Unser Land durchlebt derzeit Bedingungen, die schwerwiegender sind als jene während des Befreiungskrieges. Es ist bezeichnend, dass trotz der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage und der zunehmenden, verfestigten Armut plötzlich das Gesetz zur Tötung von Straßentieren auf die Tagesordnung gesetzt wurde, das zuvor überhaupt kein Thema war.
Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, wird die politische Führung keinerlei Verantwortung tragen. Es sind die Kommunen, die in einen direkten Konflikt mit der Bevölkerung geraten werden.
Tatsächlich teilen die Straßentiere nun das Schicksal der Menschen und der Straßenkinder unseres Landes. Unser Land erlebt quasi eine Phase der Kapitulationen. Um diese Kette der Kapitulationen zu durchbrechen und die Wirtschaft zu entwickeln sowie wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, sind entschlossene Schritte erforderlich.
Um von der Wirtschaftskrise und der Armut abzulenken, werden Themen wie das Bildungsgesetz, Verfassungsänderungen, die Tötung von Lebewesen und vermutlich bald auch die Wiedereinführung der Todesstrafe auf die Agenda gesetzt.
Seit Tagen ist es notwendig, dass die Bürgermeister – um die Unterbrechung lokaler Dienstleistungen zu verhindern – die Forderungen der lokalen Bevölkerung sowie die Versprechen, die sie den Bürgern während des Wahlkampfs gegeben haben, korrekt, vollständig und fristgerecht erfüllen.
Es bedarf dringend eines Gesetzes zur administrativen und finanziellen Aufteilung, damit die politische Führung ihre finanzielle und administrative Macht nicht wie ein Damoklesschwert über diesen Bürgermeistern schwingen kann. Ich hatte bereits vor der Wahl dazu aufgerufen.
Sowohl die Regierung als auch die Opposition haben sich bei diesem Aufruf taub gestellt.
Hinter der sogenannten Entspannungsphase zwischen Regierung und Opposition zeichnet sich ab, dass den oppositionellen Kommunen nun finanzielle Lasten aufgebürdet werden.
Zunächst wurden unter dem Deckmantel von Sparmaßnahmen lokale Dienstleistungen behindert. Danach wurden die Kosten für die Straßenbeleuchtung auf die Kommunen übertragen, wobei sich diese für die Gemeinden verdreifacht haben. Nun werden die Sozialversicherungsbeiträge und Steuerschulden monatlich direkt von den Anteilen abgezogen, die den Kommunen gemäß ihrer Bevölkerungszahl von der Iller Bank zustehen.
All dies ist das Ergebnis der Entspannungspolitik. Man muss sich fragen, was wohl passiert wäre, wenn es diese Entspannung nicht gegeben hätte.
Unterdessen vergeben die staatlichen Banken auch keine Kredite mehr an oppositionelle Kommunen, obwohl sie dies in der Vergangenheit taten. Als Folge dieser Entspannung verweigern sie nun auch die Kreditvergabe. Dies wird dazu führen, dass die oppositionellen Kommunen ihre lokalen Dienstleistungen nicht mehr rechtzeitig oder gar nicht mehr erbringen können.
Die Vorwürfe einer "Schlamm- und Gruben-Kommunalpolitik" werden daraufhin unvermeidlich folgen. Ist das Ergebnis eine Situation, von der wir nichts wissen? Haben die Regierung und der Oppositionsführer einen Deal über eine Rückkehr zum parlamentarischen System ausgehandelt?
Sollte es ein solches Abkommen geben, scheinen vorgezogene Neuwahlen unvermeidlich.
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung