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Die Gefahr wächst: Türkei führt bei Fettleibigkeit unter Frauen in Europa

Der Facharzt für Innere Medizin, Dr. Burak Bilbay, erklärte, dass die Adipositasraten in der Türkei laut Daten der OECD und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rapide ansteigen, und betonte, dass Behandlungen der neuen Generation vielversprechende Ergebnisse liefern.

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Die Gefahr wächst: Türkei führt bei Fettleibigkeit unter Frauen in Europa

Der Facharzt für Innere Medizin, Dr. Burak Bilbay, äußerte sich zu den OECD-Berichten und den Daten der Weltgesundheitsorganisation. Bilbay erklärte, dass weltweit bis zum Jahr 2035 voraussichtlich etwa 1,9 Milliarden Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas) zu kämpfen haben werden.

Bilbay wies auf den Anstieg der Adipositasraten in der Türkei hin und sagte: "Unsere Adipositasrate, die 1975 bei 8,6 Prozent lag, stieg 2016 auf 32,1 Prozent; das bedeutet einen Anstieg um mehr als das Vierfache in vier Jahrzehnten. Noch erschreckender ist, dass in der Türkei 84 von 100.000 Todesfällen mit Adipositas in Verbindung gebracht werden; diese Rate ist fast doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt. Den Prognosen der Weltgesundheitsorganisation zufolge wird bis 2030 die Hälfte der türkischen Frauen und ein Drittel der Männer fettleibig sein, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Diese Zahlen sind keine Warnung mehr, sondern ein Alarmzeichen."

AUFFÄLLIGE DATEN ZUR ADIPOSITAS

Bilbay betonte, dass Adipositas nicht nur als Gewichtsproblem betrachtet werden dürfe: "Adipositas ist heute nicht mehr nur ein Gewichtsproblem, sondern eine ernsthafte chronische Erkrankung, die Herz, Nieren, Gelenke und den Stoffwechsel beeinträchtigt. Die Türkei ist zum Land mit der höchsten Adipositasrate bei Frauen in Europa geworden. Dieses Bild macht Behandlungen der neuen Generation sowohl zu einer Chance als auch zu einer großen Verantwortung", erklärte er.

ERKLÄRUNG ZU BEHANDLUNGEN DER NEUEN GENERATION

Bilbay berichtete, dass in den letzten Jahren neue Methoden in der Adipositasbehandlung in den Vordergrund gerückt seien: "Behandlungen der neuen Generation mit den Wirkstoffen Semaglutid und Tirzepatid regulieren den Appetit, indem sie die körpereigenen Sättigungshormone imitieren, und unterstützen die Blutzuckerkontrolle sowie die Herz-Kreislauf-Gesundheit. In klinischen Studien wurde beobachtet, dass Anwender von Semaglutid innerhalb von 16 Monaten etwa 15 Prozent ihres Körpergewichts verloren haben", sagte er.

Bilbay wies darauf hin, dass diese Medikamente nicht für jeden geeignet seien: "Diese Behandlungen kommen für Personen mit einem Body-Mass-Index von 30 und höher oder für Personen mit einem Wert über 27 in Betracht, die an Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Schlafapnoe leiden. Produkte, die über soziale Medien oder illegale Kanäle bezogen werden, können gefälscht sein und bergen lebensbedrohliche Risiken", sagte er.

“LEBENSGEWOHNHEITEN SIND FÜR DAUERHAFTE ERGEBNISSE WICHTIG”

Bilbay erklärte, dass der Behandlungsprozess nicht nur aus der Einnahme von Medikamenten bestehe: "Ohne ausreichende Proteinzufuhr, regelmäßiges Krafttraining, qualitativ hochwertigen Schlaf und Stressmanagement ist es nicht möglich, dauerhafte Ergebnisse zu erzielen. Andernfalls kann ein Teil des verlorenen Gewichts statt aus Fett aus Muskelmasse bestehen; dies schafft langfristig die Grundlage für eine weitere Verlangsamung des Stoffwechsels", bewertete er.

Bilbay betonte die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Bekämpfung von Adipositas: "Die richtige Behandlung erfordert die Kombination von Körperzusammensetzungsanalyse, Laboruntersuchungen, individueller Ernährungs- und Trainingsplanung sowie medizinischer Nachsorge. Kein Medikament bietet allein eine dauerhafte Lösung; das Wesentliche ist, den Patienten als Ganzes zu betrachten und den Prozess mit wissenschaftlicher Disziplin zu steuern. Der Weg zu einem gesunden Gewichtsverlust erfordert Geduld, Wissenschaft und konsequente Nachverfolgung. Langsam, beständig und nachhaltig zu sein, ist langfristig sowohl der sicherste als auch der dauerhafteste Weg. Adipositas schreitet still voran; aber die Spuren, die sie hinterlässt, sind nicht still", sagte er.


Nachrichtenquelle: İHA