Vor Jahren, nach meinem Universitätsabschluss, ging ich für mein Master- und Doktoratsstudium in die USA. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen.
Ich komme direkt zum Punkt.
Es gab dort Studierende aus allen Nationen, ähnlich wie ich.
Besonders in den Doktoratsprogrammen. Seltsamerweise traf ich kaum auf amerikanische Studierende.
Auch unter den Bachelorstudierenden gab es eine beträchtliche Anzahl ausländischer Studierender.
Studierende aus Ländern außerhalb der G8 arbeiteten mit vollem Einsatz daran, Wissenstransfer zu leisten.
Auch unter den Akademikern gab es eine beachtliche Anzahl ausländischer Dozenten.
Chinesen, Bangladescher, Türken, Inder.
Fast 30 Jahre sind vergangen, und die Türkei ist in eine ähnliche Situation geraten.
Besonders unsere neu gegründeten Universitäten und Stiftungsuniversitäten sind mit ausländischen Studierenden überfüllt.
Einige unserer neu gegründeten staatlichen Universitäten wären fast leer, wenn es keine ausländischen Studierenden gäbe.
Im Doktoratsstudium ist die Lage noch dramatischer.
Ich sehe Akademiker, die über soziale Medien nach Doktoranden suchen.
Auch ich finde niemanden.
Das Interesse der Türken an Doktoratsprogrammen ist nahezu auf dem Nullpunkt angelangt.
Es bleibt nur noch eine Möglichkeit.
Unsere Doktoratsprogramme, wie in Amerika, für ausländische Studierende zu öffnen.
Das Feld durch zwischenstaatliche Abkommen zu erweitern.
Stipendien bereitzustellen.
Wir könnten insbesondere für die bedürftigen Kinder aus der muslimischen Welt eine Quelle der Hoffnung sein.
Das muslimische Bangladesch mit 250 Millionen Einwohnern, Pakistan mit 250 Millionen, Indonesien mit 300 Millionen und Indien mit einer muslimischen Bevölkerung von 30 Millionen könnten gezielte Zielländer sein.
Auch einige afrikanische Länder könnten in die Liste aufgenommen werden.
Die türkischen Republiken sollten jedoch unser Hauptziel sein.
Vor Jahren blühten die fast vor dem Aus stehenden ländlichen Universitäten Amerikas durch das Abkommen auf, das Nixon 1972 mit dem kommunistischen China schloss – und das mitten im Kalten Krieg.
Tausende chinesische Studierende strömten für ihre höhere Bildung an amerikanische Universitäten, und das Ergebnis ist offensichtlich.
Fast alle Universitäten unter den Top 100 sind amerikanisch.
Bei Veröffentlichungen, Patenten und Projekten liegen sie mit großem Abstand vorn.
Auch die Türkei könnte durch einen ähnlichen Weg den Weg für ihre Universitäten ebnen.
Andernfalls werden wir beginnen müssen, Katastrophenszenarien für die Zukunft zu schreiben.
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