Heute werden Sie in allen Zeitungen – auch wenn es kaum noch welche gibt – auf einen Artikel zum 15. Juli stoßen.
Dann schreibe ich eben auch einen, um der Übung Genüge zu tun.
Auch wenn wir sagen, es komme uns wie gestern vor, so hat dieser niederträchtige Umsturzversuch nun bereits sein zehntes Jahr erreicht.
Wenn Sie fragen, woher ich mich erinnere: Der sogenannte muslimische, im Kern jedoch heuchlerische Leiter des Fachbereichs Maschinenbau, der mir ständig mit FETÖ-Rhetorik kam und bereits im Jahr 2010 behauptete, Präsident Erdoğan habe keine lange Lebensdauer mehr, ist seit 10 Jahren untergetaucht.
Die Krypto-Anhänger hingegen verstecken sich immer noch in akademischen Positionen.
Oder sie glauben zumindest, dass sie versteckt sind.
Sie glauben, der Staat wisse nichts von ihnen.
Sie glauben, niemand wisse davon, dass sie sich neu organisieren und nur auf eine Gelegenheit warten, um wieder den Kopf zu heben.
Glauben Sie das ruhig weiter.
Doch leider denke ich, dass weder das Volk noch der Staat das Ereignis vom 15. Juli vollständig begriffen haben.
Insbesondere beim Volk führen Dinge, bei denen die Augen aufgrund der Metapher des blinden Glaubens nicht geöffnet werden können, in eine noch tiefere Sackgasse.
Die Dynamiken, als F16-Kampfjets Ankara wie aufgewühlte Baumwolle zerpflückten und versuchten, das türkische Volk in die Knechtschaft zu zwingen, werden nicht verstanden, können nicht verstanden werden oder man will sie nicht verstehen, weil es einem nicht in den Kram passt.
Natürlich wird man auch dafür einen hohen Preis zahlen.
Wenn der Staat mit dieser Einstellung weitermacht und die angeblichen Krypto-FETÖ-Verräter nicht aus dem öffentlichen Dienst entfernt, wird er die Informationslecks der imperialen Mächte in den Korridoren von Ankara niemals verhindern können und noch viele weitere 17./25.-Dezember-Ereignisse erleben müssen.
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