Yılmaz Tunç antwortet auf Behauptungen zum Justizvollzugspaket: 'Wer 8 Jahre Haft bekommt, soll nur 1 Jahr absitzen'
Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich bei der Grundsteinlegung für die Justizpaläste in Samandağ und Erzin. Tunç nahm dabei auch Stellung zu den Behauptungen über das geplante Justizvollzugspaket.
Minister Tunç widersprach den Berichten über das Justizvollzugspaket. Er reagierte auf die Meldungen zur Vollzugsreform, die in den kommenden Wochen auf die Tagesordnung des Parlaments kommen soll.
Tunç äußerte sich wie folgt:
"Das erste Justizpaket betrifft das Strafrechtssystem in den Phasen der Ermittlung, der Strafverfolgung und des Vollzugs. Es wird die Strafjustiz und die Verbrechensbekämpfung effektiver gestalten. Es enthält wichtige Regelungen, die eine Neubewertung von Straftaten ermöglichen, die den Frieden und die Sicherheit der Gesellschaft gefährden.
In der Presse, insbesondere in einigen Fernsehsendern, wurden im Zusammenhang mit dem von uns vorbereiteten Entwurf zum Strafjustizsystem einige Beiträge mit dem Ziel der Desinformation verbreitet. Glauben Sie diesen keinesfalls. Was heißt das? Wer 8 Jahre Haft bekommt, soll nur ein Jahr absitzen. So etwas gibt es nicht. Wer 12 Jahre Haft bekommt, soll nach 9 Monaten wieder frei sein – so etwas gibt es nicht. Woher nehmen Sie diese Informationen? In einer sehr kritischen Zeit, in der wir uns befinden, gibt es Akteure, die unsere Vorbereitungen für Regelungen, die auf Forderungen aus der Gesellschaft und der Praxis zum Vollzugssystem basieren, verleumden wollen. Sie verbreiten irreführende Informationen, um die Bürger zu täuschen und betreiben schwarze Propaganda. Schenken Sie diesen keinesfalls Glauben. Wir werden tun, was für unsere Nation notwendig ist."
"WIR TRAGEN ALLE EINE GROSSE VERANTWORTUNG"
Zur Selbstauflösung der PKK sagte Tunç:
"Wir schreiten mit sicheren Schritten auf das Ziel einer Türkei ohne Terror zu. Wir befreien uns von der Geißel des Terrors, die unser Land seit 40 Jahren belastet, das größte Hindernis für unsere Entwicklung und unseren Fortschritt darstellt und den Tod Tausender Märtyrer verursacht hat. Die Terrororganisation hat sich aufgelöst. Sie hat erklärt, die Waffen niederzulegen. Dieses Ergebnis war nicht einfach. Im nun folgenden Prozess tragen wir alle eine große Verantwortung. Als Nation werden wir unseren Weg fortsetzen, indem wir unsere Einheit und Solidarität weiter stärken. Unabhängig von der ethnischen Herkunft sind wir alle Brüder. Indem wir unsere Brüderlichkeit stärken, werden wir das mächtigste Land der Welt werden. Niemand wird sich dem in den Weg stellen können."
Nachrichtenquelle: 12punto
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