Haftbefehl für 17 Personen im „Casperlar“-Ermittlungsverfahren beantragt
Im Rahmen der umfassenden Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalitätsgruppe „Casperlar“ in Bakırköy wurden 17 Verdächtige, darunter Polizisten, ein Gerichtsschreiber und ein Zollbeamter, dem Haftrichter mit dem Antrag auf Untersuchungshaft vorgeführt.
Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy gegen die als „Casperlar“ bekannte organisierte bewaffnete kriminelle Vereinigung dauern an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen für die 18 im Zuge der Operation festgenommenen Personen und der durchgeführten Gesundheitsuntersuchungen wurden die Verdächtigen zum Justizpalast von Bakırköy gebracht.
Von diesen Personen wurde für 17 die Untersuchungshaft und für eine weitere Person die Anordnung von richterlicher Aufsicht beim zuständigen Friedensgericht beantragt. Während das Gerichtsverfahren gegen die Verdächtigen läuft, befinden sich unter denjenigen, für die Haftbefehl beantragt wurde, neun Polizeibeamte, ein Gerichtsschreiber, ein Zollbeamter sowie ein ehemaliger, zurückgetretener Polizeibeamter. Zudem wurde bekannt, dass sich zwei der dem Gericht vorgeführten Personen bereits in Haft befinden.
Unterdessen wurde mitgeteilt, dass die polizeilichen Maßnahmen gegen einen weiteren Verdächtigen, der kürzlich bei seiner Rückkehr aus dem Ausland am Flughafen festgenommen wurde, noch andauern.
Im Verlauf der Ermittlungen führten die Sicherheitskräfte zudem Durchsuchungen und Beschlagnahmungen an verschiedenen Adressen in Istanbul, Bursa, Muğla, Giresun, Mersin und Şırnak durch.
Es wurde festgestellt, dass sich die Operation insgesamt gegen 19 Personen richtet, von denen sich zwei bereits im Gefängnis befinden und eine Person zum Zeitpunkt der Ermittlungen im Ausland aufhielt.
WAS WAR GESCHEHEN?
In einer Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy vom 19. Februar wurde auf die Erkenntnisse aus digitalen Beweismitteln verwiesen, die bei den am 9. Januar durchgeführten gleichzeitigen Razzien im Rahmen der Ermittlungen des Büros für organisierte Kriminalität gegen die „Casperlar“-Organisation sichergestellt wurden. Infolge dieser Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Verdächtigen unrechtmäßige Beziehungen und Interessennetzwerke mit einigen Amtsträgern aufgebaut hatten und von Beamten, die ihre Befugnisse missbrauchten, rechtswidrige Informationen zu Themen wie „Straftaten, Fahndungsnotierungen, Fahrzeugdaten und Festnahmevermerke“ aus laufenden Ermittlungsverfahren erhielten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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