Vater eines Opfers der Neugeborenen-Bande spricht! 'Sie nahmen das Geld und am nächsten Tag überbrachten sie die Todesnachricht'
Die Ermittlungen gegen die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, die Säuglinge auf Intensivstationen in vertraglich vereinbarte Krankenhäuser verlegte und so den Tod von 12 Babys verursachte, wurden abgeschlossen. Ein Vater, dessen Kind Opfer der Bande wurde, schilderte seine Erlebnisse. Was der trauernde Vater durchmachte, ist schockierend.
Die Ermittlungen gegen die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, der zwei Ärzte sowie Mitarbeiter der 112-Notrufzentrale angehören und die durch die Verlegung von Notfall-Säuglingen in vertraglich gebundene Krankenhäuser nicht nur unrechtmäßige Gewinne erzielte, sondern auch den Tod von 12 Babys und die Verletzung von 3 weiteren verursachte, sind abgeschlossen.
Den im Rahmen der Ermittlungen festgenommenen Verdächtigen wird unter anderem Betrug zum Nachteil öffentlicher Institutionen und Organisationen, vorsätzliche Beihilfe zu einer kriminellen Vereinigung, fahrlässige Tötung durch Unterlassen, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Urkundenfälschung sowie die rechtswidrige Erlangung oder Verbreitung personenbezogener Daten vorgeworfen.
Für die mutmaßlichen Anführer F.S. und İ.G. wurden jeweils Haftstrafen von bis zu 273 Jahren gefordert, während für die weiteren 45 Verdächtigen aufgrund verschiedener Straftatbestände insgesamt 1775 Jahre Haft beantragt wurden. Die Aussagen der Familien, die ihre Babys verloren haben, prägen die Anklageschrift der Ermittlungen.
"SIE VERLANGTEN GELD, OHNE MIR INFORMATIONEN ÜBER MEINE FRAU ZU GEBEN"
Mehmet Hanifi Kaya, der angab, im November letzten Jahres aufgrund von Blutdruckproblemen seiner im siebten Monat schwangeren Frau ein Privatkrankenhaus in Esenyurt aufgesucht zu haben, schilderte in seiner Aussage, dass sie nach vier Stunden Wartezeit mit der Begründung, es gebe keinen Platz auf der Intensivstation, in ein anderes Privatkrankenhaus in Esenyurt verlegt wurden.
Mehmet Hanifi Kaya, dem mitgeteilt wurde, dass seine Frau Zeynep Kaya per Krankenwagen verlegt und sofort zur Entbindung gebracht worden sei, erklärte, dass man von ihm 8.000 Lira verlangte, als er nach dem Zustand seiner Frau fragte:
"Während ich mich um die Bezahlung kümmerte, entband meine Frau.
Mein Kind blieb 3 Tage auf der Intensivstation. Die ersten 2 Tage sagte eine Person namens Dr. Songül, dass es meinem Baby gut gehe. In dieser Zeit habe ich mein Baby nicht gesehen. Am dritten Tag wurde mir mitgeteilt, dass sich der Zustand meines Babys verschlechtert habe und es anschließend verstorben sei."
"WENN SIE HIERBLEIBEN, WIRD IHR BABY STERBEN"
Der Vater Benedict N. sagte: "Wir gingen wegen Husten und Erkältungssymptomen bei meiner 5 Monate alten Tochter Michelle N. in ein Privatkrankenhaus in Beylikdüzü. Nach der Aufnahme und der Bezahlung untersuchte der Arzt sie.
Nach den Untersuchungen wurden Tests durchgeführt und ein Atemwegsvirus diagnostiziert. Mein Baby blieb 4 Tage im Krankenhaus. Davon verbrachte es 3 Tage auf der Intensivstation.
Am Ende des 3. Tages sagte ein Arzt: 'Dies ist eine Station für einmonatige Babys, Ihr Baby ist 5 Monate alt. Wenn Sie hierbleiben, wird Ihr Baby sterben.' Daraufhin begannen wir, nach einem anderen Krankenhaus zu suchen.
Wir fanden keines, aber der für die Intensivstation in diesem Krankenhaus verantwortliche Arzt empfahl uns ein anderes Krankenhaus in Beylikdüzü und sagte: 'Wenn sie 2 Wochen bleibt, wird sie wieder gesund.' Wir wurden mit einem privaten Krankenwagen in dieses Krankenhaus verlegt.
Ich zahlte die Aufnahmegebühr von 35.000 Lira im Voraus. Mein Baby wurde auf die Intensivstation verlegt. Die Krankenschwester sagte uns: 'Warten Sie hier nicht, gehen Sie nach Hause.' Wir gingen nach Hause. Am nächsten Tag riefen sie an und sagten, der Zustand meines Babys sei schlecht. Als ich im Krankenhaus ankam, wurde mir mitgeteilt, dass mein Baby gestorben sei."
PERSONEN, DIE DEN STAATSANWALT BEDROHTEN, WURDEN DEM GERICHT VORGEFÜHRT
Acht Verdächtige, darunter die Anwälte A.A. und M.K.Z., die den Staatsanwalt für Terror- und organisierte Kriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece, Y.E., in seinem Büro bedroht hatten, wurden nach ihrer Befragung durch die Gendarmerie dem Gericht vorgeführt.
Es wurde festgestellt, dass A.A. und M.K.Z., die den Staatsanwalt Y.E. zunächst telefonisch und später persönlich in seinem Büro mit dem Tod bedrohten, um die Freilassung der inhaftierten Verdächtigen zu erzwingen, die persönlichen Daten des Staatsanwalts und seiner Familie über drei Gendarmeriebeamte erlangt hatten.
Nachrichtenquelle : 12punto
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