Der Neoliberalismus, der für Armut, Hunger, Elend, ungerechte Kriege und Besatzungen steht, hat weltweit und auch in unserem Land Blut, Tränen und Tod gebracht.
Die Regierung und die Oppositionsparteien, die als Anwender und Verteidiger des Neoliberalismus fungieren, erwarten die Rettung des Landes ausgerechnet von diesem kranken System, dem Neoliberalismus. Sie scheuen sich davor, die Politik der geplanten, gemeinwohlorientierten und etatistischen Wirtschaftsentwicklung zu erwähnen, deren Grundsteine Mustafa Kemal Atatürk bereits 1923, noch vor der Gründung der Republik, legte. Während einige der entwickelten Länder der Welt Atatürks Politik der Wohlstands- und Entwicklungsökonomie anwenden, suchen unsere Regierung und die Oppositionsparteien ihr Heil im Neoliberalismus und bei neoliberalen Ökonomen. Der Neoliberalismus maximiert nicht die Interessen des Volkes, der Lohnempfänger, der Rentner oder der Armen, sondern die Interessen des Kapitals.
Die politische Macht, die den Neoliberalismus umsetzt, betreibt einen ständigen Vermögenstransfer von Rentnern, Lohnempfängern und der armen Bevölkerung hin zum Kapital. Um diesen Vermögenstransfer endlich zu stoppen, müssen die Preise für alle Produkte für ein Jahr eingefroren werden. Das Einfrieren der Preise für diese Produkte wird gleichzeitig die Inflation senken. Die politische Führung wird Lohnerhöhungen und Steuererhöhungen ankündigen. Doch noch bevor die Arbeitnehmer und Rentner ihre Lohnerhöhungen erhalten, werden die Preise für alle Produkte bereits gestiegen sein.
Damit Lohnempfänger, Rentner, das Volk und die Armen nicht noch weiter unter Druck geraten, müssen zunächst die Preise für alle Produkte eingefroren werden. Die Antwort oder Lösung auf die Frage, wie die Produzenten die Preissteigerungen auffangen sollen, liegt im Haushalt 2024: Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 11 Billionen TL, die Gesamteinnahmen auf 8,3 Billionen TL, was ein Haushaltsdefizit von 2,7 Billionen TL ergibt. Die Steuerausgaben, die die politische Führung hätte einnehmen können, aber nicht eingenommen hat, belaufen sich auf 2,2 Billionen TL. Dies entspricht einem Verzicht auf 33 % der eingenommenen Steuern. Die Verluste der Produzenten durch das einjährige Einfrieren der Preise könnten aus diesem Betrag der entgangenen Steuereinnahmen in Höhe von 2,2 Billionen TL gedeckt werden.
Mein Appell an unser gesamtes Volk, an die Armen, die Werktätigen, die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften lautet: Damit die von der Regierung gewährten Lohnerhöhungen nicht verpuffen und die Inflation sinkt, müssen die Preise für ein Jahr eingefroren werden. Selbst wenn die Löhne um hundert Prozent erhöht werden, wird dies ohne ein Preisstopp dazu führen, dass die Lohnerhöhungen noch vor der Auszahlung durch die Inflation aufgezehrt werden, was wiederum zu sozialen Konflikten und einer Vertiefung der Armut führen wird.
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