Auch Fatih Altaylı wurde nach Silivri geschickt.
Schon zu Zeiten von Ergenekon wurden gebildete, berufstätige Soldaten und Bürokraten nach Silivri geschickt.
Angeblich stand die Konterrevolution kurz bevor.
Sobald die Demokratiefeinde in Handschellen gelegt würden, könne die Türkei wieder aufatmen.
Das geschah nicht.
Im Gegenteil, es kam ganz anders.
Über Nacht leerte sich Silivri.
Inzwischen ist es wieder überfüllt.
Bürgermeister, Bürokraten und viele andere mehr.
Zuletzt auch Altaylı.
Doch niemand hat Angst, weint oder jammert.
Sogar ihre Ehefrauen zeigen Haltung und sagen vor dem Gerichtsgebäude, sie seien dankbar.
Jeder macht sich auf den Weg nach Silivri und sagt, ganz wie ein alter Revolutionär, dass man bereit sei, die Strafe abzusitzen, was auch immer sie sein mag.
Sie senden eine Botschaft an die Jugend.
Selbst wer im Ausland ist, steigt in den Flieger und kommt zurück.
Danach schreiben sie Briefe an Freunde und Verwandte.
Wie ein Derwisch versuchen sie, in der Einsiedelei zur Gottesfurcht zu gelangen.
Doch Altaylı hat den Bogen überspannt.
Er hat ein wenig übertrieben.
Er spricht so schön von Silivri, dass man meinen könnte, er mache Urlaub in Marmaris.
Da kommt einem unweigerlich der Gedanke: Ich habe auch Lust, dorthin zu gehen und mich ein wenig hinzulegen.
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