So wurden Zuschauer illegaler Spielübertragungen entlarvt: Briefe an die Haushalte verschickt
Im Rahmen einer Operation gegen Personen, die illegale Übertragungen konsumieren, wurden in Italien offizielle Abmahnungen verschickt. DAZN forderte die Betroffenen zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 500 Euro auf.
In Italien wurden Zuschauer illegaler Spielübertragungen infolge einer Untersuchung der italienischen Finanzpolizei Guardia di Finanza identifiziert. Diesen Personen wurden Briefe zugestellt, die eine strikte Warnung vor der Nutzung illegaler Streaming-Plattformen enthielten. In den Schreiben wurde eine Frist von 7 Tagen gesetzt, um eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro zu begleichen.
RECHTLICHE WARNUNG ERFOLGT
In den versandten Briefen wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei weiterer Nutzung illegaler Streaming-Dienste strafrechtliche Schritte eingeleitet werden. Nach italienischem Recht stellt der Zugriff auf illegale Übertragungen sowohl für Dienstanbieter als auch für Nutzer eine Straftat dar, die mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen geahndet werden kann.
In den Schreiben wurde zudem erläutert, dass im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft Lecce geführten Ermittlungen festgestellt wurde, dass Serie-A-Spiele auf illegalem Wege verfolgt wurden. Dies verletze die Übertragungsrechte von DAZN Limited, weshalb ein Bußgeld verhängt wurde.
DAZN kündigte an, dass als Zeichen des guten Willens das Verfahren eingestellt werde und keine weiteren rechtlichen Schritte eingeleitet würden, sofern die Zahlung innerhalb der genannten Frist erfolge. Sollte die Zahlung jedoch ausbleiben, werde man den Rechtsweg beschreiten.
DAZN erklärte, eine Null-Toleranz-Politik im Kampf gegen digitale Piraterie zu verfolgen. Das Unternehmen betonte, dass illegale Übertragungen sowohl den Inhabern der Übertragungsrechte als auch den rechtmäßigen Abonnenten schaden und man diesen Kampf entschlossen fortsetzen werde.
Diese Maßnahme gilt als Novum in Europa, da eine Streaming-Plattform erstmals direkt per offiziellem Schreiben gegen Nutzer illegaler Inhalte vorgeht. Experten gehen davon aus, dass ähnliche Schritte auch in anderen europäischen Ländern folgen könnten und ein neues Zeitalter im Kampf gegen digitale Piraterie begonnen hat.
Nachrichtenquelle: 12punto
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