Kılıçdaroğlu und İmamoğlu trafen sich vor dem kritischen Parteitag in Silivri
Vor dem bevorstehenden Parteitag der CHP besuchte Kemal Kılıçdaroğlu den im Gefängnis Silivri inhaftierten Ekrem İmamoğlu zu einem wichtigen Gespräch. Bei dem Treffen der beiden wurden die parteiinterne Einheit und die Steuerung des Prozesses erörtert.
Vor dem für den 30. Juni geplanten Parteitag der Republikanischen Volkspartei (CHP) hat die politische Dynamik an Fahrt gewonnen. Der ehemalige Parteivorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu besuchte den Bürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidaten der Partei, Ekrem İmamoğlu, im Marmara-Gefängnis. Das Treffen fand in einer kritischen Phase statt, in der die Absage des 38. CHP-Parteitags im Raum stand.
Während nach dem Gespräch keine offizielle Erklärung abgegeben wurde, sorgte der Inhalt des Austauschs hinter den Kulissen für Spekulationen. In einer Sendung von Sözcü TV wurden Details zu den Inhalten des Gesprächs geteilt.
Es wurde bekannt, dass der Besuch von Kılıçdaroğlu auf Wunsch von İmamoğlu stattfand. Insbesondere nach dem Auftauchen einer Tonaufnahme bezüglich des Parteitagsprozesses habe İmamoğlu das Treffen gesucht, und Kılıçdaroğlu habe diesen Wunsch nicht abgelehnt.
Bei dem Gespräch kamen die parteiinternen Spannungen und einige in den sozialen Medien kursierende Äußerungen zur Sprache. İmamoğlu teilte Kılıçdaroğlu mit, dass solche Aussagen ohne seinen Willen entstanden seien und er sie als ungerecht empfinde.
Die Worte von İmamoğlu erregten Aufmerksamkeit: „Sätze wie ‚Wir lassen euch nicht in die Partei‘ sind inakzeptabel. Das werden wir niemals zulassen. Sie sind unser Parteivorsitzender. Sie haben sich um uns alle verdient gemacht.“...
İmamoğlu betonte, dass es in der Partei eine gewisse Zersplitterung gebe, der Prozess jedoch ohne Spaltung gemanagt werden müsse. Zudem erklärte er mit den Worten „Was Ihnen angetan wird, wird uns angetan“, dass man auf Erfahrungen angewiesen sei. „Es gibt Leute, die Sie kränken, aber das geschieht außerhalb meines Willens“, sagte İmamoğlu und unterstrich, dass die Partei in Einigkeit und Geschlossenheit handeln müsse.
Kılıçdaroğlu äußerte sich bei dem Treffen wie folgt:
„Dieser Prozess ist ein rechtlicher Prozess, der außerhalb meiner Kontrolle liegt. Ich bin nicht derjenige, der Klage eingereicht hat. Es läuft ein juristischer Prozess, der außerhalb meiner Person stattfindet. Was kann ich tun?“
Anschließend fügte er hinzu: „Ich werde die Partei niemals in Schwierigkeiten bringen. Ich werde auch niemals zulassen, dass andere dies tun. Die CHP ist unser Zuhause. Wenn mir eine Aufgabe zufällt, werde ich meinen Teil dazu beitragen. Wir müssen diesen Prozess als Ganzes abschließen, ohne uns zu spalten oder zu zerfallen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung