Schmerzhafte Nachricht für die aus den Trümmern gerettete Dilara: Man wartete, bis sie von der Intensivstation kam
Nach der Katastrophe, die sich am 29. Oktober im Bezirk Gebze in Kocaeli ereignete, hält das angespannte Warten an. Während Wissenschaftler den Boden meterweit unter der Oberfläche mittels „seismischer Reflexion“ und „Tomographie“ untersuchen, wurde berichtet, dass der 18-jährigen Dilara, die lebend aus den Trümmern gerettet wurde, die Nachricht vom Verlust ihrer vierköpfigen Familie in Begleitung von Psychologen überbracht wurde, nachdem sie von der Intensivstation verlegt worden war.
Während die Untersuchungen zur Boden- und Gebäudesicherheit in der Region nach der Katastrophe andauern, waren drei Tage später Risse in den Säulen des fünfstöckigen Gebäudes in der İbrahim Ağa Caddesi im Stadtteil Gaziler aufgetreten. Nach dem Vorfall wurden aus Sicherheitsgründen insgesamt 21 Gebäude, 28 Gewerbebetriebe und 79 unabhängige Einheiten geräumt.
SCHMERZHAFTE NACHRICHT ÜBERMITTELT
Es wurde berichtet, dass Dilara Bilir, die heute von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt wurde, in Begleitung von Psychologen darüber informiert wurde, dass sie alle vier Familienmitglieder verloren hat.
Bürger, die zu einigen der geräumten Gebäude im Stadtteil Güzeller in Gebze kamen, holten in Begleitung der Einsatzkräfte ihre dringendsten Habseligkeiten ab und verließen das Gebiet. Diyar Hamitoğulları (23), der angab, dass sein Geschäft seit vier Tagen versiegelt sei, sagte: "Wir haben unser Geschäft innerhalb einer Stunde geräumt. Wir haben unsere Schlüssel abgegeben. Wir haben einen finanziellen Schaden erlitten. Die Situation ist ungewiss. Bis auf Weiteres bleibt dieser Ort geschlossen."
ARBEITEN LAUFEN
Die Untersuchungen durch Teams des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, bei denen mehr als tausend Gebäude überprüft werden, dauern an. Wissenschaftler führen detaillierte Analysen unter Anwendung aller bekannten Techniken durch. Experten der AFAD, des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel sowie Wissenschaftler von Universitäten führen umfassende geophysikalische Arbeiten durch, um sowohl die Ursache des Einsturzes zu ermitteln als auch die Sicherheit der umliegenden Gebäude zu bewerten.
UNTERGRUND WIRD METERWEIT DURCHLEUCHTET
Expertenteams untersuchen den Bereich, in dem sich das eingestürzte Gebäude befand, mit der Methode der "seismischen Reflexion", um den Untergrund meterweit zu durchleuchten. Durch seismische Wellen, die mit einem speziellen Fallgewichtssystem erzeugt werden, werden Schichtunterschiede im Boden, Wasseransammlungen und schwache Bodenbereiche identifiziert. Darüber hinaus wird mit dem System der "Elektrischen Widerstandstomographie (ERT)" ein elektrischer Strom durch Kabel geleitet, die in bestimmten Abständen auf dem Boden ausgelegt werden. Dank dieser Methode werden die Bodenstruktur, Schichtunterschiede und mögliche Hohlräume zentimetergenau abgebildet. Mit den gewonnenen Daten wird eine Bodenkarte der Region erstellt.
Nicht nur der Boden, sondern auch die umliegenden Gebäude werden mit High-Tech-Geräten überwacht. Dank der in den Gebäuden installierten Georadar-Scanner werden mögliche Bewegungen und strukturelle Abweichungen beobachtet. Das System, das in einem 135-Grad-Winkel arbeitet, scannt alle Gebäude und erkennt selbst kleinste Bewegungen, um diese zu melden.
Zudem werden Deformationen, Abweichungen und Bewegungen in der Region mit geodätischen Messgeräten aufgezeichnet. Auf diese Weise wird festgestellt, ob sich die Gebäude bewegen, ob statische Probleme vorliegen und wie sich Veränderungen im Boden auf die Strukturen auswirken.
427 PERSONEN UND 120 FAHRZEUGE IM EINSATZ
Vor Ort sind insgesamt 427 Personen und 120 Fahrzeuge von 27 öffentlichen Institutionen und Organisationen im Einsatz. Zudem werden die Karten der Generaldirektion für Wasserwirtschaft (DSİ) und der Generaldirektion für Bergbauforschung und -exploration (MTA) geprüft. Auf diese Weise werden zahlreiche Parameter und technische Daten zusammengeführt, um einen fundierten Bericht zu erstellen.
SUCHE NACH WASSERBRUNNEN
Darüber hinaus führen Experten von Universitäten Bohrungen durch, um festzustellen, ob sich im Boden des Arslan-Apartments, dessen Trümmer geräumt wurden, Wasserbrunnen befinden. Die Teams der Generaldirektion für Bauwesen des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel messen während dieser Arbeiten mit dem Georadar-Gerät, das in einem 135-Grad-Winkel scannt, die Bewegungen in den Gebäuden.
Es wurde mitgeteilt, dass durch Sensoren, die in den Gebäuden installiert wurden, millimetergenaue Daten gesammelt und Risiken dokumentiert werden.
Nachrichtenquelle : İHA
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