DER STEIN IST SCHWER AN SEINEM PLATZ-156. VERGESSEN WIR NICHT, LASSEN WIR ES NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN!
Der Zweite Weltkrieg ist der blutigste Krieg in der Geschichte der Menschheit.
Der Krieg, der am 1. September 1939 mit dem Überfall des Faschisten Hitler auf Polen begann, endete mit dem am 14. August 1945 unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen. Mit der Kapitulation Deutschlands war der Krieg offiziell beendet.
In diesem Zeitraum verloren 80 bis 85 Millionen Menschen ihr Leben.
Auch die Türkei erlebte in diesem Kriegsumfeld große Schwierigkeiten. Dank der Entscheidung ihrer besonnenen Führung nahm sie jedoch nicht am Krieg teil und bewahrte Tausende ihrer Bürger vor dem Tod.
Hitler, der diesen Krieg entfesselte, nutzte den im 19. Jahrhundert von Pergamon nach Berlin verschleppten Zeus-Altar und die Pergamon-Skulpturen, um seine eigene Macht zu demonstrieren.

(Hitler führt den japanischen Kaiser durch den Zeus-Altar)
Er stellte diese Werke im Pergamonmuseum aus, das 1930 mitten in Berlin auf einem Sumpfgebiet errichtet wurde und heute vom Einsturz bedroht ist.
Er empfing hier sogar den japanischen Kaiser.
Hitlers aggressive und unmenschliche Politik verwandelte Europa nicht nur in ein Blutbad, sondern zerstörte auch zahlreiche Städte und historische Stätten. Auch Berlin erlitt massive Zerstörungen.
Einer der Orte, die am stärksten unter dieser Zerstörung litten, war das Pergamonmuseum – oder das Gefängnis, wie man es nennen könnte –, in dem sich der Pergamonaltar und andere Artefakte aus Pergamon befanden, die Ende des 19. Jahrhunderts mit Unterstützung des deutschen Staates von Carl Humann und seiner Bande geraubt worden waren.
Um sie vor den Bombenangriffen auf Berlin zu schützen, wurde ein Teil der Artefakte in Kisten verpackt und in den nahegelegenen Berliner Zoo gebracht.

(Der Pergamonaltar unter dem Bombenhagel in Berlin)
Doch eine Ecke des Dionysos-Tempels, die Säulen des Athena-Tempels und das Marmorgerüst des Markttors von Milet, sowie viele andere anatolische Artefakte, darunter die Hauptstruktur des Pergamonaltars, wurden unter dem Bombenhagel zurückgelassen.
Wer weiß, wie stark diese Stücke beschädigt wurden!
Ob aus Scham oder weil sie gezwungen wären, ihre Schuld einzugestehen, bleibt unklar – jedenfalls gab es keinerlei Erklärung zu dieser Zerstörung.
Dabei lag hier ein offensichtliches Kulturverbrechen vor!
Mit Aussagen wie „Wir haben die Werke zum Schutz mitgenommen und kümmern uns gut um sie“ wurde versucht, das begangene Verbrechen zu vertuschen. Doch all das ist, um es mit einem aus dem Spanischen ins Türkische übernommenen Ausdruck zu sagen: reiner Unsinn!
***

(Foto aus den deutschen Staatsarchiven mit der Aufschrift „Pergamonaltar – Zerstörter Zeusaltar – 1945“)
Berlin wurde 1945 von der Sowjetarmee aus den Händen des faschistischen Hitler befreit.
Das Pergamonmuseum, dessen Dach eingestürzt war und dessen Wände und Türen zerstört wurden, wurde von den Sowjets beschlagnahmt.
Die Werke aus Pergamon wurden in Kisten verpackt, auf Waggons verladen und nach Petersburg (damals Leningrad) transportiert.
Wer weiß schon, was den Artefakten während dieser Reise und dort vor Ort widerfahren ist!
Die Werke aus Pergamon blieben ganze 11 Jahre in Sankt Petersburg.
1956 wurden sie durch eine politische Entscheidung nach Berlin zurückgebracht. Zu jener Zeit befand sich das Gebiet, in dem das Museum lag, jedoch unter der Verwaltung der mit der Sowjetunion verbündeten DDR.

(Reinigung des Saals, in dem sich der Pergamonaltar befand, nach dem Krieg in Berlin)
Die Exponate wurden wieder im restaurierten Museum untergebracht. Es wurden Rekonstruktionsarbeiten durchgeführt.
Doch während die Sowjetunion die Pergamon-Werke an die DDR zurückgab, dachte sie keineswegs daran, sie an die Türkei zu restituieren!
Genau wie sie die von dem deutschen Dieb Schliemann geraubten Troja-Schätze nicht an Deutschland zurückgab, gab sie diese auch nicht an die Türkei heraus.
Selbst heute beharrt Russland darauf, die Troja-Artefakte sowie einige Teile des Pergamonaltars, die angeblich in Russland verblieben sind, nicht zurückzugeben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die historischen Werte Anatoliens aufgrund von mangelnder Moral und illegalem Schmuggel in die Hände derer fielen, die sie zuerst ergriffen.
***
Als die Ostdeutschen das Berliner Museum/Gefängnis restaurierten, verschwanden der ruinöse Anblick und der beschämende Zustand zumindest teilweise.
Basierend auf den vorhandenen Vorkriegsplänen wurden die Teile des Pergamonaltars wieder an ihren Platz gesetzt. Doch es gab ein großes Problem!
Die deutschen Behörden hatten seit dem Tag, an dem sie die Artefakte aus Pergamon entwendeten, Fotos davon gemacht. Deshalb konnten die Teile des zerstörten Pergamonaltars wie bei einem Puzzle wieder zusammengesetzt werden.
Aber was geschah mit den Teilen, die im Krieg verloren gingen? Das wurde nie erklärt!
Während der Wiederzusammensetzung des Pergamonaltars müssen anstelle der zerstörten Friese anhand der vorhandenen Fotos Marmorkopien angefertigt und eingesetzt worden sein, die aus Gips, Ton oder Lehm gefertigten Imitationen nachempfunden waren!

(Restaurierung des Pergamonaltars in Berlin, nachdem die Teile aus Russland zurückgekehrt waren)
Das eindrucksvollste Beispiel dafür ist auf einem Foto aus dem Jahr 1959 in Berlin deutlich zu erkennen.
Einige der prächtigen Friese aus Pergamon werden anstelle des originalen Marmors vermutlich mit Ton- oder Gipsplatten, also mit Fälschungen (Repliken), ergänzt.
Doch wo sind die Originale?
Sie sind weg!
Dutzende solcher Friese und Statuen müssen verschollen sein!
Als ob der Schaden, der den Werken aus Pergamon und dem historischen Erbe der Menschheit zugefügt wurde, nicht schon genug wäre, wird nun womöglich die Welt durch die Ausstellung gefälschter Werke getäuscht.
Mit den heutigen fortschrittlichen Technologien und modernen elektronischen Geräten könnten diese gefälschten Werke heute einzeln identifiziert werden.
Sollten die Vorwürfe der Fälschung unbegründet sein, ließe sich dies auf diese Weise ebenfalls beweisen!
Auf diese Weise können die Schäden, die den Werken von Pergamon zugefügt wurden, und die Art und Weise, wie diese Werke in Deutschland behandelt werden, offengelegt werden.
Dies ist nicht nur ein Verbrechen gegen Kultur und Kunst, sondern ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Die Erben derer, die dieses Verbrechen begangen haben, bezeichnen sich in ihren eigenen offiziellen Dokumenten als Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Doch auch die Verantwortlichen im heutigen Deutschland scheuen sich nicht, diesen beschämenden Zustand aufrechtzuerhalten!
Es ist an der Zeit, sich bei Pergamon und der gesamten Menschheit zu entschuldigen.
DER ZEUSALTAR UND DIE WERKE VON PERGAMON GEHÖREN NICHT IN DAS KALTE UND NEBLIGE BERLIN, SONDERN IN DAS SCHÖNE PERGAMON. SIE MÜSSEN UNBEDINGT ZURÜCKKEHREN, SIE MÜSSEN NACH HAUSE KOMMEN!
(Quelle: https://www.berlinluftterror.com/blog/pergamon-berlin-2)
Sefa Taşkın
06.04.2025
Karşıyaka/Izmir
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