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Über das Nachdenken über ‚Echokammern‘ im Vorfeld der Kommunalwahlen…

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Der Mensch ist ein soziales Wesen. Beziehungen, Stimmen, Ansichten und Ideen spielen im Leben eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Ideen und Ansichten tragen dazu bei, dass dieser Raum an Bedeutung gewinnt, und sie sind wertvoll, solange sie nicht als Mittel zur Unterdrückung anderer betrachtet werden. Der Mensch nährt sich aus diesem Umfeld, bereichert sich, entwickelt sich geistig weiter und macht Fortschritte.

Besonders in der heutigen Zeit hört der Mensch in seinem Lebensumfeld meist nur seine eigene Stimme und seine eigene Meinung. Jeder in seinem Umfeld denkt wie er. Er spricht wie er, er ähnelt ihm. Die Fernsehsender, die er schaut, entsprechen seiner eigenen Meinung. Sie sagen das, was er hören möchte. Die Zeitungen, die er liest, tun dasselbe. Sie spiegeln seine Gedanken wider, sie schreiben sie nieder. Er akzeptiert alles als Wahrheit und hinterfragt es nicht. Er liest keine Publikationen mit gegenteiligen Inhalten. Auch das, was er in den sozialen Medien verfolgt, ist so…

Menschen, die mit seiner eigenen Meinung auf einer Linie liegen. Die geschaffenen, begrenzteren Komfortzonen sind ähnlich. Jeder ist derselben Meinung, in die gleiche Richtung... Es ist unmöglich, auf eine andere Ansicht zu stoßen. Besonders in den sozialen Medien stärkt das Teilen derselben Beiträge mit Gleichgesinnten auch das Gefühl von Sicherheit. Man reagiert auf die sich entwickelnden Ereignisse gleich und positioniert sich am selben Punkt. Im Laufe der Zeit hört der Mensch in seinem Lebensumfeld nur noch seine eigene Stimme und seine eigene Meinung. Unterschiedliche Ansichten werden nach einer Weile nicht mehr als normal angesehen. Sie werden sogar als extrem betrachtet. Wenn man noch einen Schritt weiter geht, wird die auf Ablehnung stoßende abweichende Meinung verurteilt und an den Punkt gebracht: „Jeder sieht die Wahrheit, warum siehst du sie nicht?“ Es kann sogar das Ausmaß erreichen: „Hast du einen Vorteil davon, wem und was dienst du?“

Der von C. Sunstein konzeptualisierte ‚Echokammern‘-Effekt (Echo-Chamber) beschreibt, in welch großem Strudel sich Menschen in der digitalen Welt (soziale Netzwerke und digitale Medien) befinden. Die Personen nehmen nur die Informationen auf, die sie wollen, und kommunizieren mit Menschen, die ihnen ähnlich sind; sie halten sich von dem fern, was ihnen nicht gefällt. Sunstein weist darauf hin, dass dieser Moment aus demokratischer Sicht zu sehr großen Problemen führen wird.

Diese Situation bedeutet auch, dass die Informationen, über die Menschen verfügen, die sich um ähnliche Gedanken versammelt haben, auf diejenigen beschränkt bleiben, die sich in diesem Denken vereinen, und dass Gedanken, Ansichten und Nachrichten, die der eigenen Meinung entsprechen, verstärkt und ohne Hinterfragung übernommen werden.

In einer ‚Echokammer‘ gefangen zu sein und sich ständig in denselben Umgebungen aufzuhalten, kann den Menschen in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zeitweise von der Realität entfremden; das Lernen, die Neugier, das Fragenstellen und die Anstrengung nehmen ab.

Es ist nicht mehr lange bis zu den Kommunalwahlen. Die Methode, die man Post-Truth (postfaktisch) nennt, wird von der Politik genutzt. Das heißt, es wird Politik gemacht, indem Lügen so weitergegeben werden, als wären sie wahr.

Insbesondere die Opposition muss sich in ihrer Politik, ihren Diskursen und ihrem Prozess der Kandidatenbestimmung vom Echokammer-Effekt befreien und ihre enge Praxis ablegen. Ausgehend von der Tatsache, dass es sowohl im eigenen Lager als auch bei der Zielgruppe Echokammern gibt, muss sie Diskurse entwickeln, die diesen Effekt durchbrechen und zum Erfolg führen.

DIEJENIGEN, DIE DURCH EINEN TAG 17 JAHRE VERLOREN HABEN, TREFFEN SICH IN KARTAL

Der von Arbeitnehmern gegründete und von Tag zu Tag wachsende Verein für Gerechtigkeit bei der Rente (EMADDER), dessen Vorsitzende Mihriban Uğurlu ist, bereitet sich auf eine große Kundgebung am Sonntag, den 21. Januar, in Kartal vor.

Während bei der gesetzlichen Regelung zu den vom Rentenalter Betroffenen (EYT) diejenigen, deren Versicherungseintritt vor dem 8. September 1999 lag, einen Rentenanspruch erlangen konnten, wurde für diejenigen, deren Versicherungseintritt einen Tag später erfolgte, eine Wartezeit von 17-20 Jahren eingeführt. Da dies zu einer Ungleichheit der Rechte und zu Ungerechtigkeit führte, löste es auch Reaktionen aus.

RADIOPROGRAMM

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, ab sofort werde ich donnerstags um 15.00 Uhr in der Sendung „Alternatif“ auf 96.6 Yön Radyo zu hören sein. Ich hoffe, Sie hören zu…