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Zöliakie tritt bei Frauen doppelt so häufig auf

Zöliakie ist eine Darmerkrankung, die als allergische Reaktion des Körpers auf das Protein Gluten entsteht. Facharzt Dr. Adnan Kırcı erklärte, dass die Krankheit auf genetischen Faktoren beruht und durch richtige Ernährungsgewohnheiten bewältigt werden kann.

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Zöliakie tritt bei Frauen doppelt so häufig auf

Zöliakie entsteht als Folge einer allergischen Reaktion des Körpers im Dünndarm auf das Protein Gluten, das in Weizen, Gerste, Hafer und Roggen enthalten ist. Experten weisen darauf hin, dass bei Personen ohne genetische Veranlagung der bloße Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Glutengehalt nicht zu Zöliakie führt. Zöliakie ist eine genetische Erkrankung, und es ist bekannt, dass das Risiko bei Personen, deren Verwandte ersten Grades an dieser Krankheit leiden, um bis zu 15 Prozent steigt. Die Krankheit, die bei Zwillingen häufiger auftritt, zeigt sich nicht bei jedem Menschen mit genetischer Veranlagung; Umweltfaktoren, insbesondere die Menge der konsumierten glutenhaltigen Lebensmittel, spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit. Eine langfristige Ernährung mit glutenhaltigen Lebensmitteln kann im Laufe der Zeit zum Ausbruch von Zöliakie führen.

AUCH IN FERTIGPRODUKTEN UND VERARBEITETEN LEBENSMITTELN ENTHALTEN

Facharzt Dr. Adnan Kırcı betonte, dass man sich glutenfrei ernähren sollte, um Zöliakie vorzubeugen, und fügte hinzu:

„Gluten kommt nicht nur in Weizen, Gerste, Hafer und Roggen vor. Heutzutage findet man es auch in industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Gluten ist in verpackten Lebensmitteln, Fertigjoghurt, Fertig-Tomatenmark, Schokolade, gewürzten Nüssen, sämtlichen Saucen und verarbeiteten Fleischprodukten enthalten.

Beim Verzehr von pflanzlichen Produkten, Hülsenfrüchten, weißem und rotem Fleisch, Mais, Reis und Kartoffeln gibt es hingegen keine Probleme. Anstelle von Nudeln oder Bulgur kann unter Berücksichtigung der Kalorien Reis gegessen werden.“

MITTELMEERDIÄT GEGEN ZÖLIAKIE

Der Experte wies darauf hin, dass Zöliakie in jedem Alter auftreten kann: „In der Türkei liegt die Zöliakie-Rate bei durchschnittlich 1 Prozent. Man geht davon aus, dass auf jeden diagnostizierten Fall 7 unentdeckte Fälle kommen. Bei Frauen tritt sie doppelt so häufig auf wie bei Männern. Zur Diagnose werden die klinischen Beschwerden des Patienten und Bluttests herangezogen. Wenn hier Auffälligkeiten bestehen, muss bei einer Endoskopie eine Biopsie aus dem Dünndarm und dem Zwölffingerdarm entnommen und pathologisch untersucht werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern äußert sie sich durch Probleme wie Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Gedeihstörungen. Bei Erwachsenen treten Symptome wie Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, bei einer Patientengruppe nur Verstopfung, Leberwertstörungen, frühzeitige Osteoporose, Karies, Aphten im Mund sowie Eisen- und Vitaminmangel und Müdigkeit auf. Die Hauptbehandlung dieser Krankheit ist die Diät. Hier müssen die Ernährungsgewohnheiten geändert werden. Man muss lebenslang auf glutenhaltige Substanzen verzichten. Eine Ernährung nach Mittelmeerart mit dem Verzehr von frischem Gemüse, Obst und Fisch senkt das Risiko für Zöliakie.“

LASSEN SIE SICH VON EINEM FACHARZT UNTERSUCHEN

Facharzt Dr. Kırcı fuhr fort: „Es gibt verschiedene Arten von Zöliakie. Bei der latenten Zöliakie liegen zwar genetische Voraussetzungen vor, aber es treten keine klinischen Beschwerden auf. Bluttests können negativ ausfallen. Bei der sogenannten stillen Zöliakie kann trotz positiver Blutwerte das Fehlen klinischer Beschwerden vorliegen. Im Laufe der Zeit kann diese atypische Zöliakie ihre Auswirkungen und Beschwerden verstärken. Bei Personen, die aufgrund von Zöliakie einen Vitaminmangel aufweisen, können Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D, Eisen, Vitamin B12, Zink, Magnesium und Kalzium verabreicht werden. Da es krankheitsbedingt zu einer Schwächung des Bewegungsapparates und Leistungsabfall kommt, wird nach der Diagnose auch ein dem Alter und Gewicht entsprechender Sport empfohlen. Wer den Verdacht auf Zöliakie hat, sollte sich unverzüglich von einem Facharzt untersuchen lassen.“



Nachrichtenquelle: 12punto

Zöliakie