Krise steht bevor: Trumps Entscheidung könnte auch die Türkei treffen
Es wird darauf hingewiesen, dass Trumps Entscheidung zur Senkung der Medikamentenpreise in Ländern, die von Importen abhängig sind, zu Preiserhöhungen führen könnte. Experten, die darauf hinweisen, dass die Türkei bei der Versorgung mit kritischen Medikamenten auf ernsthafte Schwierigkeiten stoßen könnte, bewerteten die Lage als eine Situation, „die es für Entwicklungsländer wie uns, die bei Medikamenten von Importen abhängig sind, schwierig machen wird“.
US-Präsident Donald Trump erklärte kürzlich: „Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente und Pharmazeutika werden um 30 bis 80 Prozent gesenkt. Weltweit werden die Preise steigen, um so für Gleichheit zu sorgen“.
Murat Tülü, Vorstandsvorsitzender der Apothekerkammer Istanbul, sagte, dass diese Entscheidung in der Türkei zu einer Medikamentenkrise führen könnte.
Laut einem Bericht von Cumhuriyet erklärte Tülü, dass die besagte Maßnahme eine Situation sei, „die es für Entwicklungsländer wie uns, die bei Medikamenten von Importen abhängig sind, schwierig machen wird“, und wies darauf hin, dass insbesondere bei Onkologie-Medikamenten und Produkten zur Behandlung seltener Krankheiten große Engpässe auftreten könnten. Tülü betonte, dass die Türkei in diesem Prozess eines der am stärksten betroffenen Länder sein werde, und sagte: „Wir sind bei diesen Medikamenten vollständig von Importen abhängig. Wenn die Medikamentenpreise in den Ländern, die wir als Referenz heranziehen – Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal – aufgrund dieser Politik steigen, könnte dies auch bei uns zu Preiserhöhungen führen“. Tülü wies darauf hin, dass dringende Maßnahmen erforderlich seien, um die Auswirkungen der Krise zu mildern: „Es muss eine Liste kritischer Medikamente erstellt werden. Für Apotheken und Krankenhäuser sollte eine Mindestlagerhaltungspflicht eingeführt werden. Die heimische Medikamentenproduktion muss gefördert werden“.
'DIE GETROFFENE ENTSCHEIDUNG WIRD DIE WELT BEEINFLUSSEN'
Auch der Präsident des Türkischen Apothekerverbandes, Arman Üney, betonte auf einer Pressekonferenz anlässlich des Tages der Apotheker, dass die getroffene Entscheidung nicht nur die USA, sondern den globalen Pharmamarkt tiefgreifend erschüttern werde.
Üney äußerte sich wie folgt: „Diese Entscheidung wird die Welt beeinflussen. Denn die USA sind der größte und profitabelste Markt der Pharmabranche. Preisänderungen in diesem Markt, in dem Pharmaunternehmen ihre höchsten Einnahmen erzielen, führen dazu, dass die Hersteller ihre globalen Preispolitiken neu gestalten. Wir gehen davon aus, dass sich die Entscheidung in vielen Entwicklungsländern von Europa bis Asien als Aufwärtsdruck auf die Preise niederschlagen wird“.
Nachrichtenquelle: 12punto
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