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NATO für den Weltfrieden!

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Früher wurden Kandidatinnen bei Schönheitswettbewerben gefragt: Was wünschst du dir für die Welt und die Menschheit? Die Antwort war stets die gleiche: „Weltfrieden, ein Ende des Hungers!“ Wie schön! 

Auch auf dem NATO-Gipfel bildete man ein solches Knäuel der Liebe. Man möchte den Iran außen vor lassen. Dabei sind wir dem Weltfrieden so nah. 

Die NATO wurde einst als Antwort auf die „kommunistische Bedrohung“ gegründet. Die UdSSR brach von innen heraus zusammen. Russland unternahm jeden erdenklichen Schritt, um sich in die Welt zu integrieren. Die Union zerfiel, man ging zur liberalen Wirtschaft über. 

Wenn man NATO-Mitglied ist, wird verhindert, dass die Mitglieder gegeneinander Krieg führen. Das einzige Problem: Artikel 5. Wenn ein Nicht-NATO-Land ein NATO-Mitglied angreift, kann die NATO gemeinsam handeln. 

Wir haben endlich eine praktische Lösung. Wenn die NATO schon expandiert, dann lassen wir sie doch unaufhörlich weiter expandieren. Nehmen wir Russland auf und auch die Ukraine. Wenn beide NATO-Mitglieder sind, kann es schließlich keinen Streit mehr geben. 

Es heißt doch, ein NATO-Land errichte auf dem Territorium eines anderen NATO-Landes keine Basis gegen ein drittes NATO-Mitglied. So könnten wir sofort Frieden stiften. Wir sollten sogar noch weiter expandieren. 

Der Iran führte Krieg gegen den Irak. Die USA und Großbritannien haben mit dem Irak abgerechnet. Nehmen wir sowohl den Irak als auch den Iran in die NATO auf. Danach sowohl Indien als auch China. Wie schön, nicht wahr? Und so würde China auch den „Sozialismus“ aufgeben. Es hält sich ohnehin nur noch am Zipfel der roten Fahne fest. Damit wäre es dann endgültig befreit. 

Wir sollten sogar noch weiter expandieren. Nehmen wir Israel und Palästina gemeinsam auf. 

Liberale demokratische Freunde könnten über diese Idee besorgt sein. Lassen Sie uns ihre Sorgen formulieren: „Aber diese Länder sind nicht demokratisch.“ Da haben Sie völlig recht, meine liberalen Freunde. Aber unser Vorschlag könnte auch dieses Problem beseitigen. Wie Sie wissen, können unruhige Soldaten Demokratie bringen, sobald man NATO-Mitglied ist. Eines Morgens lassen sie plötzlich Panzer rollen, Flugzeuge fliegen, stürzen tyrannische Regierungen, errichten für ein paar Jahre eine „strenge Junta“ und danach eine sonnige Demokratie. Ihre Kinder werden schon das Notwendige tun. 

Stellen Sie sich vor... Wir haben Russland in die NATO aufgenommen. Eines Morgens ist plötzlich die Demokratie auf dem Roten Platz eingezogen. 

Stellen Sie sich vor... Wir haben Israel in die NATO aufgenommen. Ein Präsident hat einen Herzinfarkt erlitten. 

Stellen Sie sich vor... Wir haben den Iran in die NATO aufgenommen. Die Soldaten eines rotzigen Imams haben Teheran bombardiert. 

Außerdem hat die NATO-Mitgliedschaft auch Nebenleistungen. Man trifft sich zwischendurch zu Sitzungen. Die Straßen sind asphaltiert, die Gassen gereinigt, vor den Baustellen hängen riesige Plakate. 

Die NATO ist für jedes Land notwendig. Stellen Sie sich vor... Wir haben Venezuela in die NATO aufgenommen. Dann braucht es auch keine grenzüberschreitenden Operationen mehr. Venezolanische Richter werden das Notwendige tun. Es wird nicht mehr nötig sein, den Staatspräsidenten zu entführen. 

Aber die NATO hat ein kleines Manko. Eines Morgens könnte ein Küken aus dem Ei schlüpfen. Vielleicht löst es ja auch die NATO auf.