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Warum wollte Atatürk kein Grauwolf-Wappen?

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Nach der Ausrufung der Republik stand im Parlament und in der Öffentlichkeit zeitweise ein „Staatswappen“ auf der Tagesordnung.

Schließlich hätte ein schönes Wappen gut zur Republik Türkei gepasst, deren Flagge einen Halbmond und einen Stern trägt.

Viele Wappenentwürfe wurden zur Diskussion gestellt.

Doch am meisten wurde, inspiriert durch das Ergenekon-Epos, über das Grauwolf-Wappen debattiert. Zahlreiche Zeichnungen mit Wolfsköpfen wurden angefertigt und Atatürk vorgelegt. Sobald Atatürk die Zeichnungen sah, fragte er:

-„Was für ein Wolf?“

Auf diese Frage hin erinnerte man ihn sofort an das Ergenekon-Epos. Atatürks Antwort fiel jedoch anders aus. Er lehnte es ab:

-„Lassen Sie die Märchen beiseite. Der Ursprung von allem ist der menschliche Verstand. Suchen Sie mir das Symbol des Verstandes, das Wappen des Verstandes“, antwortete er.

Die Umstehenden konnten natürlich kein Wappen des Verstandes finden. Und so blieb das Thema Wappen erst einmal liegen.

Heutzutage steht das Grauwolf-Zeichen auf der Tagesordnung.

Es wird behauptet, dass das Grauwolf-Zeichen mehr als nur ein Parteisymbol sei, nämlich ein Symbol, ein Sinnbild und ein Zeichen der türkischen Welt.

Das mag sein.

Aber es ist nicht das Wappen der Republik Türkei.

Wäre es das, hätte es der Staatsgründer Atatürk eingeführt.

Andererseits:

In den ersten Jahren der Republik mag der Grauwolf in der Türkei auch auf einer offiziellen Münze abgebildet worden sein. Auf Münzen gibt es ohnehin Hunderte verschiedener Figuren und Bilder. Die Grauwolf-Figur mag auch verschiedenen Fahrzeugen als Name gegeben worden sein. Doch ein Wappen oder Symbol, das den Staat repräsentiert, ist etwas anderes.

Atatürk sagte zu diesem Thema: „Alles auf dieser Welt entspringt dem menschlichen Geist. Ich kann mir nichts vorstellen, was ein menschliches Gehirn nicht ausdrücken könnte.“

Das bedeutet, er wollte anstelle einer Tierfigur ein Symbol, das Verstand und Intelligenz ausdrückt.

Aus diesem Grund handelt Atatürk nicht nach Märchen. Er vertraut auf den menschlichen Verstand und ist realistisch. Er ist kein Träumer. Wäre er nicht realistisch gewesen und hätte er nach Märchen gehandelt, hätte er diesen Staat nicht gründen können.

Er hätte den Befreiungskrieg nicht gewinnen können.

Er hätte keinen einzigen Krieg gewinnen können.

Und diejenigen, die die Grauwolf-Figur als Zeichen verwenden, wären dann auch keine Türken mehr. Wahrscheinlich wären sie assimiliert worden und würden ein Kruzifix unter ihrem Gewand tragen.

Die Quelle der oben genannten Information findet sich in den Erinnerungen von Prof. Dr. Afet İnan. Wer möchte, kann sie aufschlagen, finden und nachlesen.

Wie dem auch sei.

Der Gründer dieses Landes, Atatürk, dachte so.

Lassen Sie die Märchen und Epen beiseite. Seien Sie realistisch. Wenn Sie Ihre Identität ausdrücken wollen, suchen Sie sie im Verstand, suchen Sie sie in der Wissenschaft, sagt er.

Er sagt nicht, suchen Sie sie in Märchen...