Neuer Kontenboom bei Banken! „Willkommenszinsen“ füllen die Taschen
Die Erwartung sinkender Zinsen hat Investoren in Bewegung versetzt. Die von Banken angebotenen hohen „Willkommenszinsen“ sind auf ein Niveau von 53 bis 55 Prozent gestiegen. Dies hat dazu geführt, dass Anleger mit Bargeldbeständen ihr Geld zu anderen Banken verlagern und vermehrt neue Kundenkonten eröffnen.
Die jüngste Erwartung sinkender Zinsen hat Investoren mit Bargeldbeständen in Bewegung versetzt. Während die von Banken angebotenen „Willkommenszinsen“ auf ein Niveau von 53-55 Prozent gestiegen sind, verlagern Anleger ihr Geld zu verschiedenen Banken, um die höchstmögliche Rendite zu erzielen.
Diese Situation hat zu einem deutlichen Anstieg bei der Eröffnung neuer Kundenkonten geführt; die täglichen Neueröffnungen stiegen von 3-4 auf 10 an. Die Bemühungen der Wirtschaftsführung zur Inflationsbekämpfung und der Rückgang der Inflation laut TÜİK-Daten verstärken die Erwartungen an Zinssenkungen an den Märkten.
Banker betonen jedoch, dass diese hohen Sätze nicht nachhaltig seien.
DESINFLATIONSPROZESS SCHÜRT ERWARTUNGEN
Während die Wirtschaftsführung den Kampf gegen die Inflation fortsetzt, ist an den Märkten die Erwartung entstanden, dass gegen Jahresende sowohl die Inflation als auch die Zinsen sinken werden. Nach den vom TÜİK veröffentlichten Daten lag die jährliche Inflationsrate im September 2024 bei 49,38 Prozent. Das türkische mittelfristige Programm (OVP) sieht vor, dass die Inflation bis Ende 2024 auf 41,5 Prozent und im Jahr 2025 auf 17,5 Prozent sinken soll.
Obwohl es im Vergleich zu früheren Prognosen Aufwärtskorrekturen gab, ist ein rückläufiger Trend bei der Inflation erkennbar.
Die Inflation, die im September 2022 bei 83,45 Prozent lag, fiel 2023 auf 61,53 Prozent und 2024 auf 49,38 Prozent. Gleichzeitig hat die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) bei ihrer sechsten Sitzung im September 2024 den Leitzins bei 50 Prozent belassen und damit seit März 2024 auf weitere Zinserhöhungen verzichtet. Diese Entwicklungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit und die Erwartungen für Zinssenkungen.
BARGELDBESITZER AUF DER SUCHE NACH CHANCEN
Die Erwartung sinkender Zinsen hat Investoren mit Bargeld mobilisiert. Der sich gegen Jahresende verschärfende Wettbewerb der Banken um Einlagen und die steigenden Zinssätze führen dazu, dass Einleger ihr Geld zu anderen Banken transferieren, um die besten Konditionen zu sichern. Zusammen mit den von den Banken angebotenen „Willkommenszinsen“ kletterten die Zinsen auf das Niveau von 53-55 Prozent, was bei Verbrauchern die Sorge auslöste, hohe Renditen zu verpassen.
ANSTIEG BEI NEUEN KUNDENKONTEN
Nach Informationen aus dem Bankensektor ist die Rate der Neueröffnungen von Kundenkonten aufgrund der gestiegenen Zinsen in letzter Zeit angestiegen. Während zuvor täglich 3-4 neue Kundenkonten eröffnet wurden, ist diese Zahl derzeit auf etwa 10 gestiegen.
Es ist bemerkenswert, dass die Einlagenzinsen bei 50-55 Prozent liegen, doch Banker weisen darauf hin, dass diese hohen Sätze langfristig nicht nachhaltig sind. Zudem sollte die auf Einlagenzinsen erhobene Steuer von 7,5 Prozent nicht außer Acht gelassen werden.
Nachrichtenquelle : 12punto
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