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Türkisch-Koreanische Universität

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Das türkische Hochschulwesen hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Projekte auf den Weg gebracht.

Auch wenn in den Rankings, also den Qualitätsbewertungen, noch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, gibt es sichtbare Bemühungen bei Universitäten mit ausländischer Beteiligung.

Die Amerikanische Universität in Bagdad oder die Amerikanische Universität in Kairo, deren Namen wir im arabischen Raum häufig hören, oder ähnliche Einrichtungen, beginnen nun auch in der Türkei zu entstehen.

Eine Türkisch-Amerikanische Universität gibt es zwar noch nicht (Hinweis: Eigentlich existiert sie, trägt aber nicht „Amerika“ im Namen), aber die Türkisch-Deutsche Universität und die Türkisch-Japanische Universität wurden bereits gegründet.

Es ist offensichtlich, dass sich dieser Strukturwandel fortsetzen wird.

So hören wir beispielsweise auch von Bestrebungen für eine Türkisch-Chinesische Universität.

Doch davor sollte man eine Türkisch-Koreanische Universität auf die Agenda setzen.

Unsere historischen Wurzeln in Asien, unsere verwandtschaftlichen Bindungen und unsere strategische Partnerschaft während des Koreakrieges – aus der übrigens die METU (ODTÜ) hervorging – sind mehr als ausreichende Gründe für die Gründung einer solchen Universität.

Die Koreaner erzielen in den letzten Jahren Erfolge, um die sie die Japaner beneiden könnten.

Die Partnerschaften und erfolgreichen Projekte unserer Ingenieure und Bauunternehmer im türkischen Bausektor mit koreanischen Bauunternehmen könnten ebenfalls als wegweisendes Modell dienen.

Sie verfügen über agilere Produktionsmodelle.

Sie haben eine systematische Struktur aufgebaut, die sowohl schnell als auch wertschöpfungsstärker ist.

Zudem möchten sie sich Europa geografisch annähern.

Kulturell sehen sie die Türkei als das ihnen am nächsten stehende Land an; so sprechen sie Ältere niemals ohne die bei uns üblichen respektvollen Anreden wie „Abi“ (großer Bruder) oder „Abla“ (große Schwester) an.

Möge es schon jetzt ein Erfolg werden.