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Ein Kind als Held in der Schlacht von Gallipoli...

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Er war 13 Jahre alt.

Er befand sich an der Front von Gallipoli.

Seine Heldentaten waren bereits Gegenstand der deutschen Presse gewesen. Diesmal war der deutsche Schriftsteller Vollmoeller von der Zeitschrift „Berliner Illustrirte Zeitung“ an die Front gekommen, um ihn persönlich kennenzulernen.

Der Kommandeur der deutschen Maschinengewehr-Einheit rief „Ali“. Hinter dem Zelt erschien ein kleiner, schmächtiger 13-jähriger Junge. Er wirkte in seiner braunen Uniform fast verloren. Auf dem Kopf trug er eine Enveriye-Mütze, die ihm viel zu groß war.

Sein Name war Ali Reşat. Er war Bombenschütze.

Sein Vater war Hauptmann in Mazedonien gewesen. Er war jedoch im Balkankrieg in Kumanovo als Märtyrer gefallen. Ali Reşat hatte seine Familie im Balkankrieg verloren; seine Mutter und seine Geschwister waren von den Serben massakriert worden.

Ali Reşat hatte dieses Massaker jedoch überlebt, war in die osmanische Armee geflüchtet und nach Thrakien gelangt. Als die Soldaten, bei denen er Zuflucht gefunden hatte, in die Schlacht von Gallipoli zogen, begleitete er sie an die Front.

An dieser Front kämpfte er wie seine älteren Brüder. Da er noch so jung war, konnte er sich unbemerkt und furchtlos den feindlichen Schützengräben nähern, Stacheldraht zerschneiden, Bomben werfen und wieder zurückkehren. Ali war zwar klein, aber sein Herz war groß. Auf diese Weise hatte er den Tod vieler feindlicher Offiziere verursacht. Er war jedoch auch zweimal schwer verwundet worden.

Im April 1915 wurde er bei einem Angriff an beiden Beinen und an der Lunge verletzt, kehrte aber nach einer etwa vierwöchigen Behandlung wieder an die Front zurück.

Als er an die Front zurückkehrte, erlitt er diesmal eine leichte Verletzung an der linken Schulter.

Aufgrund dieser Heldentaten traf ihn Enver Pascha bei einem Besuch an der Front persönlich und verlieh ihm den Rang eines Feldwebels.

Ali Reşat trat vor den deutschen Schriftsteller Vollmoeller, der ihn besuchen wollte, salutierte und stellte sich vor. An jenem Tag war er 14 Jahre alt geworden. An den Schultern seiner Uniform trug er die Abzeichen eines Feldwebels.

Genau in diesem Moment drückte der deutsche Schriftsteller auf den Auslöser seiner Kamera. Dieser Besuch wurde in der Ausgabe der Berliner Illustrirte Zeitung vom 22. August 1915 unter der Überschrift „Der jüngste Unteroffizier der türkischen Armee“ veröffentlicht, und die Geschichte von Ali Reşat wurde ausführlich gewürdigt.

So lernte die gesamte Öffentlichkeit den Kinderhelden der Schlacht von Gallipoli, Ali Reşat, kennen.

Im Jahr 1921 wurde sein Leben in einem Buch festgehalten. Armin T. Wegner, der zuvor als Sanitäter in die Türkei gekommen war, verarbeitete die Geschichte von Ali Reşat im Jahr 1921 literarisch.

Auch wenn der Name des Helden im Buch ein anderer war, entsprach sein Leben dem von Ali Reşat. Wegner schrieb in seinem Buch, dass dieser Held nach dem Krieg nach Edirne zurückkehren würde, doch nach der Schlacht von Gallipoli verlor sich jede Spur von Ali Reşat.

Er wurde nirgendwo mehr gesehen oder gehört.

Wie Tausende namenlose Helden fand auch Ali Reşat seinen Platz auf den goldenen Seiten der Geschichte.

Möge seine Seele Frieden finden, kleiner Held,

dafür, dass du uns dieses schöne Vaterland geschenkt hast.