Umfrage zum „Ahmak-Prozess“: Was sagen AKP- und MHP-Anhänger zu einem Politikverbot für İmamoğlu?
Das Meinungsforschungsinstitut Yöneylem Araştırma hat die Stimmung der Bürger bezüglich des „Ahmak-Prozesses“ gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, untersucht. Der Halk-TV-Autor İsmail Saymaz veröffentlichte die Ergebnisse der Umfrage.
In dem Verfahren, das gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, eingeleitet wurde, weil er Mitglieder des Hohen Wahlrats (YSK) als „Ahmak“ (Dummkopf) bezeichnet haben soll, verurteilte das 7. Strafgericht erster Instanz von Istanbul Anadolu İmamoğlu zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, 7 Monaten und 15 Tagen sowie zu einem vierjährigen Politikverbot.
Während sich die Blicke auf das Berufungsgericht richten, teilte der Journalist İsmail Saymaz in seiner Kolumne bei Halk TV die Untersuchung von Yöneylem Araştırma darüber, wie der Prozess gegen İmamoğlu in der Gesellschaft wahrgenommen wird und welche möglichen Folgen er haben könnte.
Saymaz erklärte: „Auch AKP- und MHP-Anhänger sind gegen ein Politikverbot für İmamoğlu.“
Saymaz' Artikel lautet wie folgt:
„61 Prozent der Wähler sehen das verhängte Urteil als eine Entscheidung Erdoğans und der Regierung an.
Dieser Anteil liegt bei den Anhängern der DEM-Partei bei 94,2 Prozent, bei den CHP-Anhängern bei 92 Prozent, bei den Anhängern der İyi-Partei bei 90,5 Prozent und bei den Anhängern der Zafer-Partei bei 82,9 Prozent.
37,1 Prozent gehen davon aus, dass das Urteil bestätigt wird.
'RICHTER WURDE AUSGETAUSCHT, UM DAS URTEIL ZU FÄLLEN'
76,7 Prozent sind der Überzeugung, dass der Richter ausgetauscht wurde, um einen anderen Richter einzusetzen, von dem sicher war, dass er İmamoğlu verurteilen würde.
Unter den Befragten, die dieser Ansicht sind, liegt der Anteil bei den Anhängern von CHP, DEM und Zafer-Partei bei über 90 Prozent, bei der İyi-Partei bei über 80 Prozent, bei der Yeniden-Refah-Partei bei über 70 Prozent und bei der MHP bei über 60 Prozent.
'POLITIKVERBOT IST FALSCH'
74,9 Prozent halten das gegen İmamoğlu verhängte Politikverbot für grundlegend falsch. Dieser Anteil liegt bei den AKP-Anhängern bei 57,9 Prozent und bei den MHP-Anhängern bei 55,6 Prozent.
NICHT RECHTLICH, SONDERN POLITISCH
72 Prozent argumentieren, dass das gegen İmamoğlu verhängte Urteil nicht rechtlicher, sondern politischer Natur sei. 66,3 Prozent sagen, dass der Prozess eröffnet wurde, um İmamoğlus Präsidentschaftskandidatur zu verhindern. Während 65 Prozent angeben, dass der Prozess „eröffnet wurde, um İmamoğlus politisches Leben zu beenden“, sehen 60,2 Prozent ihn als einen ‚Racheprozess‘ an.
77,6 Prozent sagen: „Wenn Erdoğan denselben Ausdruck verwenden würde, würde er keine Strafe erhalten.“
UNRUHE WIRD ZUNEHMEN, WIRTSCHAFT WIRD NEGATIV BEEINFLUSST...
69,5 Prozent erklären, dass das Misstrauen gegenüber Recht und Justiz zunehmen werde, falls das Politikverbot bestätigt wird.
65,1 Prozent glauben, dass die Unruhe in der Gesellschaft zunehmen wird.
55,1 Prozent merken an, dass das Ansehen der Türkei Schaden nehmen werde.
55 Prozent betonen, dass es schwieriger werde, Opposition zu betreiben.
51,5 Prozent argumentieren zudem, dass die Wirtschaft negativ beeinflusst werde.“
Nachrichtenquelle : 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung