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Gerechtigkeitsmarsch für 78 Verstorbene von Bolu nach Ankara beginnt

Die Familien der 78 Menschen, die bei einem Hotelbrand in Kartalkaya ums Leben kamen, werden einen Protestmarsch von Bolu nach Ankara organisieren, um Gerechtigkeit zu fordern und die strafrechtliche Verfolgung aller Verantwortlichen zu erwirken.

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Gerechtigkeitsmarsch für 78 Verstorbene von Bolu nach Ankara beginnt

Nach der Katastrophe im Bolu Grand Kartal Hotel, bei der 78 Menschen ihr Leben verloren, ergreifen die trauernden Familien Maßnahmen, um ihren Kampf für Gerechtigkeit zu verstärken. Die betroffenen Familien beginnen morgen mit dem "Gerechtigkeitsmarsch für unsere 78 Seelen" von Bolu nach Ankara, mit dem Ziel, das Gerichtsverfahren zu beschleunigen und alle Personen zur Rechenschaft zu ziehen, die durch Fahrlässigkeit eine Mitschuld tragen.

In einer von den Familien veröffentlichten Erklärung zu dem geplanten Marsch heißt es:

"Wir haben in Kartalkaya 78 unserer Liebsten verloren. Wir als Familien, die ihre Kinder, Ehepartner, Mütter, Väter und Geschwister verloren haben, trauern seit jenem Tag nicht nur. Wir kämpfen dafür, dass die Wahrheit in allen Aspekten ans Licht kommt, dass jeder, der Verantwortung trägt, sich vor dem Gesetz verantworten muss und dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Diesen Kampf tragen wir am Samstag, den 11. Juli, einen Schritt weiter. Um 10.30 Uhr werden wir vor dem Justizgebäude in Bolu eine Presseerklärung abgeben und um 11.00 Uhr unseren Marsch 'Für unsere 78 Seelen' von Bolu in Richtung Ankara beginnen."

Der Marsch beginnt am Vormittag mit einer Pressekonferenz vor dem Justizgebäude in Bolu. Die Teilnehmer werden zunächst gemeinsam bis zum Ortsschild von Kartalkaya voranschreiten. Nach einer dortigen Erklärung werden Unterstützer und einige Familienmitglieder, allen voran Oktay Akişli, den Marsch bis nach Ankara fortsetzen. Der Marsch, der etwa 8 bis 9 Tage dauern wird, soll je nach Straßen- und Wetterbedingungen am 18. oder 19. Juli auf dem Ulus-Platz in Ankara enden.

Die betroffenen Familien hoffen während des gesamten Marsches auf die Unterstützung der Öffentlichkeit. "Dieser Marsch ist ein Marsch auf der Suche nach Gerechtigkeit für unsere 78 Seelen, die wir in Kartalkaya verloren haben", hieß es.

FORDERUNG NACH STRAFRECHTLICHER VERFOLGUNG DER VERANTWORTLICHEN BEKANNT GEGEBEN

In der Erklärung der Familien wurde besonders betont: "Unsere Forderung ist klar: Niemand, der in der Kette der Fahrlässigkeit Verantwortung trägt, darf geschützt werden. Jeder, der über Befugnisse, Aufgaben, Unterschriftsbefugnisse und Verantwortung verfügt, muss sich vor dem Gesetz verantworten. Die erwartete Anklageschrift gegen die Beamten, deren Verantwortung in den Gutachten der Sachverständigen klar dargelegt wurde, darf nicht länger verzögert werden."

Die Hinterbliebenen erklärten, dass sie ihren Kampf fortsetzen werden, bis Gerechtigkeit geübt wurde, und fügten hinzu: "Solange die Verantwortlichen für unsere 78 Seelen nicht vollständig zur Rechenschaft gezogen werden, wird der Schmerz in den Herzen der Familien nicht abklingen. Jede Unterstützung, die an den Start- und Zielpunkten sowie entlang der Marschroute gezeigt wird, wird die Stimme unserer Forderung nach Gerechtigkeit weiter stärken. Wir laden die Öffentlichkeit ein, sich unserem Kampf für Gerechtigkeit für unsere 78 in Kartalkaya verlorenen Seelen anzuschließen und unsere Stimme zu verstärken. Denn wir wissen: Unvollständige Gerechtigkeit ist keine Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für unsere 78 Seelen."

Zu diesem Marsch, mit dem die Familien ihre Forderungen und ihren Kampf landesweit bekannt machen wollen, wurden auch Nichtregierungsorganisationen und Unterstützer eingeladen.


Nachrichtenquelle: 12punto