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Der Dispo-Terror

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In Eskişehir hatte ich den Leiter einer staatlichen Bank kennengelernt.

Unser Kontakt, der als Kundenbeziehung begann, entwickelte sich aufgrund unserer gemeinsamen Herkunft zu einer Freundschaft.

Wir pflegten eine so enge Freundschaft, dass wir die Repräsentationskosten der Bank in die Höhe trieben.

Er bewirtete nicht nur mich, sondern dankenswerterweise auch meine engen Freunde.

Nach dem Essen und Trinken, nach langen Gesprächen, gab er dem Kellner, bei dem er die Rechnung bestellte, ein Trinkgeld und wies ihn an: „Junge, stell einen Bewirtungsbeleg aus.“

Damals waren die Limits für den Dispokredit (KMH – ein Kreditprodukt, das an Ihr Girokonto gekoppelt ist) nicht besonders hoch.

Vielleicht entsprachen sie einem halben oder einem ganzen Monatsgehalt, nicht mehr.

Da unsere Geschäfte gut liefen, kümmerten wir uns kaum um das Dispo-Limit.

Dass ich mit dem Bankdirektor befreundet war, zahlte sich für uns in Form eines Dispo-Vorteils aus.

Er legte für mich ein Limit fest, das dem Zehnfachen meines Gehalts entsprach – ein solches Limit hatte keiner meiner Freunde.

Wie gesagt, damals liefen unsere Geschäfte gut.

Da unsere Gehälter ausreichten, kamen wir gar nicht auf die Idee, den Dispokredit in Anspruch zu nehmen.

Inzwischen hat sich die Lage geändert.

Wir stoßen an unsere Grenzen.

Das Zehnfache des Gehalts als Limit reicht bei weitem nicht mehr aus.

Doch ein weiteres gravierendes Problem ist aufgetaucht.

Die Dispo-Zinsen.

Das eingehende Gehalt reicht mittlerweile nicht einmal mehr aus, um die Dispo-Zinsen zu decken.

Es verschlingt das Gehalt sofort.

Was auch immer das für ein Zinsmodell ist, der Dispo-Trick meines geschätzten Direktors hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das selbst den Geist von „Maraz Ahmet“ aus Tonya vor Neid erblassen ließe.