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Sie starb mit 7 Jahren, der Weg für Ermittlungen ist frei: Untersuchungserlaubnis für 15 Gesundheitsmitarbeiter erteilt

In Bursa hat ein Gericht die Einleitung von Ermittlungen gegen 15 Gesundheitsmitarbeiter im Zusammenhang mit dem Tod der 7-jährigen Yüsra Türkoğlu angeordnet, deren Familie während der Behandlung Versäumnisse geltend gemacht hatte.

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Sie starb mit 7 Jahren, der Weg für Ermittlungen ist frei: Untersuchungserlaubnis für 15 Gesundheitsmitarbeiter erteilt

Die siebenjährige Yüsra Türkoğlu, eines von vier Kindern der in Bursa lebenden Familie Türkoğlu und Schülerin der ersten Klasse der Hürriyet Ticaret ve Sanayi Odası Grundschule, wurde am Abend des 19. Mai 2024 von ihrer Familie in das Bursa Stadtkrankenhaus gebracht, nachdem sie sich unwohl gefühlt hatte. Es wird behauptet, dass sich der Gesundheitszustand der kleinen Yüsra, die mit Verdacht auf eine Grippe ins Krankenhaus eingeliefert wurde, nach einer Serumbehandlung in kurzer Zeit verschlechterte. Die Familie gab an, dass sich die Beschwerden des Kindes nach der Behandlung über etwa 10 Stunden hinweg verschlimmerten und Schwellungen an den Augen, Bauchschmerzen sowie ein niedriger Blutdruck auftraten.

Am Morgen wurde der Zustand der kleinen Yüsra nach dem Eingreifen eines Facharztes als kritisch eingestuft und sie wurde auf die Intensivstation verlegt. Trotz der Bemühungen nach einem Herzstillstand und einer anschließenden Intubation konnte das Kind nicht gerettet werden. Der Vater, Cemil Türkoğlu, erstattete bei der Staatsanwaltschaft Anzeige mit der Begründung, seine Tochter sei aufgrund eines falschen Serums gestorben.

ERMITTLUNGEN DURCH MINISTERIUM UND STAATSANWALTSCHAFT

Die Generalstaatsanwaltschaft Bursa leitete im Zusammenhang mit Yüsras Tod ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein, während das Gesundheitsministerium eine verwaltungsrechtliche Untersuchung einleitete und einen Inspektor in das Krankenhaus entsandte. Die Krankenhausleitung erklärte hingegen, dass die Patientin die notwendige Aufmerksamkeit erhalten habe und eine Herzerkrankung festgestellt worden sei. Zudem wurde angegeben, dass die Familie der Patientin darauf bestanden habe, das Krankenhaus zu verlassen, das Kind jedoch aufgrund des kritischen Zustands auf die Intensivstation verlegt worden sei. Es wurde vermerkt, dass die beauftragten Inspektoren die Todesursache mehrdimensional untersuchen und die Aussagen von Ärzten, Pflegepersonal und anderen Gesundheitsmitarbeitern eingeholt wurden.

GERICHTLICHE ENTSCHEIDUNG ZUR ERMITTLUNGSERLAUBNIS

Nach einer Voruntersuchung hatte das Gesundheitsministerium zunächst entschieden, keine Ermittlungserlaubnis gegen die betreffenden Ärzte zu erteilen. Die Familie Türkoğlu legte jedoch Berufung gegen diese Entscheidung ein und brachte den Fall vor das Regionalverwaltungsgericht Ankara. Nach einer Prüfung wurde einstimmig beschlossen, Ermittlungen gegen insgesamt 15 Gesundheitsmitarbeiter einzuleiten, darunter Professoren für Kinderheilkunde und Kinderkardiologie, Leiter der pädiatrischen Intensivstation, Dozenten, Fachärzte, Assistenzärzte und Allgemeinmediziner.

In der Entscheidung des Gerichts heißt es: „Obwohl keine Ermittlungserlaubnis erteilt wurde, da die von den betroffenen medizinischen Fachkräften durchgeführten Diagnosen, Behandlungen und Anwendungen den medizinischen Regeln entsprochen hätten, können die Art und Weise des Vorfalls sowie alle Informationen und Behauptungen in der Akte erst nach einer detaillierten Untersuchung geklärt werden, weshalb eine staatsanwaltschaftliche Ermittlung erforderlich ist.“

„WIR HOFFEN, DASS DER GERECHTIGKEIT GENÜGE GETAN WIRD“

Die Entscheidung des Gerichts, die Ermittlungen zu erlauben, löste bei der Familie große Erleichterung aus. Die Mutter, Azime Buse Türkoğlu, sagte: „Als wir erfuhren, dass keine Ermittlungserlaubnis erteilt wurde, war das wie ein Schlag ins Gesicht. Ein solches Ergebnis hatten wir nicht erwartet. Als wir am Dienstag erfuhren, dass das Regionalverwaltungsgericht Ankara, bei dem wir Berufung eingelegt hatten, die Ermittlungserlaubnis erteilt hat, waren wir sehr glücklich. Wir haben wieder Hoffnung. Dieser Vorfall ist uns passiert. Andere Familien sollen nicht leiden, ihnen soll das nicht passieren. Wir wollen, dass die Schuldigen ihre Strafe erhalten.“

Die Familie Türkoğlu erwartet, dass die Ermittlungen fair geführt werden und Sanktionen gegen die Verantwortlichen verhängt werden.


Nachrichtenquelle: 12punto