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Mit künstlicher Intelligenz 46 gefälschte Bankkonten eröffnet

Ein Verdächtiger, der mithilfe von KI-gestützten gefälschten Identitäten 46 Bankkonten eröffnet haben soll, wurde in den Niederlanden vor Gericht gestellt; die Staatsanwaltschaft forderte eine 30-monatige Haftstrafe.

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Mit künstlicher Intelligenz 46 gefälschte Bankkonten eröffnet

In den Niederlanden wurde ein bemerkenswerter Betrugsfall der jüngsten Zeit vor Gericht gebracht. Es stellte sich heraus, dass ein Verdächtiger bei der ABN AMRO Bank unter Verwendung von „Deepfake“-Technologie 46 verschiedene gefälschte Konten erstellt hatte.

Gerichtsunterlagen zufolge änderte der Verdächtige nach dem Diebstahl fremder Identitätsdaten die Fotos auf diesen Ausweisen durch sein eigenes Gesicht. Bei der Selfie-Verifizierung, die die Bank für digitale Kontoeröffnungen nutzt, gelang es ihm, die manipulierten Ausweisdokumente mit seinem eigenen Gesicht in das System hochzuladen. Der Verdächtige wurde jedoch entdeckt, als das System bei einem Abgleich seines Fotos mit einem weiblichen Identitätsnachweis Unstimmigkeiten feststellte, woraufhin er festgenommen wurde.

WEGE ZUR BESCHAFFUNG VON IDENTITÄTSDATEN AUFGEDECKT

Während der Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Verdächtige einen Großteil der verwendeten persönlichen Daten über soziale Medienplattformen erlangt und zudem gefälschte Wohnungsanzeigen im Internet genutzt hatte. Bei einer Durchsuchung seines Mobiltelefons wurden zahlreiche Identitätsnachweise und Fotos von Opfern gefunden. Der Angeklagte behauptete, diese Daten seien ihm von anderen Personen über die Anwendung Telegram zugesandt worden.

"ICH DACHTE, SIE WÜRDEN FÜR KI-VIDEOS VERWENDET"

In seiner Aussage behauptete der Angeklagte, das Ausmaß des Verbrechens nicht gekannt zu haben, und verteidigte sich wie folgt: „Ich habe mich auf eine Stellenanzeige beworben, die ich auf TikTok gesehen habe. Ich dachte, ich würde Fotos nur für KI-basierte Videos zur Verfügung stellen. Danach wurde mein Computer ferngesteuert, der Bildschirm wurde schwarz und meine Kamera schaltete sich zehnmal ein. Da ich in finanziellen Schwierigkeiten steckte, habe ich einige illegale Überweisungen akzeptiert.“

WAS WIRD DAS URTEIL BRINGEN?

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Angeklagten wegen des Bankbetrugs sowie wegen Urkundenfälschung und illegaler Beschaffung personenbezogener Daten eine Gesamthaftstrafe von 30 Monaten (davon 6 Monate auf Bewährung) sowie die Zahlung von 6.240 Euro Entschädigung für die entstandenen Bankverluste. Das Urteil wird für den 31. März erwartet.


Nachrichtenquelle: 12punto