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Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Gaza, das seit einem Jahr ununterbrochen von Israel angegriffen wird, hat sich durch einen Völkermord, bei dem Frauen, Kinder und ältere Menschen ins Visier genommen wurden, in eine Geisterstadt verwandelt. Während die Infrastruktur vollständig zerstört wurde, haben seit dem 7. Oktober 2023 zehntausende Menschen ihr Leben verloren. Die Bilanz der schrecklichen Massaker ist herzzerreißend.

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Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Der Gazastreifen, den Israel seit einem Jahr ununterbrochen bombardiert, verwandelt sich von Tag zu Tag in eine Geisterstadt. Bei den seit dem 7. Oktober 2023 andauernden Angriffen kamen Tausende Unschuldige ums Leben, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen. Während die Infrastruktur vollständig zerstört wurde, gerieten auch grundlegende Lebensbereiche wie Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser ins Visier. Die Angriffe erschweren das Leben der vertriebenen Familien zusätzlich und haben die Tür zu einer humanitären Krise weit aufgestoßen.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Die Gewalt der israelischen Armee und die Unterstützung durch die USA bei den Angriffen in Gaza, die das Ausmaß eines Völkermords erreicht haben, erschüttern die internationale Öffentlichkeit zutiefst. Die 11 großen Massaker im Gazastreifen haben unauslöschliche Spuren im Gedächtnis hinterlassen.

Die durch die Angriffe verursachte Zerstörung führt nicht nur zu physischen, sondern auch zu psychischen Traumata und verdunkelt die Zukunft der Menschen in der Region. Ein Überleben in Gaza ist mittlerweile nahezu unmöglich geworden.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

17 TAUSEND KINDER UND 41 TAUSEND 870 MENSCHEN SIND UMS LEBEN GEKOMMEN

Nach den am 30. September vom Medienbüro der Regierung in Gaza veröffentlichten Daten hat die israelische Armee in diesem einen Jahr etwa „3.650 Massaker“ verübt.

Bei diesen Massakern kamen 41.870 Menschen ums Leben, darunter etwa 17.000 Kinder, 11.378 Frauen und 13.000 Männer, während 97.166 Menschen verletzt wurden.

Die Leichen von 10.000 Menschen, die unter den Trümmern liegen oder als vermisst gelten, konnten bisher nicht geborgen werden. Demnach machen Kinder 42 Prozent, Frauen 27 Prozent und Männer 31 Prozent der Todesopfer aus.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

171 NEUGEBORENE BABYS GESTORBEN

Den schwersten Preis für die israelischen Angriffe zahlten die Kinder. 171 Babys, die während der Angriffe geboren wurden, starben, ohne auch nur eine Chance zum Leben zu haben. 710 Babys, die noch nicht einmal ein Jahr alt waren, verloren bei den Angriffen ebenfalls ihr Leben. Es wurden sogar Föten aus den Trümmern geborgen.

25.973 Kinder haben ihre Mutter, ihren Vater oder beide Elternteile verloren. In 7 Massengräbern, die in Krankenhäusern entdeckt wurden, konnten die leblosen Körper von 520 Palästinensern geborgen werden.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

FAMILIEN AUS DEM MELDEREGISTER GELÖSCHT

Während bei den Angriffen Israels ganze Familien ausgelöscht wurden, überlebten bei Tausenden anderen nur ein oder zwei Mitglieder.

Laut einer schriftlichen Erklärung des Medienbüros vom 2. Oktober wurden während des seit einem Jahr andauernden Völkermords 902 Familien vollständig aus dem Melderegister gelöscht, da alle ihre Mitglieder ums Leben kamen. Von 1364 Familien überlebte nur ein Mitglied, während bei 3472 Familien nur zwei Mitglieder überlebten. Hunger, Blockaden und der Mangel an Medikamenten wurden als eine Art „Waffe“ eingesetzt.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Israel, das die Grenzübergänge zum Gazastreifen seit fünf Monaten geschlossen hält und eine strikte Blockade durchsetzt, setzt Hunger, Unterernährung und den Mangel an Medikamenten als Waffen gegen die überlebenden Palästinenser ein.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

HUNGER UND UNTERERNÄHRUNG

Innerhalb eines Jahres sind 36 Palästinenser, die meisten davon Kinder, aufgrund von Hunger und Unterernährung gestorben.

3.500 Kinder sind aufgrund von Unterernährung vom Tod bedroht.

71.338 Menschen erkrankten aufgrund der ständigen Vertreibung und Flucht an Hepatitis, 1.737.524 Menschen an verschiedenen Infektionskrankheiten. 10.000 Krebspatienten sind im Gazastreifen aufgrund fehlender Behandlungsmöglichkeiten jederzeit vom Tod bedroht. Zudem besteht für 12.000 bei den Angriffen verletzte Palästinenser sowie 3.000 weitere Patienten die Notwendigkeit einer medizinischen Behandlung außerhalb des Gazastreifens.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

DAS GESUNDHEITSSYSTEM IM VISIER

Die israelische Armee hat unter Missachtung des Völkerrechts gezielt Krankenhäuser und medizinisches Personal angegriffen. Damit wurden Patienten und bei den Angriffen verletzten Palästinensern die Behandlungsmöglichkeiten entzogen. Aufgrund der Angriffe sind 34 Krankenhäuser und 80 Gesundheitszentren außer Betrieb, 162 Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt und 131 Krankenwagen wurden unbrauchbar gemacht. 986 medizinische Fachkräfte kamen ums Leben, 310 wurden festgenommen.

Einige der von Israel festgenommenen Ärzte starben infolge von Folter in israelischen Gefängnissen. Zu ihnen zählten Adnan al-Bursh, einer der renommiertesten orthopädischen Chirurgen der Region, sowie der Gynäkologe Iyad al-Rantisi.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

UNIVERSITÄTEN DEM ERDBODEN GLEICHGEMACHT

Einer der bedeutendsten Aspekte des von Israel fortgeführten Völkermords ist der „Bildungs-Genozid“, der gegen das Bildungssystem verübt wurde.

Israel hat gezielt Schulen und Universitäten im Gazastreifen zerstört und damit eine ganze Generation ihrer Bildung beraubt. Palästinensischen Daten zufolge gab es vor dem 7. Oktober 2023 im Gazastreifen 17 Universitäten und Hochschulen sowie 796 Schulen, an denen 800.000 Schüler unterrichtet wurden.

Die israelische Armee hat durch ihre Angriffe 125 dieser Schulen vollständig und 337 teilweise zerstört. Damit wurden 93 Prozent der Schulgebäude entweder vollständig oder teilweise dem Erdboden gleichgemacht.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Nach Angaben des Medienbüros wurden infolge der israelischen Angriffe im Gazastreifen 11.500 Schüler im Grund- und Sekundarschulalter, 750 Lehrer und im Bildungsbereich tätige Personen sowie 115 Universitätsprofessoren und Akademiker getötet.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

85.000 TON SPRENGSTOFF IN EINEM JAHR AUF GAZA

Israel hat innerhalb eines Jahres 85.000 Tonnen Sprengstoff eingesetzt und in Gaza kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Bei diesen Angriffen wurden neben Wohnhäusern, Regierungsgebäuden und historischen Stätten auch die Strom- und Wasserversorgung zerstört und unbrauchbar gemacht.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Nach Angaben des Medienbüros wurden 611 Moscheen vollständig und 214 Moscheen teilweise zerstört; zudem wurden 150.000 Wohnhäuser vollständig und 200.000 Wohnhäuser teilweise zerstört, während 80.000 Wohnhäuser unbewohnbar wurden.

Auch 201 öffentliche Gebäude, 206 historische Stätten und Denkmäler sowie 3 Kirchen wurden Ziel israelischer Angriffe. 36 Sportanlagen und Stadien sowie 700 Wasserbrunnen sind außer Betrieb.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

Das Ministerium für Stiftungen und religiöse Angelegenheiten in Gaza erklärte am 5. Oktober, dass 79 Prozent der 1245 Moscheen im gesamten Gazastreifen zerstört wurden. Zudem seien 19 von 60 Friedhöfen gezielt und systematisch angegriffen worden; dabei seien Gräber geschändet, Dutzende Leichen entwendet und die körperliche Unversehrtheit der Verstorbenen verletzt worden.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass 238 Mitarbeiter des Ministeriums von der israelischen Armee getötet und 19 weitere festgenommen wurden. Was die Infrastruktur betrifft, so wurden 3.130 Kilometer Stromnetz, 330.000 Meter Wasserleitungen, 655.000 Meter Kanalisationsnetz sowie ein Straßennetz von 2.835.000 Metern zerstört.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sagte am 3. Oktober in seiner Rede auf dem Gipfeltreffen des Asiatischen Kooperationsdialogs (ACD), das unter dem Titel "Sportdiplomatie" in Doha, der Hauptstadt von Katar, stattfand, dass die israelische Armee im Zuge ihres "brutalen Völkermordkrieges mehr als 90 Prozent der Infrastruktur im Gazastreifen, einschließlich der Sportanlagen, vernichtet hat".

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

1- MASSAKER IN AL-MAWASI - CHAN YUNIS

Die israelische Armee startete am 10. September einen Großangriff auf die Region Al-Mawasi in der Stadt Chan Yunis im südlichen Gazastreifen.

Bei dem Angriff kamen 40 Palästinenser ums Leben, 60 weitere wurden verletzt.

Das Massaker ereignete sich in einem Gebiet, das die israelische Armee zuvor als „sicher“ eingestuft hatte. Israel hatte zuvor Vertriebene dorthin verwiesen.

DUTZENDE ZIVILISTEN UNTER SAND BEGRABEN

Nach Angaben von Ismail al-Thawabta, dem Leiter des Medienbüros der Regierung in Gaza, führte dieses Massaker dazu, dass Dutzende Zivilisten unter Sandmassen begraben wurden.

Vertriebene Palästinenser berichteten, dass die Gebiete, in denen sich die Zelte befanden, durch die massiven, tiefen Krater, die bei der Bombardierung entstanden waren, augenblicklich zu einem Massengrab wurden, in dem Menschen verschüttet wurden.

Nach dem Angriff erklärte die Euro-Med Human Rights Monitor, dass die USA „mitschuldig“ an dem Massaker seien, das die israelische Armee mit ihren zerstörerischen Waffen verübt habe.

In der Erklärung von Euro-Med hieß es: „Vorläufige Untersuchungen zeigen, dass israelische Kampfflugzeuge am Dienstag, dem 10. September, nach Mitternacht drei in den USA hergestellte MK-84-Bomben auf die Zelte vertriebener Personen in der Region Al-Mawasi in Chan Yunis abwarfen, während diese schliefen. Durch die drei Krater, die mehrere Meter tief und breit waren, wurden etwa 20 Zelte mitsamt den darin befindlichen Familien begraben.“

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

2- MASSAKER AN DER AL-TABIIN-SCHULE - GAZA

Israelische Kampfflugzeuge verübten am 10. August ein weiteres großes Massaker.

Die Armee führte den blutigen Angriff auf die Al-Tabiin-Schule im Stadtviertel ad-Daradsch im Osten von Gaza aus, in der vertriebene Zivilisten Zuflucht gesucht hatten, während die Palästinenser dort das Morgengebet verrichteten.

Bei dem Angriff auf die Schule, in der Tausende Menschen Schutz gesucht hatten, wurden mindestens 100 Menschen getötet, darunter Kinder und Frauen, und Dutzende weitere wurden verletzt.

Die israelische Armee behauptete damals, bei dem Angriff auf die Schule 19 Mitglieder der Hamas und des Islamischen Dschihad getötet zu haben, und veröffentlichte eine Liste mit den Namen der Mitglieder beider Bewegungen; die palästinensischen Gruppen wiesen diese Behauptungen jedoch zurück.

Rami Abdo, Vorsitzender von Euro-Med, erklärte hingegen: „Die von der israelischen Armee veröffentlichte Liste enthält Personen, die bereits bei früheren Angriffen getötet wurden, sowie Zivilisten, die der Hamas kritisch gegenüberstanden.“

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

3- MASSAKER IN AL-MAWASI - CHAN YUNIS

Die israelische Armee verübte am 13. Juli einen schrecklichen Angriff auf das Gebiet Al-Mawasi in der Stadt Chan Yunis im Gazastreifen, einem Ort, an den geflüchtete Palästinenser Zuflucht gesucht hatten und der zuvor zur "Sicherheitszone" erklärt worden war.

Bei dem Angriff wurden mindestens 90 Menschen getötet, darunter überwiegend Kinder und Frauen, und 300 weitere wurden verletzt.

Israelische Medien behaupteten, der Angriff habe Mohammed Deif, den Oberbefehlshaber der Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, des militärischen Flügels der Hamas, gegolten. Die Hamas dementierte jedoch noch am selben Tag, dass ein Attentat auf Deif verübt worden sei.

In einer damaligen Stellungnahme der Hamas hieß es: "Dies ist nicht das erste Mal, dass Israel behauptet, palästinensische Anführer ins Visier zu nehmen, was sich später als Lüge herausstellte. Diese haltlosen Behauptungen dienen lediglich dazu, das Ausmaß des schrecklichen Massakers zu vertuschen."

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

4- FLÜCHTLINGSLAGER NUSEIRAT - DEIR AL-BALAH

Bei dem Massaker, das die israelische Armee am 8. Juni im Flüchtlingslager Nuseirat in der Stadt Deir al-Balah verübte, verkleideten sich israelische Soldaten als Palästinenser und nutzten zwei zivile Fahrzeuge.

Bei dem blutigen Massaker, bei dem die israelische Armee die Rettung von vier israelischen Geiseln bekannt gab und das zum Tod hunderter Palästinenser führte, kamen 274 Palästinenser ums Leben, darunter 64 Kinder und 57 Frauen.

Bei dem Angriff wurden 698 Palästinenser verletzt, darunter 153 Kinder und 161 Frauen.

Ismail al-Thawabta, Direktor des Medienbüros der Regierung in Gaza, wies auf das Ausmaß des israelischen Angriffs hin und erklärte: "Die Besatzungsarmee bombardierte während des Nuseirat-Massakers 89 Häuser, in denen sich Menschen befanden, sowie ein Gebäude."

Die israelische Armee gab bekannt, dass sie Angriffe auf verschiedene Punkte im zentralen Teil des Gazastreifens durchgeführt habe und insgesamt vier israelische Geiseln in zwei verschiedenen Gebieten lebend gerettet worden seien.

Die Al-Qassam-Brigaden hingegen teilten mit, dass "die Bombardierung zum Tod und zur Verletzung hunderter Palästinenser sowie zum Tod von drei israelischen Geiseln geführt habe."

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

5- MASSAKER VON RAFAH (ZELTBRAND)

Bei einem Angriff der israelischen Armee am 26. Mai auf Zelte vertriebener Palästinenser in der Stadt Rafah im Gazastreifen – einem Gebiet, für das der Internationale Gerichtshof (IGH) zuvor einen Stopp der Angriffe angeordnet hatte – kamen 45 Palästinenser ums Leben.

Die israelische Armee versuchte später, sich in einer Erklärung ihres Sprechers Daniel Hagari der Verantwortung für das Massaker zu entziehen, und behauptete: "Entgegen den vorliegenden Berichten hat die Armee das humanitäre Hilfsgebiet in Rafah nicht angegriffen."

In einer Stellungnahme der Hamas hieß es hingegen: "Der zionistische Feind setzt seine Angriffe auf die Zelte vertriebener Menschen im Westen von Rafah fort und verübt ein neues Massaker, das Dutzende Märtyrer und Verletzte gefordert hat."

Augenzeugen gaben an, dass israelische Kampfflugzeuge das Lager mit mindestens acht Raketen angegriffen hätten.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, betonte, dass die ihnen vorliegenden Berichte auf zahlreiche Explosionen und ausgebrochene Brände hindeuten, und wies darauf hin, dass das Gebiet Menschen beherbergte, die aus dem Norden des Gazastreifens vertrieben worden waren.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

6- MASSAKER IM AL-SHIFA-KRANKENHAUS

Während einer zweiwöchigen Belagerung des Al-Shifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt zwischen dem 8. März und dem 1. April 2024 töteten israelische Streitkräfte 400 Palästinenser innerhalb und in der Umgebung des Krankenhauses.

Innerhalb des Krankenhauskomplexes, aus dem sich die israelische Armee nach ihren Angriffen zurückzog, wurden drei Massengräber entdeckt.

Die israelische Armee behauptete, nach Abschluss der Operation 200 „Terroristen“ getötet und 500 Personen festgenommen zu haben, die den Bewegungen „Hamas“ und „Islamischer Dschihad“ angehören sollen.

Laut Hamas hingegen war der anhaltende Angriff Israels auf das Al-Shifa-Krankenhaus und dessen Umgebung ein Versuch, das eigene „Scheitern“ beim Erreichen militärischer Ziele zu vertuschen.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

7 - DAS MASSAKER AN DER NABULSI-KREUZUNG

Am 29. Februar 2024 griff die israelische Armee Palästinenser an, die südlich der Stadt Gaza an der Nabulsi-Kreuzung auf der Raschid-Straße, die den Gazastreifen von Norden nach Süden verbindet, auf humanitäre Hilfe warteten, indem sie diese bombardierte und das Feuer auf sie eröffnete.

Bei dem Massaker, das auch als „Mehl-Massaker“ bekannt ist, tötete die israelische Armee 118 Menschen und verletzte 760 weitere.

Die Regierung in Gaza betonte, dass der Angriff Israels auf die auf humanitäre Hilfe Wartenden „vorsätzlich und geplant“ gewesen sei, und erklärte: „Die Besatzungsarmee wusste, dass diese Menschen in das Gebiet gekommen waren, um humanitäre Hilfe zu erhalten, tötete sie jedoch kaltblütig.“

Palästinenser, die aufgrund der gegen sie verhängten Belagerung in diesem Gebiet unter schwerem Hunger litten und einen Mangel an Mehl und Lebensmitteln erlebten, warteten dort auf Hilfe, um den von israelischen Streitkräften westlich der Stadt Gaza errichteten Kontrollpunkt zu passieren.

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

8 - MASSAKER AN DER AL-FAKHOURA-SCHULE

Am 18. November 2023 bombardierte die israelische Armee die Al-Fakhoura-Schule im Flüchtlingslager Dschabaliya im Norden des Gazastreifens, die vom UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) betrieben wurde und in der zahlreiche Menschen Zuflucht gesucht hatten.

Es wurde berichtet, dass bei dem israelischen Angriff mehr als 200 Menschen getötet oder verletzt wurden und dass es große Schwierigkeiten gab, die Leichen aus den Fluren der Schule zu bergen.

Die Palästinenser im Gazastreifen suchten Schutz in Schulen, von denen sie annahmen, dass sie nach internationalem humanitärem Recht geschützt seien, doch die israelischen Bomben trafen sie auch dort. In einer Erklärung der Hamas nach dem Angriff hieß es: „Wir werden die Besatzungsmacht für dieses Massaker zur Rechenschaft ziehen.“

Gaza ein Jahr später: Eine durch israelische Bomben zerstörte Stadt und herzzerreißende Wahrheiten

9 – MASSAKER VON DSCHABALIYA

Israelische Kampfflugzeuge zielten am 31. Oktober 2023 auf ein dicht besiedeltes Wohngebiet im Flüchtlingslager Dschabaliya im Norden des Gazastreifens und töteten sowie verletzten dabei tausend Palästinenser, darunter überwiegend Kinder und Frauen.

Die israelische Armee räumte ein, einen „groß angelegten“ Angriff auf das Flüchtlingslager Dschabaliya durchgeführt zu haben. Die Armee behauptete, ein Attentat auf Ibrahim al-Biyari, den Kommandeur des Dschabaliya-Bataillons der Al-Qassam-Brigaden, verübt zu haben, doch Al-Biyari wies dies zurück.

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10 - MASSAKER AN DER ST.-PORPHYRIUS-KIRCHE

Hunderte Christen und Muslime, die aufgrund der israelischen Angriffe vertrieben wurden, suchten Zuflucht in der griechisch-orthodoxen St.-Porphyrius-Kirche in Gaza, deren Baugeschichte bis ins Jahr 425 zurückreicht.

Am 20. Oktober 2023 nahm die israelische Armee die griechisch-orthodoxe St.-Porphyrius-Kirche in einem blutigen Angriff ins Visier.

Bei dem Angriff auf die Kirche, die sich in der Nähe des am 17. Oktober von Israel bombardierten Al-Ahli-Baptisten-Krankenhauses befindet, kamen 20 Menschen ums Leben, darunter 18 christliche Bewohner Gazas.

Während die israelische Armee damals behauptete, ihre Flugzeuge hätten ein Hamas-Kommando- und Kontrollzentrum im Stadtteil Zeitoun in der Nähe der griechisch-orthodoxen St.-Porphyrius-Kirche bombardiert, erklärte das Medienbüro der Regierung in Gaza, dass die Armee die Kirche bombardiert habe, in der Dutzende christliche Familien Schutz gesucht hatten.

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11 – DAS MASSAKER IM AL-AHLI-BAPTISTEN-KRANKENHAUS

Israelische Kampfflugzeuge bombardierten am 17. Oktober 2023 den Innenhof des Al-Ahli-Baptisten-Krankenhauses in Gaza-Stadt und töteten dabei mehr als 500 Palästinenser, bei denen es sich größtenteils um Frauen und Kinder handelte.

Während die Überlebenden des Massakers erklärten, sie hätten einen „echten Holocaust“ erlebt, behauptete der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu damals, „palästinensische Gruppen seien für die Bombardierung des Krankenhauses verantwortlich“; Hamas und der Islamische Dschihad wiesen diese Anschuldigungen zurück.

Die Bombardierung des Krankenhauses löste in vielen Ländern heftige Proteste und Verurteilungen aus, begleitet von Vorwürfen, die internationale Gemeinschaft habe sich mit Israel verschworen.

Bei den Angriffen Israels auf den Gazastreifen seit dem 7. Oktober wurden 41.802 Palästinenser getötet, darunter etwa 17.000 Kinder und 11.378 Frauen; 96.844 Menschen wurden verletzt.

Es wird berichtet, dass sich immer noch Tausende Tote unter den Trümmern befinden, während die zivile Infrastruktur durch gezielte Angriffe auf Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen, in denen die Bevölkerung Zuflucht sucht, zerstört wird.

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Nachrichtenquelle : Gamze Tamer

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