Was ist der Kater-Effekt? Warum reagiert nicht jeder gleich auf Alkohol? Liegt das Geheimnis in der Genetik, der Wahl des Getränks oder einem anderen Faktor?
Während viele Menschen nach dem Alkoholkonsum am nächsten Tag unter starker Müdigkeit und Abgeschlagenheit leiden, sind andere davon kaum betroffen. Dieser Zustand wird als „Kater“ bezeichnet. Untersuchungen zufolge erleben etwa 25 % der Menschen diese negativen Auswirkungen selbst nach übermäßigem Alkoholkonsum nicht. Was ist also das Geheimnis dieser Widerstandsfähigkeit? Sind es genetische Faktoren, die Art des konsumierten Getränks oder ein anderer geheimnisvoller Einfluss? Hier sind die Details...
Während manche Menschen nach intensivem Alkoholkonsum am nächsten Tag keine ernsthaften Probleme haben, spüren die meisten die Auswirkungen eines Katers deutlich. Studien zeigen, dass etwa 25 % der Menschen diese negativen Effekte auch bei hohem Alkoholkonsum nicht erleben. Was ist das Geheimnis hinter diesem Phänomen? Liegt es an den Genen, der Wahl des Getränks oder gibt es ein geheimes Mittel?
WARUM FÜHLEN WIR UNS AM NÄCHSTEN TAG SCHLECHT?
Einer der Hauptgründe für einen Kater sind chemische Substanzen in den Getränken. Bestimmte giftige Nebenprodukte, die während des Gärungsprozesses von Alkohol entstehen, sind insbesondere in dunklen Getränken stärker vertreten. Deshalb kann die Wirkung von dunklem Whisky schwerwiegender sein als die von farblosem Wodka. Zudem erhöht das Mischen verschiedener Getränke die Menge an Nebenprodukten und verstärkt die Wirkung.
Alkohol wird im Körper innerhalb weniger Stunden zu Acetaldehyd und Acetat abgebaut. Diese Zwischenprodukte verursachen Symptome wie Übelkeit, Schwitzen und einen beschleunigten Puls. Zudem beeinflusst Alkohol das Immunsystem und verstärkt Entzündungen. Dies ist eine der Hauptursachen für Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und schlechte Stimmung.
SPIELT DIE GENETIK EINE ROLLE?
Untersuchungen zufolge leiden 23 % der Bevölkerung unabhängig von der konsumierten Menge nicht unter einem Kater. Es wird vermutet, dass dies genetisch bedingt sein könnte. Bestimmte Gene könnten dafür sorgen, dass Alkohol schneller aus dem Blut entfernt wird, wodurch verhindert wird, dass toxische Substanzen Entzündungen auslösen.
Ein interessantes Ergebnis ist, dass die Kater-Anfälligkeit auch von Persönlichkeitsmerkmalen abhängen könnte. In einer Studie wurde beobachtet, dass nervöse Menschen nach dem Alkoholkonsum stärker unter einem Kater leiden als ruhigere Personen. Es wird angenommen, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass Gefühle wie Schuld und Angst das körperliche Unwohlsein verstärken.
WIE WICHTIG IST DAS TEMPO?
Ein weiterer Faktor, der die Wirkung von Alkohol bestimmt, ist das Trinktempo. Studien zeigen, dass Personen, die kontrolliert und langsam trinken, bei gleicher Alkoholmenge weniger stark betroffen sind. Diese Personen schaffen es, ihren Blutalkoholspiegel unter der 0,1-Prozent-Marke zu halten.
Jüngere Menschen hingegen erleben den Kater häufiger, da sie in der Regel schneller trinken. Untersuchungen haben gezeigt, dass 20-Jährige siebenmal häufiger unter diesem Zustand leiden als 60-Jährige.
HELFEN ESSIGMISCHUNGEN UND ANDERE HAUSMITTEL?
Die Wirkung traditioneller Lösungen wie Essig- oder Eimischungen ist meist psychologischer Natur. Da die Dehydrierung des Körpers nur eine begrenzte Rolle spielt, ist auch das Trinken großer Mengen Wasser keine alleinige Lösung. Experten empfehlen zur Linderung eines Katers Schmerzmittel mit Ibuprofen sowie fettige Speisen, die den Blutzuckerspiegel anheben.
GIBT ES EIN MITTEL GEGEN DEN KATER?
Die Forschung an Medikamenten zur Verringerung der negativen Auswirkungen von Alkohol läuft, doch bisher wurden keine nennenswerten Erfolge erzielt. Es wurde beispielsweise beobachtet, dass Kaktusfeigen Entzündungen reduzieren können, jedoch wurden dazu bisher keine weiteren Studien durchgeführt. Auch einige lokale Methoden sind im Gespräch. So wird behauptet, dass die in Malawi konsumierte Stinkwanze diese Effekte lindert; dies ist jedoch eine riskante Option, da sie bei falscher Zubereitung den Geschmackssinn vorübergehend lähmen kann.
Nachrichtenquelle : 12punto
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