Die Ernennung von Rektoren ist seit jeher ein Problem. Selbst bei meinem Modell der Rektorenwahl gab es viele Schwierigkeiten, obwohl das eigentlich das Beste war.
Man kann sagen, dass dort die Fehlerquote am geringsten ist.
Egal wie das Modell aussieht,
Ankara möchte jemanden, der ihm nahesteht, als Rektor in die Provinz schicken, damit er seine Freunde und Bekannten bequem an der Universität unterbringen kann.
Der Rektor soll strammstehen.
Er soll sich strikt an die Anweisungen halten.
Wenn er die Vorwahl 312 auf seinem Handy sieht, soll er erschrecken, leicht ins Schwitzen geraten und „Hoffentlich ist alles gut“ sagen.
Andererseits soll er für den nutzlosen, leichtlebigen Sohn der Schwägerin eine Assistentenstelle durch eine maßgeschneiderte Stellenausschreibung schaffen.
Um die Ausschreibungen und ähnliche Angelegenheiten an den Universitäten kümmern sie sich kaum.
Es geht nur um die Pfründe.
Der Rest ist Märchen.
Und Akademiker wie wir machen sich auf den Weg nach Ankara, mit Projektmappen in der Hand, die alle in die gleiche Richtung zielen.
Zuvor werden natürlich die Parteiorganisationen vor Ort besucht, damit zumindest die Stellen an den Fachhochschulen nicht an Ankara verloren gehen.
Gebügelte Anzüge, Nacken, die frisch vom Friseurstuhl kommen.
Proben mit Freunden und sorgfältig gewählte Worte.
Je nach Zeitgeist entweder arabisch geprägte Begriffe oder frankophone Ausdrücke.
Träume davon, was man alles tun würde, wenn man zum Rektor ernannt würde.
„Ich werde die Universität unter die Top 500 bringen“, „Ich werde die regionale Entwicklung unterstützen“, „Ich werde die Bildungsqualität steigern“ – Illusionen, die eigentlich kaum in der Hand eines Rektors liegen.
Mit Laptops in der Hand versuchen sie, Ankara ihre Mikroanalysen mit glänzenden Grafiken zu erklären.
Sie wissen nicht, dass Ankara diese Algorithmen völlig egal sind.
Sie suchen einen Handlanger, der auf ihr Wort hört, sagen das aber nicht offen.
Um nicht unhöflich zu sein, versuchen sie, so zu tun, als würden sie zuhören.
Ein hochrangiger Professor ist extra zu ihnen gekommen.
Man muss zuhören, auch wenn man das Thema nicht versteht.
Anzahl der Publikationen, H-Index, Zitationsrate, so und so viele F&E-Projekte.
Wie dem auch sei, wir könnten die Geschichte noch weiter ausführen, aber kommen wir zum Punkt.
Ein Freund von mir aus Amerika, der diese Prozesse durchlaufen hatte, um Rektor der Universität Istanbul zu werden, war sehr traurig, als er nicht ernannt wurde.
Er behauptete, er sei der beste Kandidat gewesen, und zählte die Mängel desjenigen auf, der stattdessen ernannt wurde.
Was auch immer wir sagten, er ließ sich nicht überzeugen.
Auch wenn wir mit einem Verweis auf Sure al-Baqara 216 sagten, dass in jedem Übel ein Gutes und in jedem Guten ein Übel liegen kann, kühlte das den Ehrgeiz meines ehrgeizigen Rektorkandidaten-Freundes nicht ab.
Obwohl ich nicht sagen kann, dass er immer noch zur Besinnung gekommen ist, habe ich ihn neulich Abend angerufen.
Als ich fragte, was er mache, sagte er: „Ich verrichte das Dankgebet, weil ich nicht zum Rektor ernannt wurde.“
„Sonst wäre diese Diplom-Angelegenheit an mir hängengeblieben“, sagte er.
„Stell dir vor, wir hätten dich zum Rektor ernannt, du hättest es nicht geschafft, ein Diplom zu annullieren, hättest den Ärger bekommen und wärst vielleicht deines Amtes enthoben worden“, fügte er hinzu.
Schön und gut, aber auch der Nachfolger kann dieses Diplom nicht annullieren. Tatsächlich kann kein Diplom, das durch einen horizontalen Wechsel erworben wurde, annulliert werden.
Unter den Dokumenten für den horizontalen Wechsel befinden sich Dutzende Unterschriften sowohl der Fakultätsräte als auch der Senats- und Verwaltungsräte der Universität.
Wenn man sie zählt, könnten es mehr als tausend Unterschriften und Paraphen auf den Unterlagen zum horizontalen Wechsel sein.
Es wird sehr genau geprüft.
Nicht das kleinste Detail wird übersehen.
Wir haben die Hauptfächer hinter uns, selbst die unbedeutendste Frage zu Wahlfächern wird bis ins kleinste Detail seziert.
Die Gegner des Rektors, die damals sehr einflussreich und tief verwurzelt waren, hätten den Senat auf den Kopf gestellt.
Sogar rohe Gewalt wurde angewendet, wobei bei den horizontalen Wechseln während der Amtszeit von İmamoğlu ein Konsens erzielt wurde.
Es gab keinerlei Probleme.
Wie man so schön sagt: Der Dieb ist schon über den Berg.
Andererseits wird die erste Universität, die am 31. August 1900 per Dekret von Abdülhamid den Namen Darülfünûn-ı Şahane erhielt, als nichtig betrachtet werden.
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