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Vorgebliche Sache, tatsächliche Profitgier: Ideologische Betrüger

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Die Türkische Sprachgesellschaft (TDK) definiert einen Betrüger als jemanden, der das Eigentum oder Geld einer anderen Person durch Täuschung an sich bringt. Demnach muss der Betrüger mit seinen Opfern in Kontakt treten, sie mit allerlei Versprechungen täuschen und anschließend sein Ziel erreichen.

Da es sich um eine zwischenmenschliche Beziehung handelt, ist es durchaus möglich, dass sich Betrüger in unserem Umfeld befinden oder wir sie sogar kennen. Letztendlich ist jemand, der seine Gesprächspartner oder die Masse, an die er sich wendet, ständig täuscht und dabei Instrumente wie Profit, Ämter oder Geld nicht aus der Hand gibt – diese sogar stetig vermehrt –, ein offenkundiger Betrüger. So lautet die Definition; wir benennen lediglich den Täter, der auf diese Beschreibung passt.

Da ich oben von der Masse sprach und anschließend Begriffe wie Profit und Ämter wählte, dürfte klar sein, dass ich mich auf eine spezielle Art des Betrugs beziehe: den ideologischen Betrug.

Ideologie lässt sich im allgemeinsten Sinne als ein Ganzes politischer und gesellschaftlicher Gedanken definieren. Wer einer Ideologie angehört, beschreibt seine Ideen, seine Haltung und sein Verständnis innerhalb dieses Gedankengebäudes. Damit geht jedoch auch Verantwortung einher. Ein ideologisches Verständnis erfordert gleichzeitig Konsistenz und Aufrichtigkeit. Man kann nicht vom Sozialismus sprechen und gleichzeitig ein Patron innerhalb eines Ausbeutungsnetzwerks sein; man kann nicht öffentliche, gleichberechtigte Bildung oder Gesundheitsversorgung verteidigen und gleichzeitig Privatschulen oder -kliniken betreiben, noch kann man die politische Partei, die man angeblich gegründet hat oder der man angehört, wie ein Unternehmen führen. Genau solche und ähnliche Handlungen – eine Partei unter ideologischem Deckmantel wie ein Unternehmen zu führen, das Ausbeutungssystem mit blumigen Worten aufrechtzuerhalten, während man in Freundeskreisen oder in sozialen Medien angeblich gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung protestiert, um bei passender Gelegenheit sogar das engste Umfeld in das Ausbeutungsrad einzuspannen und deren Gedanken und Gefühle für die eigenen Interessen zu instrumentalisieren – das ist ideologischer Betrug. Sein Treibstoff ist die Falschheit, seine Richtung die Hinterlist.

Ideologische Betrüger täuschen mit ihrer Rhetorik.

Sie sind wortgewandt; so wie diejenigen, die mit Religion täuschen, bestimmte heilige Begriffe ständig im Munde führen, wenden ideologische Betrüger dieselbe Taktik in der säkularen Welt an.

Je nach Gruppierung, der sie angehören, sind Begriffe wie Land, Vaterland, Nation, Links oder Sozialismus ihre ständigen Begleiter. Scheinbar bringen sie ihre leidenschaftlichsten Reden mit diesen Worten zum Ausdruck... Doch sobald ihre Ansprachen enden, zerknüllen sie diese Wörter wie ein Stück Papier und werfen sie beiseite.

In diesem Moment fällt auch die Maske von ihrem Gesicht.

In diesem Moment können sie für ihre politischen oder kommerziellen Interessen grundlegendste menschliche Prinzipien über Bord werfen, ihre Weggefährten zu Verrätern erklären, Freunde betrügen und diejenigen, die sie bis gestern als Kämpfer ihrer Partei betrachteten, als Agenten bezeichnen.

Manche sind in ihrem Metier sehr gut, sehr geschickt. Sie erklären ihre Widersprüchlichkeiten und ihre Rückgratlosigkeit mit theoretischen Worten und versuchen selbst offensichtliche Tatsachen mit provokanten Aussagen ins Gegenteil zu verkehren.

Ihr Geschick beschränkt sich nicht nur auf ihre Intelligenz. Sie sind zum Beispiel schamlos; selbst angesichts offener Lügen empfinden sie keine Scham. Was sie gestern als schwarz bezeichneten, können sie heute als weiß deklarieren.

Sie übernehmen keine Verantwortung, betrachten ihre Parteien wie ein von ihren Familien geerbtes Vermächtnis und denken angesichts erlebter Misserfolge keinesfalls an einen Rücktritt.

Fragt man sie, sind sie gegen Sekten, doch sie führen ihre Parteien wie eine Derwisch-Loge und rücken nicht von ihrem Posten ab, wie ein Scheich von seinem Thron. Sie verlassen die Stühle, die sie bis zu ihrem Tod besetzen, nicht.

Dies ist kein Zustand, der nur auf Führungskräfte beschränkt ist. Ähnliche Charaktere können uns auf jeder Ebene begegnen. Es ist ihr charakteristisches Merkmal, ihr Gott ist der Profit.

Sie sprechen in einem hohen Ton; ihr Lachen ist künstlich, in ihren Augen fehlt jede Tiefe.

Sie sind wie in den Worten des Dichters: „Ihre Zungen sprechen von Ali, doch ihre Augen blicken auf Muawiya“.

Ideologisch können sie in viele Rollen schlüpfen: Journalist, Schriftsteller, Dichter, Musiker. Ihr gemeinsamer Beruf ist jedoch derselbe: ideologischer Betrug.

Sie sind so geschickt, dass sie ihr Handwerk manchmal in einem engen Kreis, manchmal aber auch vor den Augen von Millionen ausüben.

Ihre Vorstrafen, ihre narrenhaften Helfer, die sie nie von ihrer Seite weichen lassen, und die Stühle, von denen sie einfach nicht lassen können, sind Zeugen dafür.

Auch die Sprache der Geschichte, die das Geschehen von gestern bis heute festhält, ist Zeuge.

Für den, der hören will, ist diese Sprache nur einen Schritt entfernt.

Doch unser Verstand muss erst bereit dafür sein. Wie der Schriftsteller sagte: Wenn der Verstand nicht hören will, hört das Ohr nicht.