TAŞYERİNDE AĞIRDIR-147. VERGESSEN WIR NICHT, LASSEN WIR ES NICHT VERGESSEN.
Einst wurden in diesen Gefäßen Traubensirup, Most und Wein serviert!
Unter dem tiefblauen Himmel der Ägäis!
Doch wie es der Zufall will, wurden zwei aus Pergamon gestohlene Keramikgefäße in das Berliner Museum/Gefängnis verbracht.
Solche Gefäße, die mit Motiven von Frauen, Männern, Zweigen und Blättern verziert sind, wurden in der Antike als „Skyphos“ bezeichnet.
„Skyphoi“ waren Trinkgefäße mit niedrigem Fuß, zwei Henkeln am Rand und reicher Verzierung.
Diese Gefäße, die in den berühmten Keramikwerkstätten von Pergamon hergestellt und im Feuer geschwärzt wurden, zeugen zudem deutlich vom Einfluss der Bildhauerschule von Pergamon/Bergama, die eine neue Sichtweise auf das Kunstverständnis der Stadt und der Menschheit eröffnete.
Bei den 7,4 cm hohen Gefäßen ist auf einem die Aktivität der dargestellten männlichen und weiblichen Figuren deutlich erkennbar. Auf dem anderen sind vermutlich Weintrauben zwischen Weinranken und Blättern zu sehen.
Vielleicht füllten sie den Wein und den Traubensirup hinein, den sie aus den Trauben von Pergamon/Bergama herstellten.

Die Keramikgefäße werden auf die zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. datiert.
In die glanzvollsten Tage der Stadt Pergamon!
Es ist bezeichnend, dass die Verantwortlichen des wachsamen deutschen Staates diese wunderschönen Gefäße, die damals vermutlich von den Adligen in Pergamon benutzt wurden, sofort an sich rissen, sobald sie sie sahen.
Die Verantwortlichen des Berliner Museums/Gefängnisses kauften sie 1966 in Frankfurt am Main von einem Schmuggler, der sie aus Bergama gestohlen (!) hatte. Wie auch immer!
Und das nicht vor hundert Jahren, sondern in jüngster Zeit.
Wissend, dass sie durch Diebstahl nach Deutschland gelangt waren.
Unter der Inventarnummer „Iden 1966.11“ wurden sie in die Sammlung „antiker“ Raubkunst des Museums/Gefängnisses aufgenommen.
Nach der großen Plünderung des Zeus-Altars im 19. Jahrhundert fuhren sie selbst 1966 noch damit fort, Raubkunst zu sammeln.
Es kam ihnen nie in den „Sinn“, sie an den Ort ihrer Entstehung zurückzugeben; in die Türkei, nach Bergama.
Sie bildeten sich ein, sie zu schützen.
Wie kann ein durch Diebstahl erlangtes Objekt oder Kunstwerk, dessen rechtmäßiger Eigentümer bekannt ist, nicht zurückgegeben, sondern einfach eingesteckt werden? Und dann noch behaupten: „Es gehört mir, ich schütze es.“
Wie begierig sie doch darauf sind, sich die Werte anderer und Diebesgut anzueignen.
Obendrein nannten sie es „Preußisches Kulturerbe“ und machten diese Absurdität damit lächerlich.
Oder sie haben damit ihre Schuld eingestanden!
Was ist das für eine Entwicklung, was ist das für eine fortgeschrittene Kultur?
Die großen Kulturpersönlichkeiten der Deutschen; die Mozarts, Beethovens, Goethes und Marxes würden sich angesichts dieser Geschmacklosigkeit im Grabe umdrehen.
DER ZEUS-ALTAR UND DIE ARTEFAKTE AUS BERGAMA GEHÖREN NICHT IN DAS KALTE UND NEBLIGE BERLIN, SONDERN IN DAS SCHÖNE BERGAMA. SIE MÜSSEN UNBEDINGT ZURÜCKKEHREN, SIE MÜSSEN NACH HAUSE KOMMEN.
(Quelle: http://www.smb-digital.de/eMuseum, Datenbank)
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