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Die sich wandelnde Rolle des Staates in der Wirtschaft im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung und des Sozialstaatsverständnisses - 1

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Die Weltwirtschaft wurde insbesondere während der 1980er und Anfang der 1990er Jahre durch eine Politik geprägt, die eine Verkleinerung des Staates und ein auf Marktkräften basierendes Entwicklungsverständnis vorsah; diese Politik wurde vom IWF, der Weltbank und dem US-Finanzministerium unterstützt und vom Ökonomen John Williamson als Washington Consensus bezeichnet.

Das neoliberale Projekt, das seit 1980 dominiert und auf dem Ansatz des „Laissez-faire, laissez-passer“ basiert, mit Initiativen wie „weniger Staat, mehr Markt“, Privatisierungen, Deregulierung und Marktorientierung, das im Grunde den Rückzug des Staates aus dem Markt, den „Minimalstaat“ und den „Gegensatz zwischen Staat und Markt“ propagiert und die Ansicht vertritt, dass „Märkte sich selbst regulieren und ohne jegliche Regeln ein optimales Gleichgewicht erreichen“, ist nun an seine Grenzen gestoßen, da es keine Antworten auf Marktversagen liefert.

Heutzutage konzentrieren sich die Diskussionen verstärkt darauf, wer die Wirtschaft steuern soll.

Sind es die Märkte, die von Liberalen als „unsichtbare Hand“ bezeichnet werden? Ist es der Staat, die sogenannte „sichtbare Hand“, der nach Lösungen für Marktversagen sucht und bei jeder Krise zur Hilfe gerufen wird? Oder ist der optimale Weg, der in letzter Zeit verstärkt diskutiert wird, die Herstellung des richtigen Gleichgewichts zwischen Staat und Markt?

Obwohl Regierungen von Zeit zu Zeit unterschiedliche Prioritäten haben, steht die Verbesserung des Wohlstandsniveaus und der Lebensqualität ihrer Bürger an erster Stelle dieser Prioritäten.

Ein höheres Wohlstandsniveau und ein höherer Entwicklungsstand werden nicht nur durch ein höheres Einkommen, sondern auch durch eine bessere Bildung, Gesundheit, Justiz, Umwelt und ein besseres sozioökonomisches Umfeld angestrebt, wobei versucht wird, diese inklusiver und nachhaltiger zu gestalten.

Die Debatten darüber, welche Rolle der Staat bei der Erfüllung dieser Prioritäten, bei denen die Märkte keine Lösungen finden konnten, im Rahmen des Sozialstaatsverständnisses und bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung spielen sollte, dauern an und nehmen weiter zu.

Fortsetzung folgt...