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Amtsblatt / 6.-12. Oktober 2025

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Es wurde eine Änderung der Verordnung über die Beschäftigung von Ausländern türkischer Abstammung in der Türkei vorgenommen. Nach der Änderung wurde die Entscheidung darüber, wer als türkischstämmig gilt, dem Präsidenten übertragen. Zudem wurde der Anwendungsbereich der Verordnung durch neu hinzugefügte Bedingungen eingeschränkt. Um unter die Gesetzgebung zur Beschäftigung von Ausländern türkischer Abstammung zu fallen, wurden folgende Voraussetzungen eingeführt: Die Zugehörigkeit zu einer vom Präsidenten als türkischstämmig anerkannten Gemeinschaft, die Unfähigkeit, den eigenen Beruf im Herkunftsland aus Gründen auszuüben, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen, und – am wichtigsten – der Besitz einer ethnischen und kulturellen Identität, die sich von der allgemeinen Bevölkerung des Herkunftslandes unterscheidet. Auf diese Weise wurden unsere Verwandten in Zentralasien aus dem Anwendungsbereich dieses Gesetzes ausgeschlossen und die Gesetzgebung so weit gefasst, dass sie nur noch türkischstämmige Personen umfasst, die nicht in einem türkischen Staat leben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die in der Vergangenheit erlassenen Rechtsvorschriften zur Erleichterung der Beschäftigung unserer türkischen Verwandten aus Zentralasien in der Türkei faktisch hinfällig geworden sind und alle Erleichterungen für die Beschäftigung unserer Verwandten aufgehoben wurden.

Das Handelsministerium hat Änderungen an der Verordnung über Preisschilder vorgenommen. Es wurde ein System eingeführt, bei dem Restaurants, Cafés, Konditoreien und ähnliche Betriebe ihre Produktpreise in ein vom Ministerium einzurichtendes elektronisches System hochladen müssen, damit alle Preise von Kunden online eingesehen werden können.

Das Ministerium für Kultur und Tourismus hat Änderungen an der Verordnung über die Regulierung der Vermietung von Wohnraum zu touristischen Zwecken vorgenommen. Auch Teilzeitnutzungsrechte (Devremülk) wurden in diesen Geltungsbereich aufgenommen. Mit den Änderungen wurden die Prozesse für die Erteilung der Genehmigungsurkunde gelockert, jedoch wurde der Verwaltung ein Ermessensspielraum bei der Erteilung der Urkunde eingeräumt. In der Praxis wurde klargestellt, dass die Genehmigungsurkunde aufgrund von Fehlern und/oder Missbrauch nicht die Eigenschaft der Wohnung als solche, also ihre primäre Funktion als Wohnraum, sowie die Rechte und Pflichten im Rahmen des Baugesetzes oder des Küstengesetzes ändert. Die Anforderungen an den Brandschutz bei der Genehmigungserteilung wurden verschärft; es wurde eine Verpflichtung zur Bereitstellung von chemischen Feuerlöschern, Rauchmeldern und Warnschildern eingeführt.

Das Verfassungsgericht hat den Artikel im Notstandsgesetz vom 7. Februar 2018 (KHK) aufgehoben, der besagte, dass Personen, die aus dem Dienst entlassen wurden, keine Entschädigungsansprüche geltend machen können. Für diejenigen, die im Rahmen dieses KHK entlassen wurden, gibt es nun keine gesetzlichen Hindernisse mehr, Klagen auf materiellen und immateriellen Schadensersatz einzureichen. Das Verfassungsgericht hatte bereits zuvor mit seiner am 11. August 2025 im Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung dieselbe Regelung bezüglich Entschädigungen in einem Notstands-KHK vom 31.10.2018 aufgehoben. Da es zahllose Notstands-KHKs gibt und jedes KHK dieselbe Regelung enthielt, ist davon auszugehen, dass die positiven Entscheidungen zugunsten der zu Unrecht entlassenen Personen bezüglich ihrer Entschädigungsansprüche anhalten werden.

Das Ministerium für Schatz und Finanzen, das Innenministerium, das Handelsministerium sowie das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur haben Änderungen an der Verordnung über die Einziehung von Bußgeldern für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen vorgenommen. Nach der Gesetzesänderung wurde eine Sperre für die Ausreise von Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen ins Ausland eingeführt, solange die gegen sie verhängten Bußgelder nicht bezahlt wurden.

Der Kapitalmarktausschuss hat mit der Gesetzesänderung vom 14.02.2025 und nach dem Inkrafttreten des Kommuniqués am 01.07.2025 seine Grundsatzentscheidung vom 09.10.2025 veröffentlicht, wonach für Vorstandsbeschlüsse, die über das elektronische Handelsbuchsystem geführt werden, keine notarielle Beglaubigung mehr erforderlich ist.

Die Energiemarktregulierungsbehörde hat Änderungen an den Verordnungen über den Markt für Flüssiggas (LPG) und die anzuwendenden technischen Vorschriften vorgenommen. Inhaber einer LPG-Vertriebslizenz können LPG im Großhandel von jedem beliebigen Vertreiber kaufen, dürfen dieses LPG jedoch ab dem 01.01.2026 nicht mehr an andere Vertreiber weiterverkaufen. Anlagen mit freien Kapazitäten in ihren Lagereinrichtungen sind verpflichtet, Lageranfragen zu erfüllen, sofern kein triftiger Grund dagegen spricht.