Ich leide seit einiger Zeit unter der Krankheit unserer Zeit: „Angst- und Panikstörungen“…
Eigentlich habe ich mich durch Therapie, verschiedene spirituelle Sitzungen und das „Das Leben geht doch weiter!“-Vertrösten recht gut wieder gefangen.
Wenn dieser Moment kommt, habe ich die Kraft erlangt, die Stimmen und Gedanken, die in meinem Kopf entstehen und flüstern, zu vertreiben. Ich brenne meinem Gehirn bis in die Windungen ein, wer der Chef ist.
In letzter Zeit erlebe ich, dass fast jeder, mit dem ich spreche, ähnliche Situationen durchmacht.
Warum sind wir also so besorgt?
Pandemie?
Wirtschaft?
Zunehmende Gewaltvorfälle?
Kriege?
Missbrauchsfälle?
Naturereignisse?
Verkehr?
Alles zusammen?
Von jedem eine Dosis… Und natürlich die Reflexion all dessen auf unser eigenes Leben.
Die Probleme in unseren Beziehungen und dazu noch die Herausforderung, Eltern zu sein.
Muttersein ist an sich schon ein Zustand, in dem man mit einem Stein im Herzen lebt.
Es ist ein so seltsamer Zustand; letzte Woche erkrankte meine Tochter an einer Art Grippe, die derzeit viele haben, die wir früher einfach als Erkältung abgetan hätten, die heute aber lateinische Namen trägt.
Fieber, Abgeschlagenheit, Halsschmerzen und Husten…
Als sie einmal vor lauter Husten erschöpft war, ertappte ich mich dabei, wie ich sie streichelte, küsste und sagte: „Oh mein Schatz, Gott möge die Krankheit von dir nehmen und mir geben.“
Genau wie meine Mutter…
So ein Zustand ist das Muttersein!
Der Zustand: Was dir schadet, soll mir widerfahren…
Und ein niemals endendes schlechtes Gewissen…
Wie könnten wir in diesem Umfeld der Unsicherheit nicht besorgt sein?
Mit diesem Gefühl sind wir unseren Kindern gegenüber viel beschützerischer eingestellt. Wir sind ständig in einer warnenden Position. Manchmal frage ich mich, ob wir übertreiben.
Laden wir ihnen vielleicht Informationen auf, für die sie noch nicht bereit sind?
Dabei sollte man auch daran denken, dass wir für unser Gegenüber wie ein Spiegel fungieren.
Ihr Angstzustand und Ihre Ängste übertragen sich direkt auf Ihr Kind.
In letzter Zeit treten Depressionen und Angstzustände im Kindesalter immer häufiger auf.
Manche Eltern denken, ihre Kinder täten dies, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Sicherlich gibt es Ausnahmen. Aber ich rate Ihnen, wie immer nicht zu vergessen, dass Ihre Kinder Ihr Spiegelbild sind.
Wenn man zu spät handelt, entstehen leider noch ernstere Probleme…
Was sollen wir also tun?
Basierend auf meinen Erfahrungen müssen wir zunächst lernen, mit unseren eigenen Ängsten umzugehen, uns von einem Experten helfen lassen und zur Ruhe kommen.
Ohne unser Kind zu erdrücken oder einzuengen, werden wir die Kontrolle nicht aus der Hand geben. Wir werden viel miteinander reden.
Wir werden nicht müde werden, ihnen zu sagen, dass wir immer an ihrer Seite sind, egal was passiert.
Und das Wichtigste: Wir werden tief durchatmen.
Ja, es gibt Krankheiten, Kriege, Menschen, die sich entschieden haben, böse zu sein, und leider auch Ungerechtigkeit in diesem Leben.
Aber es gibt auch Heilung, Menschen voller Güte und solche, die sich gegen Ungerechtigkeit stellen.
Heute kann uns ein unglücklicher Vorfall zustoßen. Wir können fallen, uns verletzen.
Wir können krank werden, zusammenbrechen und manchmal sogar durch den Tod geprüft werden.
All das oder eines davon kann uns widerfahren.
Und dann darf man natürlich die Eltern nicht vergessen, die alles besser wissen, sowie die Experten, die zu jedem Thema eine Meinung haben.
Wir werden ständig mit neuen Informationen geprüft. Ja, in der Vergangenheit war das nicht so. Unsere Probleme und Krankheiten in Zeiten geringerer Entwicklung waren dieser Ära angemessen. Ich denke, wir erleben all das heute aufgrund der aktuellen Entwicklung. Unsere Kinder bewegen sich ebenfalls auf eine ganz andere Ära zu. Und so wird es weitergehen.
Wichtig ist, wie wir angesichts all dessen nach bestem Wissen und Gewissen handeln…
Der größte Unterschied zwischen dem Menschen und anderen Lebewesen ist die Urteilsfähigkeit und das Gefühl der moralischen Verantwortung.
„Gewissenhaft und ehrlich zu sein, ist besser als berechnend zu sein. Berechnung verschafft einem zwar eine Position, aber das Gewissen ist zu etwas Wichtigerem nütze: Es macht den Menschen zum Menschen“, sagte Friedrich Nietzsche…
Ich glaube, gerade das Gewissen vergessen wir in diesen Tagen am meisten. Und je mehr wir es vergessen, desto dunkler wird der Spiegel, in den unsere Kinder blicken.
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