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Neue Regelung für Schulkantinen: Produkte ohne „Schulverpflegungs“-Logo dürfen nicht verkauft werden

Ein Gesetzesentwurf, der darauf abzielt, ein gesünderes Ernährungsumfeld für Schüler zu schaffen, sieht erhebliche Einschränkungen für Lebensmittel vor, die in Schulkantinen verkauft werden dürfen. Produkte ohne das „Schulverpflegungs“-Logo werden vollständig verboten, und bei Verstößen gegen die Regeln drohen hohe Geldstrafen.

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Neue Regelung für Schulkantinen: Produkte ohne „Schulverpflegungs“-Logo dürfen nicht verkauft werden

Ein umfassender Gesetzesänderungsentwurf zur Lebensmittelsicherheit soll voraussichtlich im Mai der Großen Nationalversammlung der Türkei vorgelegt werden. Die Regelung wird zu bedeutenden Veränderungen in vielen Lebensmittelbetrieben führen, insbesondere in Schulkantinen, aber auch in Supermärkten und Feinkostläden. Die größte Veränderung betrifft die Lebensmittel, die Schüler in der Schule konsumieren.

NUR ZUGELASSENE PRODUKTE DÜRFEN VERKAUFT WERDEN

Wie die Zeitung Türkiye Gazetesi berichtet, werden die neuen Regeln, die von der Vorschule bis hin zu Grund- und weiterführenden Schulen reichen, nur den Verkauf von Lebensmitteln erlauben, die den vom Gesundheitsministerium festgelegten Standards entsprechen. Viele Produkte, die seit Jahren in den Regalen der Kantinen stehen, werden daher aus dem Verkauf genommen.

„SCHULVERPFLEGUNGS“-LOGO WIRD ZUR PFLICHT

Mit der neuen Anwendung darf kein Produkt ohne das „Schulverpflegungs“-Logo für Schüler zugänglich gemacht werden. Dieser Schritt zielt darauf ab, Kinder insbesondere von Lebensmitteln und Getränken mit hohem Zucker- und Fettgehalt fernzuhalten. Tatsächlich wurde dieses Logo-System bereits 2019 vom Ministerium eingeführt, jedoch aus verschiedenen Gründen fünfmal verschoben. Nun wird es zur verbindlichen Pflicht.

FARBLICHES WARNSYSTEM AUF VERPACKUNGEN

Bei verpackten Produkten wird ein neues Kennzeichnungssystem eingeführt. Farbige Warnhinweise, die den Gehalt an stärkebasiertem Zucker und den Gesamtfettgehalt der Lebensmittel angeben, werden auf den Produkten für den Verbraucher sichtbar sein. Dadurch wird es den Verbrauchern ermöglicht, die Nährwerte der Produkte schneller und einfacher zu bewerten.

PFLICHT ZUR ANREICHERUNG VON MEHL

Eine weitere bemerkenswerte Regelung betrifft Mehl für die Brotherstellung. Bei Mehlsorten, deren Vollkornanteil unter 40 Prozent liegt, wird eine Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen obligatorisch sein. Auf diese Weise soll den in der Gesellschaft häufig auftretenden Mangelerscheinungen entgegengewirkt werden.

HOHE STRAFEN BEI NICHTBEACHTUNG DER REGELN

Für diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, sind abschreckende Sanktionen vorgesehen. Wer der Verpflichtung zur Mehlanreicherung nicht nachkommt, muss mit einer Geldstrafe von 500.000 TL rechnen; für das Fehlen der erforderlichen Warnetiketten auf Verpackungen werden 200.000 TL fällig. Zudem können regelwidrige Produkte beschlagnahmt und deren Eigentum auf den Staat übertragen werden.

STRENGE KONTROLLEN BEI WASSER

Mit dem Gesetzesentwurf wurde zudem eine Verschärfung der Kontrollen zur Wassersicherheit angekündigt. Bei wiederholten Verstößen innerhalb eines Jahres im Zusammenhang mit vom Gesundheitsministerium überwachtem Wasser werden zusätzlich zu den bestehenden Strafen neue Sanktionen eingeführt. Es wird betont, dass all diese Maßnahmen darauf abzielen, Fettleibigkeit im Kindesalter zu bekämpfen, gesunde Generationen in der Gesellschaft heranzuziehen und die Verbraucher korrekt zu informieren.


Nachrichtenquelle: 12punto