihr Arzt nichts anderes empfiehlt, sollten Sie sich zur Förderung Ihrer Herzgesundheit angewöhnen, täglich mindestens 30 bis 40 Minuten zügig auf flachem Untergrund zu gehen.
Gewöhnen Sie sich eine gesunde Ernährung an
Für Ihre Herzgesundheit ist es von lebenswichtiger Bedeutung, sich eine richtige und ausreichende Ernährungsweise anzueignen. Da Fettleibigkeit das Risiko für einen Anstieg gesättigter Fette, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Arteriosklerose erhöht, sollten Sie den Konsum von Mehl und Mehlprodukten sowie Zucker und dessen Derivaten einschränken. Zudem sollten Sie unbedingt auf stark fetthaltige, stärkehaltige und übermäßig salzige Lebensmittel verzichten.
Der Kardiologe Prof. Dr. Sinan Dağdelen weist darauf hin, dass man aufgrund der positiven Wirkung auf die Gefäßwandzellen und der Verringerung des Risikos für Gefäßverschlüsse bevorzugt Lebensmittel wählen sollte, die reich an ungesättigten Fettsäuren wie Omega-Fettsäuren sind. Er erklärt: „Aus diesem Grund sollte als Fleischprodukt vermehrt Fisch konsumiert werden, da dieser reich an Omega-Fettsäuren ist. Zudem sollten pflanzliche Öle nur begrenzt verwendet und der Verzehr von frischem Gemüse und Hülsenfrüchten gesteigert werden.“
Achtung vor dem metabolischen Syndrom
Eines der bedeutendsten Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellt in den letzten Jahren eine Gruppe von Krankheiten dar, deren Häufigkeit stetig zunimmt und die als „metabolisches Syndrom“ bezeichnet wird. Dazu gehören Diabetes oder Insulinresistenz, Bluthochdruck, ein niedriger HDL-Cholesterinspiegel (gutes Cholesterin), erhöhte Triglyzeridwerte (Blutfettwerte) sowie Übergewicht. Wenn drei oder mehr dieser Probleme gleichzeitig auftreten, wird die Diagnose „metabolisches Syndrom“ gestellt. Vernachlässigen Sie daher nicht Ihre Untersuchungen zu Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und Triglyzeriden.
Verwenden Sie Nahrungsergänzungsmittel nicht willkürlich!
Nehmen Sie ohne ärztliche Empfehlung keine Vitamin- oder Mineralstoffpräparate in der Annahme ein, dass diese „gut für die Herzgesundheit“ seien. Der Kardiologe Prof. Dr. Sinan Dağdelen warnt: „Alle in diesen Präparaten verwendeten Substanzen durchlaufen chemische Prozesse und können mitunter der Herz- und Gefäßgesundheit schaden. Internationale Studien haben keineswegs bewiesen, dass solche Nahrungsergänzungsmittel das Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkte verhindern oder verringern; sie werden daher auch nicht empfohlen.“
Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein
Der Kardiologe Prof. Dr. Sinan Dağdelen warnt davor, dass Herz- und Blutdruckmedikamente unbedingt regelmäßig und genau nach den Empfehlungen des Arztes eingenommen werden müssen. Er erklärt: „Sollten Probleme wie ein Anstieg oder Abfall des Blutdrucks oder des Pulses auftreten, muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um die Dosierung der Medikamente anzupassen. Insbesondere bei der Einnahme von Blutdrucksenkern, Diuretika oder Blutverdünnern sollten die vom Arzt in bestimmten Abständen empfohlenen Untersuchungen unbedingt durchgeführt werden.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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