Europa versinkt in Dunkelheit! Ist die Türkei davon betroffen?
Stromausfälle in weiten Teilen Europas haben das öffentliche Leben in Spanien, Belgien, Frankreich, Andorra und Portugal nahezu zum Stillstand gebracht. Während in Spanien aufgrund der Probleme in den Stromnetzen der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, wurde bekannt gegeben, dass die Türkei durch das URUK-System von ASELSAN vor möglichen Auswirkungen geschützt ist.
Ein großflächiger Stromausfall in Europa hat das Leben in Spanien, Belgien, Frankreich, Andorra und Portugal zum Stillstand gebracht. Die Ausfälle, die in Spanien und Portugal begannen, breiteten sich in kurzer Zeit auf die Iberische Halbinsel aus. Der massive Stromausfall wirkte sich neben Spanien und Portugal auch auf Andorra, Frankreich und Belgien aus.
Das spanische Innenministerium gab bekannt, dass im ganzen Land der Ausnahmezustand ausgerufen wurde und 30.000 Polizisten zur Verstärkung der Sicherheit eingesetzt wurden.
In Madrid wurde eines der vier Hochhäuser, in denen sich die britische Botschaft befindet, evakuiert. Lokale Radiosender berichteten, dass Menschen in steckengebliebenen U-Bahn-Waggons und Aufzügen festsaßen. Der spanische Stromnetzbetreiber Red Electrica Espanola (REE) erklärte, die Ursache des Ausfalls sei noch unklar.
Die Behörden teilten mit, dass auch die Möglichkeit eines Cyberangriffs geprüft werde. Der CEO von Red Electrica, Eduardo Prieto, sagte: „Die Behebung des Problems könnte 5 bis 10 Stunden dauern.“ In Madrid wurden zudem Autobahnen und Tunnel gesperrt.
„SELTENES METEOROLOGISCHES EREIGNIS“
Aus Portugal wurde gemeldet, dass es landesweit zu Stromausfällen gekommen sei. Die portugiesische Polizei berichtete, dass Ampelanlagen im ganzen Land betroffen seien, U-Bahnen in Lissabon und Porto eingestellt wurden und Züge nicht verkehrten.
In einer Erklärung des Stromnetzbetreibers E-Redes hieß es, der Ausfall sei auf „ein Problem im europäischen Stromnetz“ zurückzuführen.
Der portugiesische nationale Stromnetzbetreiber REN (Rede Elétrica Nacional) erklärte zur Ursache der großflächigen Stromausfälle im Land: „Selten auftretende Wetterereignisse haben den Ausfall verursacht. Plötzliche und heftige meteorologische Veränderungen im Landesinneren Spaniens könnten zu anormalen Schwankungen geführt haben, die als ‚atmosphärische Schwingungen‘ in den 400-kV-Hochspannungsleitungen bezeichnet werden.
Wir ziehen auch den Brand am Berg Alaric im Südwesten Frankreichs, der die Hochspannungsleitung zwischen Perpignan und der östlich gelegenen Stadt Narbonne beschädigt hat, als mögliche Ursache in Betracht. Eine vollständige Normalisierung könnte eine Woche dauern.“
REN äußerte zudem die Vermutung, dass der Ausfall auch vom spanischen Stromnetz ausgegangen sein könnte.
SYSTEME LAHMGELEGT
Dem Bericht der Türkiye Gazetesi zufolge forderten portugiesische Fluggesellschaften Passagiere dazu auf, nicht zu den Flughäfen zu kommen. In Lissabon konnten keine Kartenzahlungen getätigt werden, was zu langen Warteschlangen an Bargeldkassen führte. Auch Bürger in einigen Regionen Frankreichs an der Grenze zu Andorra und Spanien waren von den Ausfällen betroffen.
Weitere Ausfälle wurden bis nach Belgien gemeldet. Der portugiesische Premierminister Luis Montenegro erklärte, es gebe keine Anzeichen für einen Cyberangriff bei dem Stromausfall, der das Land betraf. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez erklärte, die Ursache der Stromausfälle sei noch unbekannt.
ERKLÄRUNG DES EUROPÄISCHEN RATES ZU CYBERANGRIFFEN
Der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, stellte fest, dass es nach ersten Untersuchungen keine Anzeichen dafür gebe, dass der Stromausfall durch einen Cyberangriff verursacht wurde.
Costa teilte mit, dass er mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez und dem portugiesischen Premierminister Luis Montenegro in Kontakt stehe und die Netzbetreiber in beiden Ländern daran arbeiteten, „die Ursache zu finden und die Stromversorgung wiederherzustellen“.
WIRD DIE TÜRKEI BETROFFEN SEIN? DAS URUK-SYSTEM SCHÜTZT
Es wird darauf hingewiesen, dass das türkische Stromnetz (verbundene Netze) kein Risiko darstellt, da es keine Verbindung zu den europäischen Leitungen hat.
Während die Möglichkeit eines Cyberangriffs diskutiert wird, hat die Türkei mit dem URUK-System bereits vor langer Zeit Vorkehrungen getroffen. Mit dem von ASELSAN entwickelten URUK werden Daten aus vielen Bereichen wie Transport, Verkehr, Sicherheit, Energie, Infrastruktur, Umwelt und Gesundheit in einem einzigen Zentrum gesammelt und verarbeitet.
Auf diese Weise werden sowohl Städte vor Cyberangriffen geschützt als auch datengestützte strategische Planungen ermöglicht.
Nachrichtenquelle : 12punto
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