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MTP: Ein Programm für Krise und Armut

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Wir sind daran gewöhnt, dass alle mittelfristigen Programme (MTP) reichlich Inkonsistenzen und Widersprüche enthalten. Das jüngste MTP bildet da keine Ausnahme. Dennoch messen wir den MTPs Bedeutung bei, da sie letztlich eine Absichtserklärung für die nahe Zukunft darstellen. Manchmal offen, meist jedoch verdeckt. Der grundlegende Unterschied des aktuellen MTP besteht darin, dass es eine Abkehr hin zu einer anderen Wirtschaftspolitik innerhalb derselben Regierungsperiode bedeutet. In dieser Hinsicht spiegelt es ein anderes Verständnis als das vorherige MTP (2023-2025) wider, nämlich die Rückkehr zu orthodoxen neoliberalen Politiken. Dennoch bleibt die klassenspezifische Ausrichtung grundlegend: Die Hauptlinie dieses Programms ist, wie die vorangegangenen auch, kapitalorientiert.

Es ist ein Programm, das weit von seinen Zielen entfernt, inkonsistent und auf der Seite der Reichen steht, während es die Werktätigen erdrückt. Ein implizites IWF-Programm. Kann dieses MTP die Krise und die Armut bekämpfen? Nein, im Gegenteil, es wird sie weiter vertiefen.

Das Wachstum geht zurück. Das bedeutet Arbeitslosigkeit und Armut. 

Das MTP (Mittelfristiges Programm) hat leider in letzter Zeit seine Eigenschaft als Referenzdokument verloren, da es seine Ziele ständig verfehlt. Das zuletzt veröffentlichte Mittelfristige Programm erfüllt leider ebenfalls nicht die Erwartungen. 

Wenn wir die grundlegenden Indikatoren untersuchen, ist es unmöglich, das Ziel des Mittelfristigen Programms zu verstehen, die Inflation im Jahr 2025 von 41,5 % auf 17 % zu senken und gleichzeitig ein Wirtschaftswachstum von 4 % anzustreben. Während geplant ist, die Wirtschaft abzukühlen und die Inflation durch eine sinkende Nachfrage zu senken, ist die Behauptung, die Wirtschaft werde um 4 % wachsen, ein Hohn auf unseren Verstand. Entweder wird die Inflation nicht sinken oder die Wirtschaft wird nicht um 4 % wachsen. 

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie das Leistungsbilanzdefizit sinken soll, während das Land um 4 % wächst. Wie bekannt ist, besteht in unserem Land eine Parallelität zwischen dem Leistungsbilanzdefizit und der Wachstumsrate. Im Plan ist jedoch vorgesehen, dass das Leistungsbilanzdefizit sinkt, während das Wachstum anhält. Leider wird nicht gesagt, wie und wann das geschehen soll.

Wie soll das Leistungsbilanzdefizit sinken, wenn das Wechselkursniveau weiterhin relativ niedrig bleibt? Es zeigt sich deutlich, dass wir, während wir bisher nur ein Ohr für die Exporteure verschlossen hatten, nun planen, beide zu verschließen. Es sieht so aus, als ob unser Land weiterhin teurer als Griechenland bleiben wird. Wie können wir unter diesen Umständen positive Erwartungen an den Tourismus haben? 

Das MTP bietet leider keine einzige Lösung für die Grundbedürfnisse unserer Bürger wie Ernährung und Wohnraum. Es ist absehbar, dass Rentner und Geringverdiener auch in der kommenden Zeit in Not sein werden.

Mit dieser Zinspolitik ist abzusehen, dass der Carry Trade anhält und der Kapitalabfluss ins Ausland fortgesetzt wird. Wie lange kann unser Land bei solch hohen Zinszahlungen bestehen?

Zusammenfassend lässt sich sagen: Dieses MTP ist auf Krise und Armut aufgebaut und sieht keinen Wohlstand vor. Drei weitere Jahre werden Armut und Krise unsere Lebensweise bleiben. Dieses Programm ist weder ein Programm der Voraussicht noch der Hoffnung. Es ist ein Programm ohne IWF, das darauf ausgelegt ist, dem IWF zu gefallen, das gegenüber dem eigenen Volk ablehnend und dem IWF gegenüber freundlich eingestellt ist.