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Sichtbarer Anstieg bei Sportverletzungen

Da Einzelpersonen nach der Pandemie einen aktiveren Lebensstil anstreben und sich unbewusst dem Sport zuwenden, ist die Häufigkeit von Sportverletzungen gestiegen. Im Durchschnitt sucht jeder siebte bis zehnte Patient, der orthopädische Kliniken aufsucht, aufgrund einer Sportverletzung ein Krankenhaus auf.

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Sichtbarer Anstieg bei Sportverletzungen

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Prof. Dr. İbrahim Tuncay warnt davor, dass Sportverletzungen zu dauerhaften Behinderungen führen können, und erklärt: „Bei Sportverletzungen können dauerhafte Schäden entstehen, wenn mehrere Verletzungen vorliegen, die Behandlung verzögert wird, die Rehabilitation unzureichend ist oder die Grundregeln der Rehabilitation nicht eingehalten werden, wenn nach der Behandlung zu früh wieder mit dem Sport begonnen wird oder wenn sich die Verletzungen wiederholen.“

Tuncay weist insbesondere auf die Gefahr bei Kindern und Jugendlichen hin: „Unverhältnismäßiges Training vor Abschluss der Reifung des Bewegungsapparates und eine Überlastung des Körpers sind die zwei grundlegendsten Risikofaktoren für Sportverletzungen.“

Insbesondere in populären und medienwirksamen Sportarten wie Fußball führt die Unterschätzung und mangelhafte Behandlung von Verletzungen, die bei sehr talentierten Sportlern zu Beginn ihrer Profikarriere als einfach eingestuft werden könnten, langfristig zu ernsthaften Risiken. Ein Bewusstsein bei Vereinen und Familien trägt dazu bei, dass viele potenzielle Spitzensportler ihre sportliche Laufbahn und Leistung ohne Unterbrechung fortsetzen können.

„UNBEDACHT AUSGEÜBTE SPORTAKTIVITÄTEN KÖNNEN ORTHOPÄDISCHE PROBLEME VERURSACHEN“

Bei Amateursportlern außerhalb des Profibereichs führen das heute zunehmende Streben nach Ästhetik, unbewusst ausgeübter Hochleistungssport sowie maßlos und unwissend eingenommene Nahrungsergänzungsmittel zu großen Risiken, die bis zum Tod führen können. Unabhängig vom Alter gehören auch mangelndes Aufwärmen und Dehnübungen, ungeeignete Kunstrasenplätze sowie unzureichende oder ungeeignete Sportgeräte zu den allgemeinen Risikofaktoren.

Die Sportart, die jeder Einzelne ausüben kann, sollte individuell unter Berücksichtigung von Alter, Gewicht, körperlichen Merkmalen und allgemeinem Gesundheitszustand bewertet und festgelegt werden. Jede unbedacht ausgeübte Sportaktivität kann orthopädische Probleme nach sich ziehen“, sagte er.

Prof. Dr. Tuncay listete die Hauptursachen für die häufigsten Sportverletzungen auf, die je nach Sportart variieren: „Die häufigsten Verletzungen beim Fußball, der in unserer Gesellschaft am weitesten verbreiteten Sportart, sind Muskelverletzungen, Verletzungen im Kniegelenk (Meniskusverletzungen, Bandverletzungen wie Kreuzbandrisse, Knorpelverletzungen und Kombinationen daraus). Bei Basketball und Volleyball sind es neben Knieverletzungen vor allem Schulter- und Ellbogenverletzungen sowie Fuß- und Sprunggelenksverletzungen.“

Tuncay ging auch auf die Behandlungsmöglichkeiten bei Sportverletzungen ein: „Je nach Zustand der Verletzung wird der Behandlungsprozess in zwei verschiedene Kategorien unterteilt: chirurgische und nicht-chirurgische Behandlungen.

Bei Muskelverletzungen können im Allgemeinen Modalitäten wie lokale Injektionen (z. B. PRP), Wärmeanwendungen, elektrische Stimulation und Physiotherapie wie Ultraschall angewendet werden. Bei Meniskusverletzungen ohne vollständige Ablösung können ebenfalls nicht-operative Lösungen in Betracht gezogen werden. Bei abgelösten Meniskusläsionen, Kreuzbandläsionen und Knorpelverletzungen können jedoch, insbesondere bei Profisportlern, chirurgische Behandlungen erforderlich sein“, sagte er.



Nachrichtenquelle: İHA

Gesundheit Verletzung Sport Behandlung