Anstieg bei Beschwerden durch anhaltenden Husten
Der Facharzt für Lungenheilkunde Dr. Siahmet Atlı warnt vor Husten, der nach einer Infektion nicht abklingt.
Es ist ein deutlicher Anstieg von Hustenbeschwerden zu verzeichnen, die nach einer Infektion auftreten, wochenlang anhalten und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.
Experten empfehlen bei Husten, der weniger als 8 Wochen anhält, den Konsum von Kräutertees und häufiges Trinken von warmem Wasser. Gleichzeitig raten sie Patienten dazu, bei zusätzlichem Auftreten von Symptomen wie Bluthusten, Fieber oder Atemnot eine medizinische Einrichtung aufzusuchen.
ANHALTENDER HUSTEN NACH EINER INFEKTION
Der Facharzt für Lungenheilkunde Dr. Siahmet Atlı erklärte, dass Atemwegsinfektionen bei saisonalen Übergängen zunehmen. Dr. Atlı erinnerte daran, dass Atemwegsinfektionen in den Wintermonaten dieses Jahres besonders häufig auftraten: „Patienten stellen sich meist mit Beschwerden wie laufender Nase, Niesen, Husten, allgemeinen Körperschmerzen und Fieber vor, die durch Atemwegsinfektionen verursacht werden.
Dies wird meist durch Erreger wie Rhinoviren, das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) oder Influenzaviren ausgelöst. Bis hierhin ist natürlich alles normal. Doch nach Abklingen der Infektion beginnt bei den Betroffenen ein hartnäckiger Husten. Dieser hält meist länger als 3 Wochen und weniger als 8 Wochen an.
Bei einigen unserer Patienten kann er jedoch auch länger als 8 Wochen andauern. Dies führt zu einer Zunahme unnötiger Notaufnahmebesuche. Diese Beschwerde beeinträchtigt die Lebensqualität und führt bei vielen unserer Patienten zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Harninkontinenz, Brustschmerzen sowie aufgrund des starken Hustens zu Halsreizungen und sogar zu Blutbeimengungen im Auswurf“, sagte er.
„KEIN GRUND ZUR PANIK“
Atlı äußerte die Vermutung, dass Viren nach der Pandemie längere Zeit weniger präsent waren und es in diesen Wintermonaten zu einem sprunghaften Anstieg kam. „Da es sich um Virusinfektionen handelt, führen sie zu verlängertem Husten.
Insbesondere in den Monaten Januar und Februar bestanden mehr als 50 Prozent der Vorstellungen in unserer Poliklinik ausschließlich aus Husten nach einer Infektion.
Egal ob wir es Grippe, Erkältung oder grippalen Infekt nennen: Der darauf folgende Husten dauert zwischen 3 und 8 Wochen an und kann in bis zu 80 Prozent der Fälle von selbst abklingen. Die Betroffenen müssen hier nicht in Panik geraten. Sollte der Husten jedoch länger als 8 Wochen anhalten und von Auswurf, Bluthusten, Fieber oder Atemnot begleitet werden, ist der Besuch bei einem Facharzt erforderlich“, so Atlı.
„BETROFFENE KÖNNEN DIES ZU HAUSE SELBST BEWÄLTIGEN“
Atlı wies darauf hin, dass Husten nach einer Infektion das Gesundheitssystem stark belastet: „Wir sehen daher, dass diese Patienten sehr häufig die Notaufnahme aufsuchen. Wir beobachten, dass Kinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Personen mit Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma sowie Krebspatienten und chronisch Kranke besonders gefährdet sind.
Die Betroffenen können dies zu Hause selbst bewältigen. Sie können die Raumluft befeuchten, indem sie ein Glas Wasser auf die Heizung oder den Ofen stellen.
Darüber hinaus können sie vor dem Schlafengehen Honig mit Ingwer oder schwarzem Pfeffer verzehren. Diabetiker müssen dies natürlich beachten. Andererseits empfehlen wir den Konsum von Kräutertees und häufiges Trinken von warmem Wasser“, erklärte er.
Nachrichtenquelle: İHA
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