Hallo,
ihr freien Geister, ihr Menschen mit freiem Gewissen, ihr wunderbaren Menschen.
Wie ihr nur allzu gut wisst, bedeutet es in diesem uralten Land Anatolien, das von Volksliedern durchdrungen ist, „Wir“, wenn man von etwas anderem als der Wange des Geliebten spricht. Ein „Wir“ zu sein, beginnt damit, eins zu werden mit all unseren Werten, die unserem Dasein Leben einhauchen, sich in unseren endlosen Reigen einzureihen und ein Soldat dieses heiligen Ideals zu sein.
Wenn wir nun vom Reigen sprechen, denkt nicht, dass wir die einzigen Besitzer dieses überschwänglichen Ausdrucks sind. Schaut euch an, was das Werk „Der Tanz“, das der französische Maler Henri Matisse, einer der Architekten der modernen Malerei, 1910 als Ölgemälde auf Leinwand schuf, uns zu sagen hat, was es uns fühlen lässt und woran es uns erinnert. Vielleicht schöpfte Matisse die Inspiration für sein Werk aus der dionysischen Kultur, die die gesamte Geografie der Zivilisationen, an der auch wir teilhaben – vom antiken Griechenland bis nach Indien –, mit ihren Festen in einen Rausch versetzte.
Dieses heilige Ideal weist uns den Weg, wie man in Matisses unten gezeigtem Werk „Der Tanz“ sehen kann: in einer schlichten Nacktheit einfach nur Mensch zu sein und sich von allem zu entkleiden und zu befreien, was uns voneinander entfremden könnte.
Für heute muss ich auch der 12-Punto-Familie danken, die uns in diesem Reigen der Befreiung die Hand reicht und uns zu Gefährten macht.

Haltet für einen Moment inne, während ihr meinen Text lest, und stellt euch selbst die Frage: „Hätte ich diese Welt ohne die Kunst ertragen können?“ Antwortet nicht sofort, denkt ein wenig darüber nach, ja, denkt sogar sehr viel darüber nach. Eigentlich reicht es nicht einmal, viel darüber nachzudenken; denkt ständig darüber nach.
Wenn ihr nachdenkt, werdet ihr sehen, dass die „Kunst“ für diejenigen, die sich in den Reigen einreihen können und ihn vergrößern wollen, eine ebenso lebenswichtige Bedeutung hat wie Brot, Wasser und Luft.
Hier in dieser Kolumne werden wir, während wir über Kunst sprechen und diskutieren, eigentlich über uns selbst sprechen und schauen, was unsere Geschichte ist.
Wenn ihr bereit seid, werden wir in meinem nächsten Beitrag gemeinsam in den Spiegel der Kunst blicken.
Belassen wir es für unser erstes Treffen erst einmal dabei.
Bis zu unserem nächsten Treffen, macht es gut, atmet jetzt und immer mit der Kunst und bleibt der Kunst verbunden.
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