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Clinton bereitet sich auf Aussage vor dem Kongress zur Epstein-Untersuchung vor

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und die frühere Außenministerin Hillary Clinton haben angekündigt, im Rahmen der Kongressuntersuchung zu ihren Verbindungen zu dem wegen Kindesmissbrauchs beschuldigten Jeffrey Epstein auszusagen. Dieser Schritt leitet einen Prozess ein, bei dem erstmals seit 1983 ein ehemaliger Präsident eine offizielle Erklärung vor dem Kongress abgeben wird.

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Clinton bereitet sich auf Aussage vor dem Kongress zur Epstein-Untersuchung vor

Im langjährigen Epstein-Untersuchungsverfahren des Aufsichtsausschusses des US-Repräsentantenhauses hat sich eine bemerkenswerte Entwicklung ergeben. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und die Präsidentschaftskandidatin von 2016, Hillary Clinton, sind der Vorladung des Ausschusses im Zusammenhang mit ihren Verbindungen zu den illegalen Aktivitäten des aus Arkansas stammenden Finanzierers Jeffrey Clinton nachgekommen.

Der Ausschuss hatte das Ehepaar Clinton aufgefordert, persönlich auszusagen, da die zuvor eingereichten schriftlichen eidesstattlichen Erklärungen als unzureichend erachtet wurden. Der Ausschussvorsitzende James Comer hatte das von den Clintons in der vergangenen Woche angebotene, auf vier Stunden begrenzte Gespräch als „Taktik zur Vermeidung der Beantwortung von Fragen“ bezeichnet und abgelehnt.

Obwohl Bill Clinton seine frühere Bekanntschaft mit Epstein einräumt, behauptet er, nichts von den Vorwürfen des Kindesmissbrauchs und den illegalen Aktivitäten gewusst zu haben und die Beziehung zu Epstein vor zwanzig Jahren beendet zu haben. Gerichtsdokumente und Reiseaufzeichnungen belegen jedoch, dass Clinton in den Jahren 2002 und 2003 vier internationale Flüge mit Epsteins Privatjet unternahm und auf verschiedenen Fotos in Epsteins Anwesen zu sehen ist.

Hillary Clinton betonte in einer Erklärung zu diesem Thema ausdrücklich, dass sie „keinerlei Gespräche oder Kontakte mit Epstein“ gehabt habe. Bisher wurden von den überlebenden Opfern keine direkten Anschuldigungen gegen das Ehepaar Clinton erhoben; das Paar warf jedoch dem Ausschussvorsitzenden Comer, der die Untersuchung leitet, vor, „den Prozess zu politisieren“.

Republikaner und einige Demokraten im Aufsichtsausschuss hatten im vergangenen Monat einen Vorschlag unterstützt, der auch eine strafrechtliche Verfolgung der Clintons wegen Missachtung der Vorladung vorsah.

Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass nach langer Zeit in der Geschichte des US-Kongresses ein ehemaliger Präsident wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Agenda rückt. Während behauptet wird, dass die Aussagen aus dem Lager der Clintons darauf abzielten, politischen Gegnern an Prestige zu schaden, hat der Vorfall auch innerhalb der Basis der Demokratischen Partei zu Diskussionen geführt.

Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtet sich nun auf die Aussagen des Ehepaars Clinton; die abgegebenen Erklärungen könnten Aufschluss über den weiteren Verlauf der Epstein-Untersuchung geben.


Nachrichtenquelle: 12punto

US-Repräsentantenhaus