Energydrinks gefährden die Gesundheit: Testergebnisse sind besorgniserregend
Eine in Deutschland durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass die große Mehrheit der Energydrinks gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthält. Von 22 Produkten wurden nur 4 als akzeptabel eingestuft, während die übrigen im Hinblick auf die Verbrauchersicherheit durchfielen.
In einem in Deutschland durchgeführten Verbrauchertest wurde festgestellt, dass die meisten Energydrinks ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen. Von den 22 durch das Magazin Öko-Test untersuchten Produkten erhielten nur 4 die Note „ausreichend“, während 18 Produkte als „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet wurden. Der Test umfasste internationale Marken wie Red Bull, Monster Energy und Rockstar sowie Produkte von Supermarktketten wie Aldi.
BPA-WERTE SIND GEFÄHRLICH
Eines der auffälligsten Ergebnisse der Untersuchung war das Vorkommen von Bisphenol A (BPA) in 20 der 22 Getränke. In 14 dieser Getränke lagen die BPA-Werte auf einem Niveau, das die tägliche Toleranzgrenze für einen Jugendlichen mit nur einer Dose überschreitet. BPA kann aus der Innenbeschichtung der Getränkedosen in die Flüssigkeit übergehen, das Hormonsystem beeinflussen und langfristig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Krebs, Unfruchtbarkeit und Entwicklungsstörungen führen.
WARNUNGEN VOR ZUCKER UND SÜSSSTOFFEN
Viele Energydrinks enthalten mehr als 10 Gramm Zucker pro 100 ml. Das bedeutet, dass eine Standarddose mit 250 ml die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene tägliche Zuckeraufnahme bereits im Alleingang überschreitet. Obwohl einige Marken vorziehen, Süßstoffe anstelle von Zucker zu verwenden, werden diese Inhaltsstoffe von Experten ebenfalls als bedenklich eingestuft, da sie die Vorliebe für Süßes verstärken. Monster und Rockstar erhielten aus diesem Grund schlechte Noten.
KOFFEINGEHALT IST FÜR JUGENDLICHE GEFÄHRLICH
Energydrinks enthalten in der Regel durchschnittlich 80 mg Koffein pro Dose. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass der Konsum von mehr als drei Dosen Energydrink pro Tag für Jugendliche ein Risiko für das Herz-Kreislauf-System darstellt.
BPA-VERBOT KOMMT, ABER DIE UMSETZUNGSFRIST IST LANG
Die Europäische Union hat beschlossen, die Produktion von BPA-haltigen Verpackungen ab Januar 2025 zu verbieten. Den Herstellern wurde jedoch eine Frist bis Ende Juli 2026 eingeräumt, damit die derzeitigen Produkte auf dem Markt vollständig abverkauft werden können. Dies bedeutet, dass BPA-haltige Dosen auch im kommenden Jahr weiterhin in den Regalen zu finden sein werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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