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Der Iran-Vorhang im Machtkampf der Großmächte: Die Haltung von China und Russland

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Die neue Phase des am 28. Februar ausgebrochenen USA-Israel-Iran-Krieges ist nicht nur ein regionaler Konflikt, sondern auch ein Stresstest, bei dem sich die Rivalität der Großmächte auf dem Spielfeld widerspiegelt. In diesem Zusammenhang lautet die grundlegende Frage nicht „Wer gewinnt?“, sondern „Wie positionieren sich die globalen Akteure in diesem Krieg?“

Insbesondere die Haltung Chinas und Russlands ist einer der kritischsten externen Faktoren, die die Richtung des Konflikts bestimmen. Man irrt nicht, wenn man sagt, dass das Duo, das im Gegensatz zum Juni 2025 schrittweise eine immer aktivere Rolle spielt, der grundlegende externe Faktor für den Widerstand des Iran ist. Beide Akteure versuchen, indirekten Einfluss über den Iran auszuüben, während sie einen direkten militärischen Konflikt mit den USA vermeiden. Dies zeigt deutlich, wie Großmächte im modernen internationalen System die Strategie des „begrenzten Engagements bei maximaler Wirkung“ anwenden.

Aus chinesischer Sicht steht die Energiesicherheit im Zentrum dieses Krieges. Die chinesische Wirtschaft ist in hohem Maße von externer Energie abhängig, und fast die Hälfte des importierten Öls stammt aus der Golfregion. Daher ist für Peking die Priorität nicht der Sieg einer der Parteien, sondern der ununterbrochene Energiefluss.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Iran und China sind an dieser Stelle von entscheidender Bedeutung. China ist mit Abstand der größte Abnehmer von iranischem Öl, und etwa 90 % der iranischen Ölexporte gehen nach China. Zudem sah das zwischen den beiden Ländern unterzeichnete umfassende 25-jährige strategische Kooperationsabkommen eine langfristige Integration in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Sicherheit vor. Dieses Bild zeigt, dass der Iran wirtschaftlich in erheblichem Maße von China abhängig geworden ist.

Doch diese Abhängigkeit erfordert nicht, dass China den Iran offen unterstützt, und eine solche Situation ist auch vor Ort nicht zu beobachten. Im Gegenteil, China zeigt ein äußerst ausgewogenes Verhaltensmuster: Es leistet dem Iran keine offene militärische Unterstützung, stärkt aber indirekt die Widerstandsfähigkeit des Iran vor Ort.

In diesem Zusammenhang ist der Fluss von Technologie und Material, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke verwendet werden können, von Bedeutung. Nach Einschätzungen der US-Geheimdienste liefern chinesische Akteure dem Iran chemische Komponenten, Treibstoff und verschiedene Ausrüstungsgegenstände, die bei der Raketenproduktion verwendet werden können. Zudem deuten einige Berichte darauf hin, dass schultergestützte Luftverteidigungssysteme, die Flugzeuge in niedriger Höhe abschießen können, den Iran erreichen könnten. Solche Beiträge verdeutlichen Chinas Modell der „verdeckten Unterstützung bei offener Neutralität“. Gleichzeitig versucht China, sich als potenzieller diplomatischer Vermittler zu positionieren, um sein Image als „verantwortungsbewusste Macht“ innerhalb des globalen Systems zu wahren.

Russland konzentriert sich deutlicher als China auf die Sicherheitsdimension der Angelegenheit, aber auch Moskau muss einen direkten Kriegseintritt vermeiden. Für Moskau bietet dieser Krieg eine strategische Gelegenheit, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen der USA auf eine andere Front zu lenken. Die Beziehung zwischen dem Iran und Russland hat sich insbesondere in den letzten Jahren im militärischen und sicherheitspolitischen Bereich erheblich vertieft. Es ist bekannt, dass Russland dem Iran Kampfflugzeuge und in diese Flugzeuge integrierte Raketen liefert. In diesem Rahmen ist geplant, dass die Lieferungen bis 2027 fortgesetzt werden, und es wird angegeben, dass diese Systeme über die Kapazität verfügen, direkt gegen US-amerikanische und israelische Luftstreitkräfte eingesetzt zu werden.

Darüber hinaus wird erklärt, dass Russland, genau wie China, dem Iran Satellitendaten und nachrichtendienstliche Unterstützung liefert; insbesondere werden Informationen über die Positionen von Einheiten der US-Marine geteilt. Der Prozess bis zum Waffenstillstand zeigt, dass diese Unterstützung das Kräfteverhältnis vor Ort direkt beeinflusst.

An dieser Stelle muss unterstrichen werden, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern nicht ideologisch, sondern weitgehend pragmatisch und interessenbasiert ist. Russland berechnet bei der Unterstützung des Iran seine eigenen Risiken sorgfältig und vermeidet ein direktes Eingreifen. Einer der wichtigsten Gründe hierfür ist die militärische Kapazität, die aufgrund des Ukraine-Krieges bereits stark beansprucht ist.

Außerdem lässt sich sagen, dass Moskau zwar nicht möchte, dass der Iran vollständig zusammenbricht, aber auch nicht ignoriert, dass eine Schwächung des Iran für Russland einige strategische Vorteile schaffen könnte. Tatsächlich bedeuten steigende Energiepreise einen direkten Gewinn für die russische Wirtschaft, während die Ablenkung des Westens die Wirkung der Sanktionen indirekt verringern könnte. Daher behaupten einige Experten, dass Russland es nicht eilig hat, den Iran zu retten, und sogar von einer kontrollierten Krise in gewissem Maße profitiert.

Im allgemeinen Rahmen betrachtet, spiegeln die Ansätze Chinas und Russlands gegenüber dem Iran zwei Strategien wider, die sich ergänzen, aber auf unterschiedlichen Instrumenten basieren. Während China durch wirtschaftliche Unterstützung und systeminterne Instrumente das Überleben des Iran sichert, erhöht Russland durch militärische Technologie, Geheimdienstinformationen und Sicherheitskooperation den Widerstand vor Ort.

Ich denke, man kann es so formulieren: Eine Art „Ausbilden und Ausrüsten“-Programm, das von Chinas Finanzen und Technologie unterstützt wird, von den Russen umgesetzt wird und auf einer größeren Bühne stattfindet. Das gemeinsame Merkmal beider Akteure ist, dass sie nicht direkt in den Krieg eintreten und ihre Risiken begrenzt halten. Kurzfristig scheint es so weiterzugehen; aber was die Möglichkeit einer Verschärfung des Krieges in den Sommermonaten mit sich bringen wird, ist schwer zu sagen, geschweige denn sich vorzustellen.