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Drei kritische gynäkologische Krebserkrankungen bei Frauen: Diagnosen, Behandlungen und Aufklärung

Der 20. September wird als Welttag der gynäkologischen Krebserkrankungen begangen. Dieser besondere Tag zielt darauf ab, das Bewusstsein in der Gesellschaft für gynäkologische Krebserkrankungen zu schärfen und auf die Bedeutung von Früherkennung und Behandlungsmethoden aufmerksam zu machen.

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Drei kritische gynäkologische Krebserkrankungen bei Frauen: Diagnosen, Behandlungen und Aufklärung

Experten weisen darauf hin, dass eine Sensibilisierung für gynäkologische Krebserkrankungen die Früherkennung und die Behandlungsprozesse der Krankheit erheblich verbessern kann. An diesem besonderen Tag ist es ein zentraler Bestandteil der Bemühungen, die gesamte Gesellschaft aufzuklären, die Aufmerksamkeit auf die Frauengesundheit zu lenken und die notwendigen Schritte zur Prävention gynäkologischer Krebserkrankungen einzuleiten. Gesundheitsfachkräfte und zivilgesellschaftliche Organisationen nutzen diesen Anlass, um durch verschiedene Veranstaltungen das Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern und zu regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen zu motivieren.

3 GEFÄHRLICHE UND WICHTIGE KREBSARTEN BEI FRAUEN

Weltweit wird jedes Jahr bei etwa 1,5 Millionen Frauen eine gynäkologische Krebserkrankung diagnostiziert, und etwa 700.000 Frauen verlieren aufgrund dieser Krebsarten ihr Leben. Auch in unserem Land wird jährlich bei 12.000 Frauen eine gynäkologische Krebserkrankung diagnostiziert, die Gebärmutter-, Eierstock-, Gebärmutterhals-, Eileiter-, Scheiden- und Vulvakrebs umfasst. Gebärmutterhalskrebs tritt weltweit immer seltener auf, was auf die Verbreitung von Screening-Programmen und die Verwendung der Gebärmutterhalskrebs-Impfung in den letzten zwanzig Jahren zurückzuführen ist.

Im Gegensatz dazu bedrohen Gebärmutter-, Eierstock- und Eileiterkrebs aufgrund der Zunahme von Fettleibigkeit und sinkender Geburtenraten immer mehr Frauen. Obwohl die Sterblichkeitsraten bei den auch in unserem Land weit verbreiteten gynäkologischen Krebserkrankungen hoch sind, können Früherkennung und Behandlung tatsächlich Leben retten.

Der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe / Gynäkologische Onkologie, Doç. Dr. Engin Çelik, betont die große Bedeutung regelmäßiger gynäkologischer Untersuchungen und Screening-Programme für die Prävention oder Früherkennung gynäkologischer Krebserkrankungen und erklärt: „Daher sollte jede Frau ab dem 21. Lebensjahr darauf achten, regelmäßig zur Untersuchung zu gehen, auch wenn sie keine Beschwerden hat.

Darüber hinaus sollte bei Beschwerden wie unregelmäßigen Menstruationsblutungen, Blutungen nach der Menopause oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Denn Symptome, die nicht ernst genommen werden, können ein wichtiges Signal für Krebs sein.“ Der Facharzt erläuterte anlässlich des Welttags der gynäkologischen Krebserkrankungen am 20. September die drei gynäkologischen Krebsarten, die 95 Prozent der Fälle ausmachen, und gab wichtige Empfehlungen und Warnungen!

GEBÄRMUTTERHALSKREBS

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die häufigste Krebsart bei Frauen im gebärfähigen Alter. In der Türkei wird jedes Jahr bei etwa 2.200 Frauen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Eine HPV-Infektion gilt als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs.

90 % der Humanen Papillomviren werden innerhalb von zwei Jahren nach dem Eindringen in den Körper vom Immunsystem eliminiert. Wenn HPV jedoch dem Immunsystem entgeht, führt es über Jahre hinweg zu genetischen Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses und bildet die Krebsvorstufe, die sogenannte zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN). Wenn sie nicht behandelt werden, können sich CIN-Läsionen mit der Zeit zu Krebs entwickeln. Rauchen, die Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem schwächen, und eine hohe Anzahl an Geburten sind Faktoren, die dieses Risiko erhöhen.

Was sind die Symptome? Zu den Symptomen von Gebärmutterhalskrebs können Zwischenblutungen, Blutungen in der Menopause, vaginaler Ausfluss sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr gehören.

Screening-Programm: Das Screening auf Gebärmutterhalskrebs erfolgt ab dem 21. Lebensjahr mittels PAP-Abstrich während der gynäkologischen Untersuchung. Zudem wird empfohlen, ab dem 30. Lebensjahr ein HPV-Screening durchzuführen. Das Hauptziel des Screenings ist die Erkennung von Krebsvorstufen, die sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln könnten. Durch frühzeitiges Eingreifen kann verhindert werden, dass sich diese Läsionen zu Krebs entwickeln. Zudem kann die Gebärmutterhalskrebs-Impfung mit einer Wirksamkeit von bis zu 90 % den Krebs verhindern. Das ideale Alter liegt zwischen 11 und 12 Jahren, aber die Impfung kann auch bei Personen im Alter von 9 bis 46 Jahren durchgeführt werden.

Wie wird er behandelt?

Der Behandlungsplan kann je nach Alter der Patientin, Kinderwunsch und Stadium der Krankheit variieren. Bei jungen Frauen, bei denen die Krankheit in einem frühen Stadium diagnostiziert wird, kann eine Operation unter Erhaltung von Gebärmutter und Eierstöcken durchgeführt werden. Für Patientinnen ohne Kinderwunsch können radikale chirurgische Eingriffe bevorzugt werden. Bei fortgeschrittenem Krebs ist die Hauptbehandlung die Chemoradiotherapie.

GEBÄRMUTTERKREBS

In unserem Land ist Gebärmutterkrebs die vierthäufigste Krebsart bei Frauen. Jährlich wird bei etwa 6.600 Frauen Gebärmutterkrebs diagnostiziert. Aufgrund der Zunahme von Fettleibigkeit, sinkender Geburtenraten und der steigenden Lebenserwartung nimmt die Häufigkeit stetig zu. Während der Großteil der Gebärmutterkrebserkrankungen von der Gebärmutterschleimhaut ausgeht, gehören das Lynch-Syndrom, Kinderlosigkeit, Fettleibigkeit, das polyzystische Ovarialsyndrom, Diabetes und ein höheres Alter zu den weiteren Risikofaktoren. Schwangerschaft, Stillzeit und die Einnahme der Antibabypille sind hingegen schützende Faktoren.

Was sind die Symptome? Da er sich meist durch Symptome wie Blutungen nach der Menopause, unregelmäßige Menstruationsblutungen und vaginalen Ausfluss bemerkbar macht, kann er im Gegensatz zu Eierstockkrebs in einem frühen Stadium diagnostiziert werden. Insbesondere Blutungen in der Menopause können zwar von selbst aufhören, dennoch sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Screening-Programm: Außer bei Patientinnen mit familiärer Vorbelastung für Gebärmutterkrebs gibt es kein allgemeines Screening-Programm für Gebärmutterkrebs. Das Screening besteht aus einer gynäkologischen Untersuchung, Ultraschall und einer Biopsie der Gebärmutterschleimhaut. Operationen bei Gebärmutterkrebs werden meist laparoskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt.

EIERSTOCKKREBS

Eierstockkrebs steht in unserem Land bei den Krebserkrankungen von Frauen an sechster Stelle und ist führend bei den Todesfällen durch gynäkologische Krebserkrankungen. Der Grund dafür ist, dass Eierstockkrebs im Gegensatz zu anderen gynäkologischen Krebsarten schneller im Körper streut und die Symptome bis zu einem fortgeschrittenen Stadium unklar bleiben können. Bei einer Früherkennung durch routinemäßige gynäkologische Untersuchungen sind die Heilungschancen deutlich höher.

Während Unfruchtbarkeit, Fettleibigkeit, Rauchen und Endometriose (Schokoladenzysten) zu den Risikofaktoren zählen, senken die Einnahme der Antibabypille, Schwangerschaft, Stillzeit und die Sterilisation (Eileiterunterbindung) das Risiko. Etwa ein Viertel der Eierstockkrebserkrankungen entwickelt sich aufgrund genetischer Erkrankungen wie einer BRCA-Mutation. Daher werden bei Personen, bei denen eine BRCA-Mutation festgestellt wurde, auch andere Familienmitglieder auf diese Mutation getestet, und bei Bedarf werden präventive chirurgische Methoden ergriffen, um der Entstehung von Krebs vorzubeugen.

Was sind die Symptome?

Meist treten Symptome wie Blähbauch, frühes Sättigungsgefühl, Bauchschmerzen, häufiger Harndrang und Menstruationsunregelmäßigkeiten auf.

Screening-Programm: Das Screening auf Eierstockkrebs wird mittels gynäkologischer Untersuchung, Ultraschall und Ca125-Bluttest versucht.

Wie wird er behandelt?

Da Eierstockkrebs meist in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, wird zusätzlich zur Operation in der Regel eine Chemotherapie durchgeführt. Abhängig vom Gesundheitszustand der Patientin und der Ausbreitung der Krankheit kann vor der Operation eine Chemotherapie verabreicht werden.


Nachrichtenquelle: 12punto

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