Studie zeigt: Depressionen wirken sich unterschiedlich auf junge und erwachsene Gehirne aus
Einer neu veröffentlichten Studie zufolge wirken sich Depressionen unterschiedlich auf das Gehirn von Jugendlichen und Erwachsenen aus.
Forscher aus den USA, China, Großbritannien und Australien haben herausgefunden, dass sich die Auswirkungen von Depressionen auf Jugendliche von denen bei Erwachsenen unterscheiden.
In der Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift 'Nature Mental Health' veröffentlicht wurden, untersuchten Wissenschaftler aus den USA, China, Großbritannien und Australien die Gehirne von 810 Personen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren, von denen 440 mit einer depressiven Störung diagnostiziert wurden.
Die Forscher verglichen die Gehirnscans der mit Depressionen diagnostizierten Personen mit denen der übrigen 370 gesunden Probanden.
Die Forscher stellten fest, dass es bei Jugendlichen mit einer Depressionsdiagnose zu Störungen in der Kommunikation zwischen bestimmten Gehirnarealen kommt, und merkten an, dass sich diese Störungen von den bei Erwachsenen beobachteten Mustern unterscheiden.
Die Forscher erklärten zudem, dass das Ausmaß dieser Unterschiede eine Vorhersage des Depressionsgrades einer Person ermöglichen könnte.

Laut WHO-Daten kämpfen 5 Prozent der Weltbevölkerung mit Depressionen
DER BEHANDLUNGSPROZESS BEI DEPRESSIONEN SOLLTE FÜR JUGENDLICHE UND ERWACHSENE UNTERSCHIEDLICH SEIN
Die Forscher wiesen darauf hin, dass die in der Depressionsbehandlung eingesetzte transkranielle Magnetstimulation (TMS) bei erwachsenen Patienten als gängige Methode verwendet wird, da bekannt ist, wo die Störungen in deren Gehirnen liegen, dies jedoch bei Jugendlichen nicht der Fall sei.
Die Forscher erklärten, dass diese Studie dabei helfe, die Störungen in den Gehirnen von Jugendlichen mit einer Depressionsdiagnose zu identifizieren.
Einer der Autoren der Studie, Prof. Dr. Andrew Zalesky vom Fachbereich Psychiatrie der Universität Melbourne in Australien, kommentierte: 'Obwohl es eine gewisse Überschneidung mit den Verbindungsstörungen gibt, die wir bei Erwachsenen sehen, gibt es auch einzigartige Schaltkreisstörungen, die wir nur bei Jugendlichen mit Depressionen beobachten.'
Professor Zalesky betonte, dass weitere Studien erforderlich seien, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Hirnstimulationsmethoden wie TMS bei der Behandlung von Jugendlichen zu testen, bevor diese breite Anwendung finden können.
Nachrichtenquelle: AA
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