Der einzigartig schöne Zeus-Altar von Bergama/Pergamon, einer der bedeutendsten historischen Orte Anatoliens, wurde zwischen 1864 und 1878 durch offensichtlichen Schmuggel und zwischen 1878 und 1886 mit zweifelhaften Genehmigungen nach Deutschland gebracht.
Hätte das deutsche Diebesnetzwerk unter der Führung des Ingenieurs Carl Humann, das zusammen mit dem Zeus-Altar unzählige historische Artefakte aus Bergama nach Berlin schmuggelte, eine so schöne Statue wie die auf dem Bild jemals zurückgelassen?
Nachdem der damalige deutsche Imperialismus seine eigene Neugier auf die Geschichte gestillt, sein Gefühl des Besitzes befriedigt und sich selbst davon überzeugt hatte, wie edel er sei, sperrte er die Büste/Statue dieser schönen Frau in das Berliner Museum, das einem Gefängnis mit dicken Mauern inmitten eines Flusses gleicht.

Kunsthistoriker berichten, dass diese Statue das Abbild einer der Königinnen von Pergamon sein könnte, die in der hellenistischen Zeit, im 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr., über Westanatolien herrschten.
Es wird vermutet, dass diese schöne Dame, deren Erscheinung fast surreal einzigartig ist, auch eine der adligen Frauen der Stadt gewesen sein könnte.
Im Gegensatz zu den Königen wurde bis heute keine identifizierte Statue oder Büste einer der Königinnen von Pergamon gefunden.
Dabei lebten auf der windigen Akropolis von Pergamon Königinnen wie Satyra, Antiokhis, Apollonis und Stratonike.
Apollonis aus Kyzikos/Erdek war die Mutter von König Eumenes II., der den Bau des wunderschönen Zeus-Altars vollendete, und die aus Kappadokien stammende Stratonike war seine Ehefrau.
Dieses prächtige Marmorwerk wird auf das 2. Viertel des 2. Jahrhunderts v. Chr. datiert, wahrscheinlich auf die Zeit des Königs Eumenes II. von Pergamon (197-159 v. Chr.).
In die Zeit, als Apollonis und ihre Schwiegertochter Stratonike die Damen des Palastes von Pergamon waren.
Sie waren außergewöhnliche Frauen, die ihren königlichen Söhnen und Ehemännern bei der Verwaltung des Landes halfen.
Vielleicht gehört diese elegante Büste einer von ihnen.
In den Klatschgeschichten, die damals im unbedeutenden Rom kursierten, hieß es, die Königinnen von Pergamon trügen goldbestickte Gewänder!
Der Reichtum und Glanz von Pergamon waren atemberaubend!
Das Haar dieser adligen Dame, bei der es sich wahrscheinlich nicht um eine Büste, sondern um den oberen Teil einer Statue handelt, wurde Strähne für Strähne in den Marmor eingearbeitet. Es umrahmt ihre Stirn wie eine Krone.
Sie hat ihren Schal über den Rücken gelegt und wie einen Schleier über den Kopf gezogen. Ihr eng anliegendes Gewand bringt die Schönheit ihres Körpers zur Geltung.
Dass sie ihren Kopf leicht nach links neigt, verleiht dem Erscheinungsbild der Dame eine ganz besondere Ausstrahlung.
Unschuld?
Ende des 19. Jahrhunderts fand das organisierte Schmuggelnetzwerk unter der Führung eines deutschen Ingenieurs namens Carl Humann die Statue dieser unvergleichlich schönen Dame aus Bergama auf der Akropolis von Bergama, auf der Terrasse, auf der sich der Zeus-Altar befand, in der nordöstlichen Ecke des Altars.
Daneben befand sich ein weiterer weiblicher Marmorkopf, der als „verführerische Eleganz, schöner Frauenkopf“ bezeichnet wird.
Diese Marmorwerke wurden ausgegraben und aus der Erde geholt. Sie wurden dem Schoß von Bergama entrissen.
Das heißt, wären sie nicht ausgegraben, entwendet oder mit zweifelhaften Mitteln ins Ausland gebracht worden, hätten sie in naher Zukunft unter der Erde geschlummert, bis die Republik Türkei sie ans Licht gebracht hätte.
Sie wären nicht in fremder Erde in Berlin, sondern in ihrer Heimat Bergama.
Die Maße der Statue der schönen Frau betragen 65 x 68 x 47 cm. Die Höhe ihres Gesichts vom Kinn bis zum Haaransatz beträgt 20,5 cm.
Das Jahr ihres Fundes in Bergama wird in den heutigen Aufzeichnungen des Berliner Museums/Gefängnisses nicht angegeben. Informationen über ihren Abtransport werden nicht bereitgestellt.
Wahrscheinlich wurde sie entweder geschmuggelt oder ebenfalls mit einer zweifelhaften Genehmigung ins Ausland gebracht.
Museums-/Gefängnisnummer in Berlin: „AvP VII 87“.
Wieder einmal haben die deutschen Behörden ohne Scham und Anstand sie wie den Zeus-Altar als „Preußisches Kulturerbe“ bezeichnet.
Auf Befehl des Imperialismus wurde der Marmor aus Bergama plötzlich zu einem Berliner Stein!
Was für eine Absurdität!
Soll man lachen oder weinen?
DER ZEUS-ALTAR UND DIE WERKE AUS BERGAMA GEHÖREN NICHT IN DAS KALTE UND NEBLIGE BERLIN, SONDERN IN DAS SCHÖNE BERGAMA. SIE MÜSSEN UNBEDINGT ZURÜCKKEHREN, SIE MÜSSEN NACH HAUSE KOMMEN!
(Quelle: http://www.smb-digital.de/eMuseum, Database-Antikensammlung), https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/PGPPNZZACCVUYJKDIAYRBZLOEQYQTDWS=
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