Ihr Schlitzohren, ihr… Ihr habt das leichte Geld gewittert und sofort geklickt, nicht wahr?
Ich wünschte, ich hätte das Geld, um dieses Versprechen halten zu können.
Aber woher nehmen…
In unserem Beruf gilt die Regel: Ein Journalist wird nicht reich.
Und wer reich ist, kann kein Journalist sein!
Denn wenn man kein Parteigänger oder Ähnliches ist, muss man sich mit der Feder abmühen, um seinen Hunger zu stillen! Unser Job ist harte Arbeit…
Da ihr nun den Rest des Artikels lest, wisst ihr, dass dies ein Scherz war.
Im schlimmsten Fall seid ihr sauer auf mich und lest meine Artikel nicht mehr; das war's dann!
Aber was ist mit denjenigen, die an einer offiziellen, staatlich organisierten Spendenkampagne teilnehmen, Berge von Geld versprechen, ihre Werbung damit machen… und sich auf diese Weise Ansehen verschaffen…
Die dieses Ansehen höchstwahrscheinlich in „Geld“ ummünzen…
Was ist aber mit denen, die ihre Versprechen nicht halten?
*
Es ist Tradition, dass in den ersten Artikeln des Jahres „Hoffnung“ verbreitet wird…
Und das alte Jahr wird immer gescholten; als ob es an dem, was wir erlebt haben, eine Schuld trüge…
Hat etwa das Jahr „2023“ die maroden Gebäude gebaut, die bei dem Erdbeben am 6. Februar in unseren elf Provinzen eingestürzt sind?
Hat 2023 den Meeressand in den Beton gemischt?
Hat es den Stahl abgezweigt?
Und noch wichtiger: Ist 2023 auch schuld an den 30 Milliarden Lira, die von den Teilnehmern der „Türkei-ein-Herz-Kampagne“ nach dem Erdbeben mit großem Spektakel versprochen, aber nie gezahlt wurden?
*
Der CHP-Abgeordnete für Niğde, Ömer Fethi Gürer, hat vor einiger Zeit eine parlamentarische Anfrage gestellt und den Innenminister Ali Yerlikaya gefragt, wie viel von den Spendenversprechen in diesen Kampagnen tatsächlich realisiert wurde.
In einer Zeit, in der kein Minister sich um parlamentarische Anfragen schert oder sie abtut, hat Minister Ali Yerlikaya, warum auch immer, sofort geantwortet:
„Die Teilnehmer der Kampagne, die neun Tage nach dem Erdbeben in einer gemeinsamen Live-Übertragung vieler Fernsehsender stattfand, hatten Spenden in Höhe von 115 Milliarden 146 Millionen 528 Tausend Lira versprochen. Davon sind 85 Milliarden 697 Millionen 129 Tausend 344 Lira auf den Spendenkonten eingegangen.“
*
Schön und gut, aber was ist mit dem Rest?
Warum sind etwa 29 Milliarden 440 Millionen Türkische Lira, mit anderen Worten 1 Milliarde Dollar, trotz der Versprechen seit zehneinhalb Monaten nicht auf den Konten eingegangen?
Wer sind diese billigen Helden?
Wird es keine Strafe dafür geben, bei einem so sensiblen Thema wie dem Erdbeben ein Versprechen zu geben und es dann nicht einzuhalten?
Werden wir einfach darüber lachen und zur Tagesordnung übergehen?
Werden wir einen Strich darunter ziehen?
Werden wir diese Schlitzohren mit der Show, die sie vor Millionen von Zuschauern in der Live-Übertragung abgezogen haben, ungeschoren davonkommen lassen?
*
Ein dem Staat gegebenes Wort ist ein Schuldschein. Wer sein Wort nicht hält, ist genau wie Steuersünder ein „Erdbebensünder“!
Ein falscher Held!
Wer sind diese Lügner?
Wer sind diese Schamlosen?
Nennen Sie sie beim Namen, nennen Sie die Firmen, damit wir es wissen!
Damit wir wissen, mit wem wir nichts mehr zu tun haben wollen!
Wir sollten keine Geschäfte mit Lügnern, Opportunisten und Erdbeben-Profiteuren machen.
*
So wie einst Steuersünder seitenweise in Anzeigen veröffentlicht wurden, ist es die Pflicht der Organisatoren dieser Kampagne gegenüber unserem Volk, die „Erdbebensünder“, die die Gefühle der Menschen ausgenutzt und „Ehrendiebstahl“ begangen haben, öffentlich zu machen!
Also, Herr Minister; machen Sie diese Opportunisten, die die 1 Milliarde Dollar nicht gezahlt haben, noch heute bekannt!
Haaaa…
Es reicht nicht, sie nur bekannt zu machen!
Sorgen Sie dafür, dass die versprochenen Gelder ab dem 15. Februar, dem Tag der Übertragung, inklusive gesetzlicher Zinsen eingetrieben werden!
Wollen Sie als Staat immer nur die Gerichtsvollzieher auf die Armen schicken, die ihre Strom-, Wasser-, Telefon- oder Gasrechnungen von ein paar Groschen nicht bezahlen können? Schicken Sie sie auch zu diesen Leuten!
*
Ich kann zwar nicht jedem von euch eine Million Lira geben, aber ich wünsche euch mit euren Liebsten viele freie, glückliche, gesunde, friedliche und wohlhabende Jahre.
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung