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Auf unserem Boden werden nun Steuern und Preiserhöhungen angebaut...

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Eigentlich gibt es keine Steuern und keine Preiserhöhungen ohne Repräsentation. Das bedeutet, dass die Regierung nicht nach eigenem Gutdünken Steuern und Preiserhöhungen festlegen darf. Sowohl Steuern als auch Preiserhöhungen können nur mit Zustimmung des vom Volk gewählten Parlaments erfolgen.

Doch das Parlament hat weder bei Steuern noch bei Preiserhöhungen irgendeine Befugnis. Diese Steuer- und Preiserhöhungsgewalt muss der Regierung entzogen werden. Unser Volk wird unter der Last schwerer Steuern erdrückt.

Ein Parlament, das sich für das Volk einsetzt, ist faktisch nicht existent. Aus diesem Grund nutzt die Regierung ihre Macht mit einer Struktur, die dem Grundsatz „Keine Steuern ohne Repräsentation“ widerspricht und einer absoluten Monarchie gleicht.

Gemäß Artikel 73 unserer Verfassung werden Steuern durch Gesetz erhoben, geändert oder aufgehoben.

Es heißt dort, dass die Befugnis, Änderungen an den durch das Gesetz festgelegten Steuerlasten und Untergrenzen sowie an Befreiungen, Ausnahmen und Ermäßigungen bei Steuern, Abgaben, Gebühren und ähnlichen Verpflichtungen vorzunehmen, dem Präsidenten übertragen werden kann. Diese Bestimmung widerspricht dem Prinzip „Keine Steuern ohne Repräsentation“. Aus dieser Perspektive ist der Präsident zum Stellvertreter des Parlaments geworden.

Die politische Führung verzichtet seit langem darauf, die Steuern zu erheben, die eigentlich vom Kapital eingezogen werden müssten, und tätigt Ausgaben ohne entsprechende Besteuerung. Dies finanziert sie durch Kreditaufnahme und das Drucken von Geld.

Die Last dieser Verschuldung trägt unser Volk; während die heutige Generation und künftige Generationen unter eine enorme Last geraten, verarmen sie einerseits und erleiden andererseits einen Wohlstandsverlust.

Dem Volk zu viele Steuern aufzubürden, ist einerseits ungerecht und andererseits Diebstahl. Dass die Regierung dem Volk derart grenzenlose Steuern auferlegt, ist zudem als Raubrittertum zu bezeichnen. Sie unterdrücken das Volk, damit die Reichen und sie selbst in Saus und Braus leben können; manchmal macht die Auferlegung exzessiver und hoher Steuern oder deren Missbrauch den Aufstand des Volkes legitim.

Auf dem Boden unseres Landes werden keine Wissenschaft, keine Zivilisation, kein Recht und keine Gerechtigkeit mehr angebaut; es werden keine landwirtschaftlichen Produkte, keine Industrie und keine Landwirte mehr hervorgebracht. In unserem Land wartet jeder schweigend auf einen Retter. Man darf nicht vergessen: Freiheit und Demokratie existieren nur in dem Maße, in dem man für sie kämpft.

Ohne die Zustimmung der Bürger und des Parlaments sollten weder Steuern erhoben noch Preiserhöhungen vorgenommen werden. Mit Parlament meine ich hier ein Parlament, das das Budgetrecht jedes Bürgers verteidigt.

Der osmanische Staatsmann Koçi Bey, der im 17. Jahrhundert lebte, drückte in seiner an Sultan Murad IV. gerichteten Abhandlung die Nöte des steuerzahlenden Volkes wie folgt aus: „Wie soll das Volk diese Tyrannei ertragen?“