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Zugangssperre für Change.org in der Türkei aufgehoben

Die für sozialen Wandel genutzte Plattform Change.org ist nach einer kurzzeitigen Zugangssperre in der Türkei wieder für ihre Nutzer erreichbar.

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Zugangssperre für Change.org in der Türkei aufgehoben

Die digitale Interessenvertretungsplattform Change.org, die in der Türkei von Millionen Menschen aktiv genutzt wird, hat ihren Dienst wieder aufgenommen, nachdem die seit einiger Zeit bestehende Zugangssperre aufgehoben wurde. Die Zugangsbeschränkung der Plattform, die am 19. Juni 2026 gemäß Artikel 8/A des Gesetzes Nr. 5651 gesperrt worden war, wurde nach Abschluss des Rechtsverfahrens aufgehoben.

Der Einspruch der Plattform gegen die Entscheidung zur Zugangssperre wurde am 6. Juli vom Gericht als begründet anerkannt. Damit ist Change.org seit dem 9. Juli 2026 in der Türkei wieder zugänglich und steht den Nutzern erneut zur Verfügung.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Plattform seit 2012 in der Türkei tätig ist und 22,6 Millionen Menschen diesen Dienst genutzt haben. Weltweit zählt Change.org mehr als 200 Millionen Nutzer. Bisher wurden in der Türkei über 150 Millionen Unterschriften geleistet und mehr als 250 Tausend Kampagnen gestartet; allein im Jahr 2025 seien 97 Kampagnen erfolgreich abgeschlossen worden.

Bezüglich der Unterstützung während der Zeit der Zugangssperre betonte Didem Korkut, Kommunikationsdirektorin für die Türkei und die Region bei Change.org, dass man während des gesamten Prozesses an den Rechtsstaat geglaubt habe. Korkut sagte: „Als Change.org haben wir während dieses gesamten Prozesses unseren Glauben an die Rechtsstaatlichkeit bewahrt“ und dankte den Nutzern, den zivilgesellschaftlichen Organisationen und den Medien für ihre Unterstützung. Zudem fügte sie hinzu: „Die gezeigte Solidarität hat einmal mehr bewiesen, dass Change.org nicht nur eine Technologieplattform ist, sondern eine starke Gemeinschaft, die für das Gemeinwohl zusammenkommt.“

Die kurzzeitige Zugangssperre hatte mit einer Entscheidung des Friedensgerichts Kula am 17. Juni begonnen und wurde am 19. Juni nach Zustellung der entsprechenden Entscheidung in die Praxis umgesetzt. Der als Begründung für die Entscheidung angeführte Inhalt wurde noch am selben Tag von der Plattform entfernt und der Fall offiziell vor Gericht gebracht. Der am 24. Juni beim Gericht eingereichte Einspruch wurde am 6. Juli positiv beschieden und die Zugangsbeschränkung damit beendet.


Nachrichtenquelle: 12punto